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Agentur für Arbeit Lübeck

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Neue Ausstellung über Neofaschismus im Gewerkschaftshaus

28. Oktober 2014 (HL-Red-RB) Hans Ernst Böttcher, Präsident des Landgerichts Lübeck i. R., eröffnete am Montagabend eine neue Ausstellung im Gewerkschaftshaus: "Neofaschismus in Deutschland". Er rief zur Wachsamkeit gegenüber rechter Propaganda auf: Der ver.di Bezirk Lübeck/Ostholstein hatt die Ausstellung des VVN-BdA nach Lübeck geholt: "Die neu überarbeitete und akutalisierte Austellung benennt und dokumentiert Tendenzen und Netzwerke des Neofaschismus in Deutschland und zeigt damit, warum es heute wichtig ist und auch noch notwendig bleibt."

Die Vorsitzende Kerstin Graw und Bezirksgeschäftsführer Jörg Wilczek hatten die Ausstellung bereits auf der 4. Bezirkskonferenz im September in den Media Docks Lübeck präsentiert. Daher habe sich eine Fortsetzung nun im Gewerkschaftshaus angeboten, um auch einer breiteren Öffentlichkeit Gelegenheit zu einem Besuch zu geben. Die Ausstellung wird noch bis zum 18. November 2014 im Foyer gezeigt.

Ausstellungseröffnung "Neofaschismus in Deutschland" - die Neue - im Lübecker Gewerkschaftshaus am Holstentorplatz - so hieß es in der Einladung des ver.di Bezirks Lübeck/Ostholstein, zu der weiter ausgeführt wurde "Die neu überarbeitete und akutalisierte Austellung benennt und dokumentiert Tendenzen und Netzwerke des Neofaschismus in Deutschland und zeigt damit, warum es heute wichtig ist und auch noch notwendig bleibt. Gerstern Abend begrüßten Vorsitzende Kerstin Graw und Bezirksgeschäftsführer/in: Jörg Wilczekzu der Veranstaltung und verwiesen sogleich darauf, dass diese bereits aus Anlass der 4. Bezirkskonferenz im September in den Media Docks Lübeck präsentiert wurde. Von daher hatte eine Fortsetzung nun im Gewerkschaftshaus angeboten, um auch einer breiteren Öffentlichkeit Gelegenheit zu einem Besuch zu geben. Die Ausstellung wird also noch bis zum 18. November 2014 im Foyer gezeigt. Vor allem soll diese dazu anregen, diese nicht nur hier – und durchaus auch erneut gemeinsam mit Freunden und Nachbarn zu besuchen, sondern diese selbst für eigene Veranstaltungen anzufordern. Gerade für Schulen bietet sich dies für den Gemeinschaftskundeunterricht an.

Auch Hans Enrst Böttcher, Präsident des Landgerichts Lübeck i. R. stellte in seinen diese Stunde begleitenden Ausführungen die Ausstellungs-Vorgabe "...wachsam gegen jede Form neofaschistischer Propaganda und deren Politik zu sein" voran. Er blickte in einem Zeitraffer auf vor allem die Zeit nach dem Krieg zurück, in der die „ehemaligen“ Nazionalsozialisten oftmals in verantwortlichen Positionen verblieben oder diese übernahmen, was durchaus auch für Bereiche wie Politik und sogar die Justiz galt und lange Zeit andauerte. Ein überbrachtes Gedankengut, das sich leider bis heute nicht überlebt zu haben scheint, wie die Kreise der Neo-Nazis und vor allem mit der „NSU“ dies belegen. Zumal sich längst herausgestellt hat, dass zu Letzterer es in Ermittlung und Aufklärung es in der Zusammenarbeit zwischen den behördlichen Fachbereichen bis hin zum Geheimdienst gemangelt haben dürfte.

Selbst die Entscheidungen der Gerichte auf Verbotsanträgen durch die betroffenen Städte wie Lübeck gegen Neonazi-Demos machen gelegentlich den Eindruck, als sei Justitia auf dem rechten Auge blind. Hans Ernst Böttcher lobte aber die erfolgreichen Bemühungen etwa der Gegen-Initiativen, die in der jüngsten Vergangenheit Demos in der Hansestadt so eingeschränkt werden konnten, dass auf "Aufmärsche" ganz verzichtet wurde. Allerdings, so betonte dieser weiter, muss das nach wie vor bestehende Problem, also ein Dauerproblem“, ständig sensibilisiert betrachtet und darauf reagiert werden durch Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz. Bei Entscheidungsanträgen müssen die Erfahrungen gebündelt werden und dürfen nicht „versacken“. Hilfreich dazu wären dazu Fort- und Weiterbildungen aller, die in einem Verantwortungsbereich in diesem Zusammenhang stehen. So in dieser Stadt bis hin in die Bürgerschaft.

Was diese Ausstellung will
In Deutschland werden Menschen beschimpft, geschlagen oder ermordet, weil sie aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer Lebensweise nicht in das Bild passen, das Nazis vom »Deutschen« haben.
Über 180 Todesopfer hat die neofaschistische und rassistische Gewalt seit 1990 bereits gefordert, möglicherweise ein Mehrfaches davon – weil Hinweise auf neofaschistische Tatmotive nicht verfolgt wurden.
Die Ausstellung will dazu beitragen, dass Neofaschismus nicht auf Dauer zum Alltag gehört. Sie informiert über dessen Ideologie und Praxis und benennt Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns.<

Im Foyer des Gewerkschaftshauses liegen Flyer, die über Weiteres zur Ausstellung informieren. Außerdem geben Ausführungen über www.neofa-ausstellung.vvn-bda.de weitere Hinweise.






ver.di - Bezirksvorsitznde Kerstin Graw und Bezirksgeschäftsführer Jörg Wilczek




Hans Ernst Böttcher fordert auch von der Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz einen sensiblen Umgang mit der Thematik.












"Gruppenbild" mit Vertreterinnen und Vertretern von ver.di Bezirk und Land swie VVN


Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck


Was diese Ausstellung will - so zitiert aus dem VVN-BdA - Flyer:
"In Deutschland werden Menschen beschimpft, geschlagen oder ermordet, weil sie aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer Lebensweise nicht in das Bild passen, das Nazis vom »Deutschen« haben.
Über 180 Todesopfer hat die neofaschistische und rassistische Gewalt seit 1990 bereits gefordert, möglicherweise ein Mehrfaches davon, weil Hinweise auf neofaschistische Tatmotive nicht verfolgt wurden.
Die Ausstellung will dazu beitragen, dass Neofaschismus nicht auf Dauer zum Alltag gehört. Sie informiert über dessen Ideologie und Praxis und benennt Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns."

Im Foyer des Gewerkschaftshauses liegen Flyer aus, die über Weiteres zur Ausstellung informieren. Außerdem geben Ausführungen über www.neofa-ausstellung.vvn-bda.de weitere Hinweise. So auch, dass und wie diese abgefordert werden kann. Beipielsweise auch durch Schulen und damit für deren Gemeinschaftskunde-Unterricht.


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