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FDP: Schaden bei Datenverarbeitungsproblemen größer?

04. April 2009 (HL-red.) FDP-Fraktionschef Thomas Schalies kritisiert die jetzt bekannt gewordenen Probleme der Stadtverwaltung bei der Datenverarbeitung. Der Liberale hat dazu eine Anfrage in die Sitzung der Bürgerschaft am kommenden Montag eingebracht. Anlass ist ein Bericht in der Online-Zeitung „HL-Live.de“ vom 02.04.2009. Darin heißt es, dass die Umstellung der Stadtkasse auf die neue kaufmännische Buchhaltung im Dezember 2008 erhebliche Probleme mit sich brachte. Die neue Software funktionierte nicht wie geplant. Zahlungseingänge konnten nicht richtig gebucht werden. Folge: Trotz bezahlter 'Knöllchen' drohten den Betroffenen Bußgeldbescheide. Jetzt werden die eingehenden Zahlungen doppelt gebucht: Im neuen und im alten System.

Nach Auskunft des Pressesprechers der Hansestadt Lübeck, Matthias Erz, betrug der Rückstand bei der Buchung bis zu sechs Wochen, er werde jetzt aber abgearbeitet. Hier stellt sich für den FDP-Mann die Frage, ob Erz die verwaltungsinterne Problematik herunterspielt. „Ich halte es durchaus für möglich, dass der Schaden für die Stadt und ihre Bürger größer ist. Nach meinem Eindruck ist das Softwareproblem mit der Systemumstellung tiefgreifender“, so Schalies, der zudem auf das Beispiel Ratzeburg verweist, wo die gleiche Software zum Einsatz gekommen sei wie jetzt in Lübeck: "Dort hat es ein ganzes Jahr gedauert, bis das System störungsfrei lief!"

Daher hat der Liberale einen umfangreichen Fragenkatalog an Bürgermeister Bernd Saxe eingereicht und verlangt die Aufklärung des Sachverhaltes. Schließlich müsse geklärt werden, wer für Folgeschäden aus der mangelhaften Software aufzukommen habe und ob die Systemumstellung nicht eine unzumutbare Belastung der städtischen Mitarbeiter darstelle, so Schalies abschließend.

Quelle: FDP-Bürgerschaftsfraktion

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