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Agentur für Arbeit Lübeck

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Fachkräfte sichern: Potenziale nutzen

27. Oktober 2015 (HL-Red-RB) Unternehmen informierten sich im Rahmen der Fachkräftewoche 2015: Gut ausgebildete Fachkräfte sind das Rückgrat des Erfolgs von Unternehmen und damit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Sie sichern Innovationen und Wettbewerb, Wachstum und Beschäftigung, Wohlstand und Lebensqualität. Derzeit gibt es in einigen Berufen und Regionen bereits Schwierigkeiten, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Aufgrund des demografischen Wandels könnten sich Fachkräfteengpässe zukünftig noch verstärken.
Unter dem Motto „In Deutschland steckt mehr“ veranstaltet die Partnerschaft für Fachkräfte in Deutschland vom 26. Oktober bis 01. November 2015 eine bundesweite Aktionswoche - die Fachkräftewoche 2015. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Potenziale für die Fachkräftesicherung bestehen und wie diese noch besser genutzt werden können.




Informationsveranstaltung: Unternehmen und Netzwerkpartner folgten gerne der Einladung von Arbeitsagentur und Jobcenter Lübeck


Auch die Arbeitsagentur Lübeck und das Jobcenter Lübeck beteiligen sich an der Fachkräftewoche und luden am 26. Oktober 2015 interessierte Betriebe zu einem Treffen mit kooperierenden Unternehmen des Netzwerkes „MARZIPAN“ (Mit Alleinerziehenden richtig zur Integration – Potenzial für den Arbeitsmarkt nutzen) ein.



Markus Dusch (Foto RB)


„Fachkräftesicherung gelingt, wenn wir gemeinsam weiter an beschäftigungsfreundlichen Rahmenbedingungen und attraktiven Arbeitsbedingungen arbeiten. Dabei muss die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit durch Qualifizierung, der Erhalt der Gesundheit und die Vielfalt im Unternehmen noch weiter ausgebaut beziehungsweise dauerhaft erhalten werden“, erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck. „In unserer Region gibt es bereits vielfältige Aktivitäten und Angebote zur Fachkräftesicherung, die wir anhand einiger Beispiele bei der Veranstaltung aufgezeigt haben“, ergänzt er.

In den Räumen der Stadtwerke Lübeck wurde die Arbeit des Netzwerkes „MARZIPAN“ vorgestellt, das 2012 von der Agentur für Arbeit Lübeck und dem Jobcenter Lübeck ins Leben gerufen wurde. Die Palette der Aktivitäten reicht von der intensiven Beratung über spezielle Bewerbungsmappen bis zu Job-Speed-Dating, Messen und Infoveranstaltungen, Weiterbildungen oder Förderungen. Schwerpunkt des Projektes ist die Zusammenarbeit namhafter Lübecker Betrieben, die rund 10.000 Beschäftigte haben und als Vorbild für andere auftreten.




Türkische Gemeinde: Murat Baydaş und Serap Ergin zeigten die Möglichkeiten zur Erschließung von weiterem Erwerbspotenzial auf


Außerdem zeigten Murat Baydaş und Serap Ergin die Möglichkeiten zur Erschließung von weiterem Erwerbspotenzial auf. Sie stellten das ESF-Programm „Stark im Beruf“ mit dem Lübecker Projekt „MamiGo“ der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. vor. Zielgruppe sind dabei Mütter mit Migrationsgeschichte. Sie sind durch mehr als eine Kultur geprägt und in Deutschland deutlich seltener und in geringerem Stundenumfang erwerbstätig als Mütter ohne Zuwanderungsgeschichte. Das Projekt bietet dabei nicht nur türkischstämmigen, sondern allen Müttern mit Migrationshintergrund individuelle Beratung und Unterstützung auf dem Weg ins Erwerbsleben. Murat Baydaş betonte, dass alle Angebote der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. allen Nationen offen stehen. Im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung“ führt der Verein in Lübeck zum Beispiel die Anerkennungsberatung für im Ausland erworbene Abschlüsse durch.





IQ-Netzwerk: Astrid Willer referierte zum Thema „Durch interkulturelle Öffnung Fachkräfte gewinnen“


Astrid Willer, die im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung“ das Teilprojekt „diffairenz: Schulungen zur interkulturellen Öffnung und Antidiskriminierung“ betreut, rundete das Thema ab. Sie zeigte die Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen bei der Entwicklung von interkulturellen Kompetenzen und Qualifizierung auf. Dabei machte sie deutlich, dass Unternehmen durch interkulturelle Öffnung nicht nur Fachkräfte, sondern auch Kunden gewinnen und binden können. Mit Schulungen ließen sich migrationsspezifische Herausforderungen meistern und die Professionalität der Mitarbeiter steigern.


„Unternehmen, die Fragen rund um die Fachkräftesicherung, Nachwuchs- und Personalgewinnung haben, können sich gerne an den Arbeitgeber-Service unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4 5555 20 wenden“, bietet Dusch an.

Die Partnerschaft für Fachkräfte in Deutschland will künftig einmal jährlich zu einem Spitzengespräch zusammenkommen. Mitglieder sind das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Bundesagentur für Arbeit, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Zentralverband des Deutschen Handwerks, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, die Industriegewerkschaft Metall sowie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft.

www.fachkraeftewoche.de

Quelle:
Agentur für Arbeit Lübeck
www.arbeitsagentur.de

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