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Sommerfrische für die norddeutsche Tourismuswirtschaft

05. Januar 2015 (HL-Red-RB) Fachkräftemangel, Mindestlohn und Energiekosten sind große Risiken: Die Tourismuswirtschaft in Norddeutschland blickt auf einen erfolgreichen Sommer zurück und geht optimistisch in die Zukunft. Bereits im Frühjahr 2014 meldete das Gastgewerbe in Norddeutschland sehr positive Werte, zum Jahresende liegt der Konjunkturklimaindex des norddeutschen Gastgewerbes sogar bei einem Wert von 124,3 Punkten (Frühjahr 2014: 116,8 Punkte). „Es war ein Ausnahmesommer, und das nicht nur für die deutschen Fußball-Fans“, sagt Friederike C. Kühn, Vorsitzende der IHK Nord e. V. und Präses der IHK zu Lübeck. „Unser Gastgewerbe in Norddeutschland verzeichnet einen Höchststand beim Konjunkturklimaindex“. Mit Blick auf die bevorstehende Saison geht der überwiegende Teil der Befragten von einer gleichbleibenden Geschäftslage aus.

Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Konjunkturbericht Tourismus der IHK Nord. Dieser wertet die Antworten von rund 1.200 Unternehmen der Tourismusbranche innerhalb der in der IHK Nord zusammengeschlossenen Industrie- und Handelskammern für den Berichtszeitraum Mai bis Oktober 2014 aus. Demnach legte der Tourismus-Klimaindex im Gastgewerbe weiter zu und übersteigt den höchsten Wert von 2011 um 5,3 Punkte. Die Reisewirtschaft – bestehend aus Reisebüros, Reiseveranstaltern und Omnibusbetrieben – hat nach Beurteilung des Zeitraumes von Mai bis Oktober 2014 im Vorjahresvergleich 13 Punkte eingebüßt und liegt aktuell bei einem immer noch positiven Wert von 116,6 Indexpunkten. Der ermittelte Konjunkturklimaindex, der zwischen 0 und 200 Indexpunkten liegen kann, gibt die aktuelle Stimmung der Branche wieder.

Allerdings steht die Branche auch vor großen Herausforderungen. Als größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens betrachtet das Gastgewerbe den zunehmenden Fachkräftemangel (59 Prozent), direkt gefolgt von den voraussichtlich steigenden Arbeitskosten (58 Prozent) und steigenden Energiepreisen (56 Prozent). Die an der Umfrage beteiligten Reisebüros, -veranstalter und Omnibusbetriebe sehen die Risiken besonders in den Bereichen Arbeitskosten (37 Prozent), Fachkräftemangel (36 Prozent) sowie gleichermaßen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und der Inlandsnachfrage (35 Prozent).

Den gesamten Konjunkturreport sowie die einzelnen Diagramme finden Sie zum Download auf der IHK Nord-Homepage unter www.ihk-nord.de .

Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss 13 norddeutscher Industrie- und Handelskammern in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Sie vertreten knapp 700.000 Unternehmen in Norddeutschland und stützen sich auf rund 20.000 ehrenamtlich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer. Arbeitsschwerpunkte sind die Hafenwirtschaft, die maritime Technologie, die Verkehrsinfrastruktur, die Tourismuswirtschaft und die Industrie. www.ihk-nord.de .

Quelle:
IHK Nord e.V.

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