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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Januar 2015

29. Januar 2015 (HL-Red-RB) • Aktuell: 106.400 Arbeitslose; Arbeitslosenquote liegt bei 7,1 Prozent • Im Vorjahresvergleich deutlicher Rückgang um 5.200 oder 4,7 Prozent • Niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 1993 • Saisonal bedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat Dezember um 9.300 oder 9,5 Prozent • „Die jahreszeitlich typischen Auftragsrückgänge im Wohnungs-, Straßen- und Gartenbau sowie das eingeschränkte Tourismusgeschäft sind für die überproportionale Zunahme der Männerarbeitslosigkeit und den deutlichen Zuwachs der Arbeitslosenzahlen in den Tourismusregionen des Landes verantwortlich. Für den Monat Januar ist das allerdings eine vollkommen normale Entwicklung.“(Margit Haupt-Koopmann) • Besonders erfreulich: Nicht nur deutlicher Abbau der Jugendarbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich, auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist leicht gesunken • Rückgang bei den Stellenmeldungen • Deutliches Plus bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Vorjahresvergleich: 14.400 zusätzliche Jobs.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar - im Vorjahresvergleich - um 5.200 oder 4,7 Prozent
gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,1 Prozent, im Januar 2014 lag sie
bei 7,5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen um
9.300 oder 9,5 Prozent gestiegen. Sie liegt nun bei 106.400.
„Die jahreszeitlich typischen Auftragsrückgänge im Wohnungs-, Straßen- und Gartenbau sowie das eingeschränkte Tourismusgeschäft sind für die überproportionale Zunahme der Männerarbeitslosigkeit (+11,4 Prozent) und den deutlichen Zuwachs der Arbeitslosenzahlen in den Tourismusregionen des Landes zum Jahresbeginn verantwortlich. Für den Monat Januar
ist das allerdings eine vollkommen normale Entwicklung“, sagte Margit Haupt-
Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord, heute in Kiel (29. Januar 2015).
Trotz des saisonal üblichen Anstiegs zeige der Vergleich mit den Vorjahren die positive
Entwicklung des Arbeitsmarktes in Schleswig-Holstein: „Mit aktuell 106.400 Arbeitslosen
können wir die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 1993 melden.“
Haupt-Koopmann betonte mit Blick auf 2015: „Ich gehe davon aus, dass wir - bei allen Unabwägbarkeiten
- weiter auf diese positive Entwicklung setzen können. Bestärkt werde ich durch die aktuellen Wirtschaftsprognosen. Sie stimmen mich - vor dem Hintergrund des 1
niedrigen Ölpreises, der günstigen Wechselkurssituation und des weiterhin positiven Konsumklimas
- zuversichtlich.“
Besonders erfreulich sei der im Vorjahresvergleich deutliche Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit um 1.300 oder 11,3 Prozent auf 10.000. „Selbst die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vorjahresvergleich leicht gesunken: um 600
oder 1,6 Prozent“, so Haupt-Koopmann. Sie unterstrich jedoch: „Speziell die Bekämpfung
der Langzeitarbeitslosigkeit ist für mich eine der größten Herausforderungen am Arbeitsmarkt,
die wir nur in enger Kooperation mit allen Arbeitsmarktpartnern meistern können.
Auch das neue ESF-Programm gegen Langzeitarbeitslosigkeit wird regional und überregional
nur dann Früchte tragen, wenn sich alle Partner im Land verantwortlich fühlen und ihren
Beitrag leisten. Ich bin optimistisch, dass wir dann auch hier noch mehr Perspektiven eröffnen
können.“
Anschließend ging sie auf die aktuelle Zahl der Stellenmeldungen ein: „Im Januar wurden
den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter 4.400 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das sind 210 oder 4,5 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres. Allerdings konnten wir im letzten Jahr - das möchte ich betonen -
aufgrund der überdurchschnittlichen Konjunkturerwartungen der Betriebe zu Jahresbeginn
einen Spitzenwert verzeichnen. Im mehrjährigen Vergleich sind wir mit den aktuellen Zahlen
auf dem normalen Januar-Niveau.“
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es liegen die November-Daten vor
- ist im Vorjahresvergleich um 14.400 oder 1,6 Prozent auf 908.800 gestiegen. Beschäftigungszuwächse konnten u.a. der Handel (+4.400), das Gesundheits- und Sozialwesen (+4.200) sowie das Gastgewerbe (+1.900) verbuchen. Weniger Beschäftigte gab es im Vorjahresvergleich in der Finanz- und Versicherungswirtschaft (-1.300), der Energiewirtschaft (-930) und im Bereich öffentliche Verwaltung/Sozialversicherungen (-880).

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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