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CDU: Völkerkundesammlung in das Holstentor?

19. Mai 2015 (HL-Red-RB) Die Lübecker Bürgerschaftsfraktion der CDU übermittelte folgenden Beitrag: "Im letzten Kulturausschuss wurde der aktuelle Planungsstand zum Völkerkundemuseum diskutiert (wir berichteten). Könnten Teile der Sammlung im Holstentor gezeigt werden? Das Holstentor soll nach der Eröffnung des Hansemuseums ein neues Konzept erhalten.
Das CDU-Bürgerschaftsmitglied Hauke Wegner freute sich darüber, dass sich für eine Wieder- beziehungsweise Neueröffnung des Völkerkundemuseums grundsätzlich eine breite Mehrheit abzeichne. "Ich sehe in der Völkerkundesammlung jedoch nicht die einzige beziehungsweise ausschließliche Nutzungsmöglichkeit für das Holstentor. Vielleicht könnten auch unterschiedliche Ansätze miteinander verknüpft werden."

Lübeck habe bis heute kein Welterbezentrum, welches die Hintergründe dieses Titels darstellt. Seit 1987 ist Lübecks Altstadt UNESCO Weltkulturerbe. In Wismar wurde ein solches Zentrum bereits 2004 eröffnet – zwei Jahre nach Verleihung des Welterbestatus. "Lübecks Haupteingang wäre ein hervorragender Standort für eine solche Einrichtung", erklärte das Bürgerschaftsmitglied. In diesem Zusammenhang könne man auch auf Exponate der archäologischen Ausstellung zurückgreifen, welche im Burgkloster ihre Heimat verloren haben.

Wegner betonte, dass noch weitere Fragen zu klären seien. So wisse der Ausschuss noch nicht, was mit den bisherigen Räumen der Völkerkundesammlung im Zeughaus geschehen werde. "Gerade für diesen Ort mit seiner Vergangenheit als Sitz der Gestapo in Lübeck und der heute dort befindlichen Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus kommt nicht jede Art von Nutzung in Frage", warnte das Bürgerschaftsmitglied. Ebenfalls sei noch unklar, wo bei einem Umzug ins Holstentor die nicht ausgestellten Sammlungsbestände fachgerecht gelagert werden könnten. Wegner schlug daher vor, auch den Verbleib der Sammlung und des Museums im Zeughaus gründlich zu prüfen.

"Den von der Verwaltung angekündigte Bericht, welcher auch die zukünftige Konzeption der Ausstellung skizzieren wird, erwarte ich mit Spannung. Er bildet die Grundlage für die weitere Diskussion." Insgesamt rät Wegner aber schon jetzt von allzu kostenintensiven Gedankenspielen ab: "Die Hansestadt hat sich für die nächsten Jahre schon sehr viel vorgenommen." Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die Erweiterung des Buddenbrookhauses und die überfällige Einrichtung eines "Wissens-Speichers"."

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