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Neustadt in Holstein: MS „Deutschland“ meldet Insolvenz an

30. Oktober 2014 (HL-Red-RB) MS „Deutschland“ Beteiligungsgesellschaft mbH und Reederei Peter Deilmann GmbH planen Sanierung in Eigenverwaltung - Neustadt in Holstein: MS „Deutschland“ meldet Insolvenz an.
Die Geschäftsführung der MS „Deutschland“ Beteiligungsgesellschaft mbH hat heute (29.10.2014) beim zuständigen Amtsgericht Eutin den Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gemäß § 270a InsO gestellt. Die Sanierung in Eigenverwaltung wird durch Wolfram Günther, Managing Director der One Square Advisors GmbH geleitet, welcher vom Mehrheitsgesellschafter Callista Private Equity zu diesem Zweck als Chief Restructuring Officer bestellt wurde. Günther sei ein anerkannter Restrukturierungsexperte und verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Sanierung von Unternehmen sowie der Restrukturierung von Anleihen und ist damit bestens geeignet, die Sanierung der Gesellschaft schnellstmöglich voranzutreiben, heißt es in einer Presseaussendung.
Die Deutschland ist ein Kreuzfahrtschiff, das nach der Insolvenz der Reederei Peter Deilmann von der Gesellschaft Deutsche Kreuzfahrt Management Services betrieben wird. Das Schiff wurde vom Germanischen Lloyd mit „100 A5 E1 mit Freibord 2,3 m“ und der Eisklasse E1 klassifiziert. Die Deutschland ist heute das einzige Hochseekreuzfahrtschiff, das unter deutscher Flagge fährt. Heimathafen ist Neustadt in Holstein. Das Schiff ist als Traumschiff in der gleichnamigen Fernsehserie bekannt geworden. Seit 2007 ist die Deutschland auch Drehort für den Traumschiff-Ableger Kreuzfahrt ins Glück.
Die anstehenden Reisen bis zum Werfttermin werden wie geplant durchgeführt. Darüber hinaus wird die umfängliche Fortführung des Geschäfts angestrebt und ein neues Finanzierungskonzept erarbeitet. „Wir mussten eine neue Sanierungsphase einleiten. Ich bin aber sehr optimistisch, die DEUTSCHLAND langfristig in ein sicheres Fahrwasser zu bringen. Wir werden nun die Kapitalstruktur bereinigen. Eine meiner ersten großen Aufgaben wird sein, die Finanzierung für die Werft zu sichern, damit unser Schiff noch in diesem Jahr auf Weltreise gehen kann“, sagt Wolfram Günther.

Die Verschlechterung der Liquiditätssituation nach der ersten Gläubigerversammlung der MS Deutschland am 8. Oktober 2014 sowie nicht vorhandene mittelfristig notwendige weitere Finanzierungszusagen waren die Ursachen für eine sich unerwartet schnell entwickelnde negative Finanz- und Vermögenslage.

„Die seit 2013 eingeleiteten Maßnahmen haben bereits Früchte getragen, aber noch nicht zum notwendigen Erfolg geführt. Unsere Buchungszahlen für 2015 sind sehr gut. Gleichzeitig steht die Bereinigung der Kapitalstruktur noch aus. Die heute eingeleitete Eigenverwaltung gibt uns die notwendige Zeit und den Handlungsspielraum, die anstehenden Themen zu lösen“, sagt Wolfram Günther.
In der vorläufigen Eigenverwaltung sind die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter für drei Monate durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert.

Details zu den geplanten Sanierungsschritten werden voraussichtlich auf der Gläubigerversammlung am 12. November 2014 in München präsentiert und auf einer sich anschließenden Pressekonferenz am 13. November 2014 in Hamburg."

Quelle:
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
- mit Dank -

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