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DNHK: Bundesweite Einführung Lang-Lkw neu abwägen

25 September 2014 (HL-Red-RB) Bundesländer, die sich bislang gegen die Lang-Lkw gestellt haben, sollten ihre Position noch einmal überdenken: Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) fordert die Bundesländer auf, die Einführung von so genannten Lang-Lkw neu zu bewerten. Grundlage ist der soeben vorgelegte Zwischenbericht der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) über die Testphase der bis zu 25 Meter langen Gespanne. „Die ersten Resultate belegen, dass die Diskussion in Deutschland jahrelang ideologisch überfrachtet war“, sagt DNHK-Geschäftsführer Günter Gülker. Es sei an der Zeit, eine bundesweite Einführung nun ernsthaft zu diskutieren. „Die Bundesländer, die sich bislang gegen die Lang-Lkw gestellt haben, sollten ihre Position noch einmal überdenken“, so Gülker. Lange Lkw könnten den Verkehr entlasten, Staus vermeiden und dank 20 Prozent weniger Spritverbrauch der Umwelt nutzen. „Angesichts immer größerer Mengen von Fracht, die nicht alle über Wasser und Schiene transportiert werden können, ist eine solche Entlastung der Straßen unbedingt zu empfehlen“, so der DNHK-Chef.
Die Auslandshandelskammer hatte sich bereits zu Beginn des Feldversuchs für eine bundesweite Testphase eingesetzt. Besonders die rot-grün regierten Bundesländer wenden sich bislang gegen die Laster, die bis zu 25 Meter messen – sieben Meter länger als bislang üblich. Nur acht Bundesländer nehmen seit zweieinhalb Jahren an dem laufenden Test teil. Gegen die Lkw wurden vor allem Bedenken geäußert, weil sie Brücken und Straßen zusätzlich belasten könnten. Genau diese Einschätzung widerlegt nun der Zwischenbericht der Bundesanstalt für Straßenwesen. Auch fahrzeugtechnische oder besondere verkehrsbezogene Probleme habe es bei den 80 getesteten Fahrzeugen nicht gegeben. Alle am Versuch beteiligten Fahrer befürworten laut dem Bericht eine zeitlich unbegrenzte Zulassung der Lang-Lkw.

2016 endet die Testphase. Dann könnte der Lang-Lkw bundesweit genehmigt werden. „Das wäre auch ein positives Signal an die vielen Transporteure, die Deutschland als Durchgangsland für ihre Waren nutzen und seit Jahren längere Lkw in ihren eigenen Ländern verwenden“, so Gülker. In den Niederlanden etwa sei der Lang-Lkw bereits erfolgreich in Gebrauch. Dort trage er schon heute dazu bei, dass insgesamt weniger Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs seien. Niederländische Spediteure klagen darüber, dass sie in Deutschland ihre Fahrzeuge nicht einsetzen dürfen. „Es wäre schade, wenn in Deutschland aus Prinzipienreiterei eine Chance für bessere Mobilität vergeben würde“, findet Gülker. „Jetzt geht es darum, die konkreten Ergebnisse auf der Straße zu bewerten und ohne Vorbehalte zu einer neuen Abwägung zu kommen.“

Quelle:
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
vom 2014-09-24
- mit Dank -

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