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Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

Aktuelle Arbeitsmarkt-/Ausbildungsmarktdaten für Oktober 2015

30. Oktober 2015 (HL-Red-RB) Konzessionsbereitschaft und Flexibilität gefordert! Noch zahlreiche freie Ausbildungsplätze:
• 1.200 freie Ausbildungsplätze in Schleswig-Holstein
• Besonders im Einzelhandel, im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie im
Handwerk werden noch Auszubildende gesucht
• „Bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses sind wir auch auf die
Kompromissbereitschaft und Flexibilität der jungen Menschen und der
Betriebe angewiesen. Beide müssen sich bewegen, damit keine Chancen
verschenkt und Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben.“ (Margit Haupt-
Koopmann)
• Für Jugendliche bedeutet dies: Interessante Alternativen zum Wunschberuf
durch berufliche Flexibilität und regionale Mobilität
• Für Arbeitgeber: Statt Ausbildungsplätze unbesetzt zu lassen, jungen
Menschen mit ‚Startschwierigkeiten‘ eine Chance zu geben

In Schleswig-Holstein haben sich im Berichtszeitraum Oktober 2014 bis
September 2015 19.343 Jugendliche in den regionalen Arbeitsagenturen als
Bewerber/-innen gemeldet. Von ihnen waren Ende September noch 1.629 - aus
unterschiedlichen Gründen - ohne Ausbildungsvertrag. Im gleichen Zeitraum
wurden 18.229 Ausbildungsplätze gemeldet. 1.227 konnten bis Ende September
nicht besetzt werden.
„Die aktuell laufenden Nachvermittlungsaktionen von Arbeitsagenturen und
Kammern zeigen, dass noch gute Aussichten bestehen, bis zum Jahresende
einen Ausbildungsplatz zu finden“, betonte Margit-Haupt-Koopmann, Chefin der
Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (29.10.2015). „Ich
kann nur an alle Jugendlichen appellieren, die noch suchen: Verschenkt keine
Chancen! Konzentriert Euch nicht auf einen Wunschberuf! Seid flexibel! Bei
entsprechender regionaler Mobilität gibt es unter den noch über 1.200
unbesetzten Ausbildungsplätzen interessante Alternativen.“
Einstiegschancen gebe es vor allem im Einzelhandel, im Hotel- und
Gaststättengewerbe sowie im Handwerk. Haupt-Koopmann forderte alle noch
unversorgten Jugendlichen auf, gemeinsam mit ihrer regionalen Berufsberatung
über neue Perspektiven nachzudenken. „Es gibt mit Sicherheit attraktive Alternativen,
die den eigenen Fähigkeiten und Interessen entsprechen.“

An die Betriebe in Schleswig-Holstein, die freie Ausbildungsplätze bisher noch nicht besetzt haben, appellierte Haupt-Koopmann: „Sie wissen, dass die Nach-wuchssicherung ein zentraler Standortfaktor ist. Angesichts der sich abzeichnenden Fachkräfteengpässe ist es in Ihrem Eigeninteresse, möglichst alle angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen.“ Nicht nur die Jugendlichen müssten flexibel sein, hier seien auch die Betriebe gefordert. Dazu gehöre es auch, manche Bewerbungsunterlage nicht vorschnell zur Seite zu legen. „Schauen Sie sich auch Jugendliche an, die Sie nicht auf den ersten Blick überzeugen. Häufig - und dies kann ich nicht oft genug wiederholen - wird man-cher Bewerber auf den zweiten Blick zur ersten Wahl.“

„Speziell jungen Menschen mit Ecken und Kanten, die ich bei jeder Gelegenheit als ‚Rohdiamanten‘ bezeichne, bilden ein Potenzial, dass ‚gehoben‘ werden sollte. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die hierfür bereitstehenden Unterstützungs-angebote der Arbeitsagenturen und Jobcenter genutzt werden. Wir werben in den Betrieben besonders für drei Angebote: die Einstiegsqualifizierung (EQ), ein Langzeitpraktikum, die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) und die assistierte Ausbildung (AsA).“ Insbesondere die Einstiegsqualifizierung sei ein Erfolgsmodell, da anschließend zwei von drei Teilnehmern in eine Ausbildung einmünden.
Darüber hinaus warb Haupt-Koopmann mit Nachdruck für die sogenannte ‚assistierte Ausbildung‘(AsA) - ein Angebot, dass seit Anfang August genutzt werden kann. Hierbei steht ein Coach sowohl den Auszubildenden als auch dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb zu Seite. Die erforderlichen Hilfen - sie reichen von Nachhilfeunterricht bis hin zur Beratung des Betriebs bei ausbildungs-bezogenen Verwaltungs- und Organisationsaufgaben - werden individuell mit beiden Seiten abgestimmt.
Haupt-Koopmann forderte alle Schülerinnen und Schüler auf, die im Jahr 2016 ihre Schulzeit beenden, sich frühzeitig über die sie interessierenden Aus-bildungsberufe zu informieren. „Ich möchte hier nicht nur unsere Internetangebote unter www.planet-berufe.de. und www.abi.de sowie die Berufsinformationszentren der regionalen Arbeitsagenturen erwähnen. Noch wichtiger ist es, bereits jetzt einen Gesprächstermin mit der örtlichen Berufsberatung zu vereinbaren. Je früher dies passiert, desto größer sind die Chancen, den gewünschten Ausbildungsplatz zu bekommen.“

Info I: Daten Ausbildungsmarkt S-H (Ende September 2015)
• Unversorgte Bewerber/-innen: 1.629 / Vorjahr: 1.810
• Unbesetzte Ausbildungsplätze: 1.227 / Vorjahr: 1.080
3
Info II: Top 10 der unbesetzten Ausbildungsplätze
• Fachverkäufer/Fachverkäuferin - Schwerpunkt Bäckerei: 117
• Friseur/Friseurin: 76
• Koch/Köchin: 70
• Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel: 66
• Fachverkäufer/Fachverkäuferin - Schwerpunkt Fleischerei:65
• Restaurantfachmann/-frau: 64
• Hotelfachmann/-frau: 50
• Fachkraft Gastgewerbe: 47
• Verkäufer/Verkäuferin: 46
• Elektroniker/in – Energie- und Gebäudetechnik: 43
Info III: Ansprechpartner/-innen
• Einen Beratungstermin bei der Berufsberatung können Jugendliche unter der gebührenfreien Service-Rufnummer 0800-45555-00 vereinbaren.
• Für die Meldung zusätzlicher Ausbildungsplätze oder bei Fragen zu den genannten Förderangeboten können Personalverantwortliche die Arbeitgeberservice-Rufnummer 0800-45555-20 nutzen.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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