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Agentur für Arbeit Lübeck

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Saisonübliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Januar

29. Januar 2015 (HL-Red-RB) Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, waren im Januar 2015 mehr Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit zurückgegangen.
„Die nach dem Jahreswechsel üblichen Entlassungen aus Gastronomie und Handel, der Kündigungstermin zum Quartalsende sowie das Ende befristeter Arbeitsverhältnisse ließen die Arbeitslosigkeit zum Vormonat ansteigen. Erfahrungsgemäß ist spätestens zum Start des Ostergeschäftes wieder ein Rückgang zu erwarten. Die Arbeitslosigkeit blieb jedoch unter dem Vorjahresniveau. Leider profitieren davon nicht alle Personengruppen. Bei den über 50-Jährigen sind mehr Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr. Nahezu ein Drittel der Arbeitslosen ist in unserem Agenturbezirk älter als 50. Sie haben es nach wie vor schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Ich kann Unternehmen nur empfehlen, von den klassischen Tugenden wie Loyalität und Zuverlässigkeit ebenso zu profitieren wie von der Lebens- und Berufserfahrung dieser Altersgruppe“, erklärt Wolfgang Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Lübeck.




Wolfgang Werner


Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 19.040 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 1.755 (10,2 Prozent) mehr als im Vormonat und 1.122 (5,6 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozentpunkte auf 9,1 Prozent an (Vorjahr 9,7 Prozent). Im Januar wurden 866 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 104 oder 13,6 Prozent mehr als im Vormonat und 196 oder 18,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei 2.653 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 43 oder 1,6 Prozent mehr als im Vormonat und 336 oder 11,2 Prozent weniger als im Januar 2014.



Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 6.303, das sind 1.099 (21,1 Prozent) mehr als im Vormonat und 176 (2,7 Prozent) weniger als im Vorjahr. Die anteilige SGB III‑Arbeitslosenquote lag bei 3,0 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 12.737 Arbeitslose. Das ist ein Plus von 656 (5,4 Prozent) gegenüber Dezember 2014. Im Vergleich zum Januar 2014 ging die Arbeitslosigkeit um 946 (6,9 Prozent) zurück. Die anteilige SGB II‑Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent.

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden in der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 24.915 Personen befanden sich im Januar 2015 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 701 Personen oder 2,7 Prozent gesunken.




Arbeitsmarkt Regional

Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosigkeit in allen Bezirken der Arbeitsagentur Lübeck an und ging im Vergleich zum Vorjahr zurück.

In der Hansestadt Lübeck waren Ende Januar 11.160 Arbeitslose gemeldet, 791 (7,6 Prozent) mehr als vor einem Monat und 683 (5,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,8 Prozentpunkte zum Vormonat auf 10,3 Prozent (Vorjahr 11,0 Prozent).

2.703 Arbeitslose und damit 349 (14,8 Prozent) mehr als im Vormonat und 28 (1,0 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende Januar 8.457 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 442 (5,5 Prozent) mehr als im Dezember 2014 und 711 (7,8 Prozent) weniger als im Januar 2014. Hier wirkten sich insbesondere stärkere Entlastungen als im Vorjahr durch arbeitsmarktpolitische Förderungen aus.

Im Kreis Ostholstein waren Ende Januar 7.880 Arbeitslose gemeldet, das waren 964 (13,9 Prozent) mehr als im Vormonat und 439 (5,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,9 Prozentpunkte zum Vormonat auf 7,8 Prozent (Vorjahr 8,3 Prozent).

3.600 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 750 (26,3 Prozent) mehr als im Dezember und 204 (5,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 4.280 Arbeitslose gemeldet, das waren 214 (5,3 Prozent) mehr als im Vormonat und 235 (5,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr.


Im Bezirk der Arbeitsagentur Eutin waren im Januar 2.016 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 164 (8,9 Prozent) gegenüber dem Vormonat an und ging um 58 (2,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 8,5 Prozent (Vorjahr 8,8 Prozent). Es meldeten sich 411 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 239 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 36 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.


Im Bezirk der Arbeitsagentur Neustadt ist die Arbeitslosigkeit von Dezember 2014 auf Januar 2015 um 199 (15,3 Prozent) angestiegen und im Vergleich zum Vorjahr um 78 (4,9 Prozent) auf 1.499 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 9,3 Prozent (Vorjahr 9,9 Prozent). Dabei meldeten sich 421 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 227 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Januar 95 neue Stellen.


Im Bezirk der Arbeitsagentur Oldenburg waren im Januar 2.318 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 370 oder 19,0 Prozent gegenüber dem Vormonat an und ging um 174 oder 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 9,3 Prozent (Vorjahr 10,1 Prozent). Dabei meldeten sich 681 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 307 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 78 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.


Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von Dezember 2014 auf Januar 2015 um 132 (15,5 Prozent) auf 985 Personen angestiegen. Das waren 99 (9,1 Prozent) Frauen und Männer weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,5 Prozent (Vorjahr 7,2 Prozent). Dabei meldeten sich 300 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 167 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Januar 71 neue Stellen.


Quelle inkl. Foto und Grafik:
Agentur für Arbeit Lübeck
www.arbeitsagentur.de

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