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Agentur für Arbeit Lübeck

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Chancen nutzen: Noch zahlreiche freie Ausbildungsplätze

30. Oktober 2014 (HL-Red-RB) 1.080 freie Ausbildungsplätze in Schleswig-Holstein: Besonders im Einzelhandel, im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie im Handwerk werden noch Auszubildende gesucht. „Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist auch auf die Kompromissbereitschaft der jungen Menschen und der Betriebe angewiesen. Beide müssen sich bewegen, damit keine Chancen verschenkt und Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben.“ (Margit Haupt-Koopmann).


Für Jugendliche bedeutet dies: Interessante Alternativen zum Wunschberuf
durch berufliche Flexibilität und regionale Mobilität
 Für Arbeitgeber: Statt Ausbildungsplätze unbesetzt zu lassen, jungen
Menschen mit ‚Startschwierigkeiten‘ eine Chance zu geben
In Schleswig-Holstein haben sich im Berichtszeitraum Oktober 2014 bis September 2014 19.675 Jugendliche in den regionalen Arbeitsagenturen als Bewerber gemeldet.
Von ihnen waren Ende September noch 1.810 ohne Ausbildungsvertrag. Im gleichen Zeitraum wurden 18.095 Ausbildungsplätze gemeldet. 1.080 konnten bis Ende September nicht besetzt werden.
„Die aktuell laufenden Nachvermittlungsaktionen von Arbeitsagenturen und Kammern zeigen, dass noch gute Aussichten bestehen, bis zum Jahresende einen Ausbildungsplatz zu finden“, betonte Margit-Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (30.10.2014). „Ich kann nur an alle Jugendlichen appellieren, die noch suchen: Verschenkt keine Chancen! Konzentriert Euch nicht auf einen Wunschberuf! Seid flexibel! Bei entsprechender regionaler Mobilität gibt es unter den noch über 1.000 unbesetzten Ausbildungsplätzen interessante Alternativen.“
Einstiegschancen gebe es vor allem im Einzelhandel, im Hotel- und Gaststätten sowie im Handwerk. Haupt-Koopmann forderte alle noch unversorgten Jugendlichen auf, gemeinsam mit ihrer regionalen Berufsberatung über neue Perspektiven nachzudenken. „Bei mehr als 300 Ausbildungsberufen gibt es mit Sicherheit attraktive Alternativen, die den eigenen Fähigkeiten und Interessen entsprechen.“
An die Betriebe in Schleswig-Holstein, die freie Ausbildungsplätze bisher noch nicht besetzt haben, appellierte Haupt-Koopmann: „Sie wissen, dass die Nachwuchssicherung ein zentraler Standortfaktor ist. Angesichts der sich abzeichnenden Fachkräfteengpässe ist es in Ihrem Eigeninteresse, möglichst alle angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen.“
Nicht nur die Jugendlichen müssten flexibel sein, hier seien auch die Betriebe gefordert. Dazu gehöre es auch, manche Bewerbungsunterlage nicht vorschnell zur Seite
zu legen. „Schauen Sie sich auch Jugendliche an, die Sie nicht auf den ersten Blick
überzeugen. Häufig - und dies kann ich nicht oft genug wiederholen - wird mancher Bewerber auf den zweiten Blick zur ersten Wahl.“
Wichtig sei es allerdings auch, die Unterstützungsangebote der Arbeitsagenturen und Jobcenter noch stärker zu nutzen. „Wir werben in den Betrieben besonders für zwei Angebote: die Einstiegsqualifizierung (EQ), ein Langzeitpraktikum, und die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH). Nutzen sie dieses Angebot! Speziell die Einstiegsqualifizierung
ist ein Erfolgsmodell, da anschließend zwei von drei Teilnehmern in eine Ausbildung einmünden.“
Abschließend forderte Haupt-Koopmann alle Schülerinnen und Schüler auf, die im Jahr 2015 ihre Schulzeit beenden, sich frühzeitig über die sie interessierenden Ausbildungsberufe zu informieren. „Ich möchte hier nicht nur unsere Internetangebote unter www.planet-berufe.de. und www.abi.de sowie die Berufsinformationszentren der regionalen Arbeitsagenturen erwähnen. Noch wichtiger ist es, bereits jetzt einen Gesprächs-
termin mit der örtlichen Berufsberatung zu vereinbaren. Je früher dies passiert, desto größer sind die Chancen, den gewünschten Ausbildungsplatz zu bekommen.“
Info I: Daten Ausbildungsmarkt S-H (Ende September 2014)
 Unversorgte Bewerber/-innen: 1.810 / Vorjahr: 1.562
 Unbesetzte Ausbildungsplätze: 1.080 / Vorjahr: 860
Info II: Top 10 der unbesetzten Ausbildungsplätze
 Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel: 91
 Fachverkäufer/Fachverkäuferin: Schwerpunkt Bäckerei: 89
 Koch/Köchin: 78
 Verkäufer/Verkäuferin: 78
 Friseur/Friseurin: 69
 Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau: 55
 Hotelfachmann/Hotelfachfrau: 49
 Bäcker/in: 40
 Anlagenmechaniker/in: Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: 38
 Fachkraft Gastgewerbe: 33
Info III: Ansprechpartner/-innen
 Einen Beratungstermin bei der Berufsberatung können Jugendliche unter der
gebührenfreien Service-Rufnummer 0800-45555-00 vereinbaren.
 Für die Meldung zusätzlicher Ausbildungsplätze oder bei Fragen zu den genannten Förderangeboten können Personalverantwortliche die Arbeitgeberservice-
Rufnummer 0800-45555-20 nutzen.

Quelle:
Internet: www.arbeitsagentur.de
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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