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Eutin jongliert mit den Millionen

29. Dezember 2014 (HL-Red-RB) Die ostholsteinische Kreisstadt Eutin hat das Glück, vor einigen Jahren in das Städtebauförderungsprogramm des Landes und des Bundes aufgenommen worden zu sein. Jetzt hat die Stadtverwaltung den Gremien der Selbstverwaltung einen Zahlenspiegel vorgelegt, der die bis 2027/28 zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben aufzeigt. Eine Aufstellung, die die Verwaltung im Februar 2015 dem Innenministerium einreichen will.
Zahlen, bei denen dem Bürger der Atem stockt. Zahlen aber auch, die weder bei den Einnahmen noch bei den Ausgaben wirklich belastbar sind. Für den Stadtumbau werden im Förderzeitraum Einnahmen von 27,1 Millionen Euro erwartet. Alle geplanten Maßnahmen würden demnach 34,4 Millionen Euro kosten
Bereits bis einschließlich 2014 sind rund 6 Millionen Euro bewilligt worden. Bis 2017 werden noch rund 9,4 Millionen Euro erwartet. Davon muss die Stadtrund 5,1 Millionen Euro selbst aufbringen. In die weitere Finanzierung bis 2028 sollen einfließen
* Anliegerbeiträge für die auszubauenden Straßen von 6,1 Millionen Euro
* Erlöse für die nach 2017 zu verkaufenden Grundstücke auf dem Süduferpark der Landesgartenschau von 3 Millionen Euro
* Mittel Dritter im Wesentlichen für den Straßenausbau – also von Stadtwerken und Stadtentwässerung von 2,1 Millionen Euro
Zahlen, die in keiner Weise belastbar sind.
Neben den Aufwendungen für die Landesgartenschau sind angedacht
* Der auf 2017 verschobene Ausbau eines Teils der Weidestraße für 140.000 Euro
* für 2015 bis 2017 der Umbau von Bahnhofsvorplatz und ZOB für 2,3 Millionen Euro,
* ab 2017 die Neugestaltung des Straßenzuges Peterstraße, Markt, Königstraße und Am Rosengarten für 5,09 Millionen Euro
* nach 2017 die Sanierung der Straßenzüge Stolbergstraße, Lübecker Straße, Jungfernstieg und Teile der Albert-Mahlstadt-Straße, der Umbau der Stadtplätze Am Stadtgraben und Segenhörn und Bau einer Zuwegung von der Bahnhofstraße zur Mühle. Umgebaut werden sollen auch die Plätze hinter dem Rathaus und dem St. Georgs-Hospital. Die Schlossterrassen, das Rathaus und das St.-Georgs-Hospital sollen saniert werden. An der Heinrich-Westphal-Straße soll für eine Million Euro eine Parkpalette entstehen.
Bei diesen Millionen-Zahlen darf nicht vergessen werden:
Die Stadt will in den nächsten Jahren eine neue Feuerwehrzentrale für um die fünf Millionen Euro bauen. Eine Sporthalle für die Wisser-Schule wird – mindestens! _ um die sechs Millionen Euro kosten.
Überfordert da nicht Eutin seine finanzielle Leistungsfähigkeit?

Von Horst Schinzel
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