Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

Ministerpräsident Torsten Albig zum Jahreswechsel

01. Januar 2015 (HL-Red-RB) Liebe Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner,
das neue Jahr 2015 liegt vor uns. Gemeinsam werden wir die vor uns liegenden Herausforderungen für Schleswig-Holstein angehen. Dabei vertraue ich auf Ihr Engagement und Ihre Mitmenschlichkeit.
Viele Nachrichten bleiben aus diesem Jahr in Erinnerung. Leider ist die Welt nicht friedlicher geworden. Krieg, Gewalt und Vertreibung hat Millionen Menschen getroffen. Daher werden wir in diesem Jahr rund 7.000 Flüchtlinge bei uns aufnehmen. Sie suchen bei uns Zuflucht, und wir möchten diesen Menschen eine neue Heimat geben. Diese Kinder, Frauen und Männer haben Furchtbares erlebt. Es ist ein Gebot der Mitmenschlichkeit, dass wir ihnen mit offenen Armen begegnen. Schleswig-Holstein hilft jenen, die verfolgt werden und auf der Flucht sind. Wir schicken niemanden in die Kälte zurück.

Wir helfen gern. Trotzdem kommen wir nicht umhin, dass die gestiegene Zahl der Flüchtlinge auch Ängste hier bei uns wecken können. Ich weiß, dass es Fragen gibt: Was verändert sich bei uns, wenn die Menschen zu uns kommen, die einen anderen Glauben haben, die eine andere Sprache sprechen oder andere Gebräuche haben? Macht das etwas aus unserem Land, das ich nicht möchte? Ich kann das verstehen. Es darf aber nicht dazu führen, dass aus Unsicherheit und Ängsten Vorurteile werden und aus Vorurteilen Abneigung, Zwietracht und Hass. Ich versichere Ihnen, dass wir sehr darauf achten, dass unsere Regeln eingehalten werden und unser Schleswig-Holstein auch in Zukunft so bleibt, wie es ist.

Schleswig-Holstein hat selbst Erfahrungen mit Flucht und Vertreibung gemacht. Zahlreiche Schleswig-Holsteiner haben in der Ferne Zuflucht gefunden, als die Nazis Menschen verfolgt, vertrieben und getötet haben. Viele Menschen sind nach 1945 zu uns gekommen, weil sie Flucht und Vertreibung erlebt haben. Sie haben hier ihre neue Heimat gefunden. Darum haben wir eine besondere Verpflichtung, auch jetzt zu helfen.

Ich bitte Sie deshalb: Nehmen Sie die Menschen offen auf, die zu uns kommen. Helfen Sie ihnen, bei uns Fuß zu fassen und unsere Sprache und unsere Kultur kennenzulernen. Viele von ihnen sehnen nichts mehr herbei, als möglichst sicher in ihre Heimat zurückkehren zu können. Manche werden hierbleiben, weil eine Rückkehr mit Risiken für sie und ihre Kinder verbunden ist. Sie werden gemeinsam mit uns an der Zukunft unseres Landes bauen. Denn in den kommenden Jahrzehnten brauchen wir mehr Hände in Schleswig-Holstein: flinke Hände, die unsere Wirtschaft mit am Laufen halten. Und liebevolle Hände für die Menschen bei uns im Land, die wegen Alter, Krankheit oder Handicaps auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Sorgen wir alle gemeinsam dafür, dass wir weiter eng zusammenstehen in unserem Land. Sorgen wir dafür, dass Schleswig-Holstein ein gastfreundliches Land bleibt, das die Menschen willkommen heißt. Ich weiß, dass ich mich dabei auf Ihre Bereitschaft und Ihr Engagement verlassen kann.

Ihnen allen wünsche ich Glück und Gesundheit und ein glückliches Jahr 2015!

Ihr Torsten Albig ."

Quelle:
InnenMi
www.schleswig-holstein.de/stk

Impressum