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Verband Deutscher Freier Öffentlicher Sparkassen tagte in Lübeck

26. September 2014 (HL-Red-RB) Der Verband der Deutschen Freien Öffentlichen Sparkassen e. V. tagte am Freitag in Lübeck. Im Rahmen des Verbandsgeschehens wurde Frank Schuhmacher, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse zu Lübeck, neu in den Vorstand gewählt. Schumacher übernimmt den Platz von Wolfgang Poetschke, dem Aufsichtsratschef der Lübecker Sparkasse.

Die deutschen Sparkassen sind aufgrund ihres regionalen Geschäftsmodells ein Stabilitätsanker für die mittelständische Wirtschaft und bei ihrer Refinanzierung von den internationalen Kapitalmärkten praktisch unabhängig. Gleichwohl trifft sie die gleiche regulatorische Wucht wie große, an den weltweiten Kapitalmärkten tätige Geschäfts- und Investmentbanken. Eine Bankenregulierung sollte viel stärker zwischen den verschiedenen Geschäftsmodellen und Risikoprofilen von Großbanken und regional agierenden Instituten unterscheiden. In Europa wurde dies bisher verfehlt. Das ist eine der wesentlichen Erkenntnisse auf der Jahrestagung des Verbandes der Deutschen Freien Öffentlichen Sparkassen vom 26. September 2014 in Lübeck.








Frank Schuhmacher mit seinen Vorstandskollegen Dr. Tim Nesemann und Dr. Harald Vogelsang. Links Dr. Gerhard Fabisch, Präsident des österreichischen Sparkassenverbandes, der "außerordentliches Mitglied" des Tagesverbandes ist.




Wolfgang Poetschke, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Sparkasse zu Lübeck - nun "eingereiht" in die Verbandsversammlung nach der Wahl von Frank Schumacher in den Verbandsvorstand.


Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck


"Die zuständigen Institutionen sollten im Sinne einer wirksamen Regulierung zuvorderst die Kreditinstitute wirtschaftlich belasten, die durch ihre Geschäftsmodelle und internationalen Verflechtungen systemische Risiken aufweisen", sagt Dr. Tim Nesemann, Präsident des Verbandes der Deutschen Freien Öffentlichen Sparkassen und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bremen. "Stattdessen sollen regionale Kreditinstitute wie Sparkassen und Genossenschaftsbanken neben der Eigenvorsorge in einen europäischen Bankenabwicklungsfonds einzahlen, obwohl sie aufgrund ihrer vorgeschalteten Institutssicherungssysteme theoretisch selbst nie Mittel aus diesem Fonds abrufen können", merkt der Finanzexperte kritisch an. "Das ist mit europäischen Grundwerten wie Eigenverantwortung und Wettbewerb nicht vereinbar, denn die Gewinne aus den riskanten Geschäften verbleiben somit zu einem Großteil immer noch allein bei den Eigentümern der internationalen Großbanken, während für mögliche Verluste weiterhin Dritte haften müssen".

Quelle:
Verband/Red.

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