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Agentur für Arbeit Lübeck

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Leichte Bewegung auf dem Arbeitsmarkt zum Ende der Sommerpause

29. August 2014 (HL-Red-RB) Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juni 2014 zurück gegangen und zum August 2013 gestiegen. Die Belebung auf dem Arbeitsmarkt fällt geringer aus als im Vorjahr, da sich die Sommerpause durch den späteren Ferienbeginn verschoben hat.
„Mehr als die Hälfte der Arbeitslosen hat keine abgeschlossene Berufsausbildung. Gut ausgebildete Arbeitnehmer werden zwar auch arbeitslos, finden aber schneller wieder eine neue Stelle. Eine fundierte Ausbildung ist ein wichtiger Grundstein für die berufliche Zukunft. Um Jugendlichen die guten regionalen Möglichkeiten aufzuzeigen, organisieren wir Ausbildungsmessen. Die nächste findet am 25. September 2014 in der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg statt. Aber auch für junge Menschen ab 25 Jahren sprechen gute Gründe für eine Berufsausbildung. Fachkräfte werden deutlich besser entlohnt als angelernte Arbeitskräfte und sie werden seltener arbeitslos. Wer sich mehr zutraut und beruflich mehr erreichen möchte, der sollte die Gelegenheit nutzen und seinen Berufsabschluss in Angriff nehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Betreuer in der Arbeitsagentur oder im Jobcenter“, wirbt Wolfgang Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Lübeck.

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 16.692 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 258 (1,5 Prozent) weniger als im Vormonat und 185 (1,1 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen ging zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte zurück und stieg zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozentpunkte auf 8,0 Prozent an.

Im August 2014 wurden 1.008 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 5 oder 0,5 Prozent weniger als im Vormonat und 170 oder 14,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn bei 9.501 Stellen Arbeitskräfte gesucht, 767 oder 8,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 4.197, das sind 100 (2,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 298 (7,6 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III‑Arbeitslosenquote lag bei 2,0 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 12.495 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 158 (1,2 Prozent) gegenüber Juli 2014. Im Vergleich zum August 2013 ging die Arbeitslosigkeit um 113 (0,9 Prozent) zurück. Die anteilige SGB II‑Arbeitslosenquote betrug 6,0 Prozent.

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden in der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 22.103 Personen befanden sich im August 2014 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 77 Personen oder 0,3 Prozent gestiegen.





Arbeitsmarkt Regional

Im Vergleich zum Vormonat ging die Arbeitslosigkeit außer im Bezirk der Dienststelle Timmendorfer Strand in allen Regionen des Agenturbezirkes zurück. Im Vorjahresvergleich gab nur in der Hansestadt Lübeck einen Rückgang.

In der Hansestadt Lübeck waren Ende August 2014 11.055 Arbeitslose gemeldet, 148 (1,3 Prozent) weniger als vor einem Monat und 3 (0,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 10,2 Prozent zurück.

2.362 Arbeitslose und damit 71 (2,9 Prozent) weniger als im Vormonat und 148 (6,7 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende August 2014 8.693 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 77 (0,9 Prozent) weniger als im Juli 2014 und 151 (1,7 Prozent) weniger als im August 2013.

Im Kreis Ostholstein waren Ende August 2014 5.637 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 110 oder 1,9 Prozent weniger als im Vormonat und 188 oder 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 5,6 Prozent an.

1.835 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 29 (1,6 Prozent) weniger als im Juli 2014 und 150 (8,9 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 3.802 Arbeitslose gemeldet, das waren 81 (2,1 Prozent) weniger als im Vormonat und 38 (1,0 Prozent) mehr als vor einem Jahr.


Im Bezirk der Arbeitsagentur Eutin waren im August 2014 1.788 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 15 (0,8 Prozent) gegenüber dem Vormonat zurück und stieg um 13 (0,7 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert an. Die Arbeitslosenquote betrug 7,5 Prozent (Vorjahr 7,6 Prozent). Es meldeten sich 298 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 315 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 49 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Neustadt ging die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juli 2014 um 28 (3,3 Prozent) zurück und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 44 (5,8 Prozent) auf 808 Personen an. Die Arbeitslosenquote betrug 5,0 Prozent (Vorjahr 4,8). Dabei meldeten sich 188 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 218 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im August 76 neue Stellen.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Oldenburg waren im August 2014 1.321 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 21 oder 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück und stieg um 3 oder 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Vorjahr 5,3 Prozent. Dabei meldeten sich 292 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 313 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 74 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von Juli 2014 auf August 2014 um 8 (1,1 Prozent) auf 730 Frauen und Männer gestiegen. Das waren 66 (9,9 Prozent) Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent (Vorjahr 4,4 Prozent). Dabei meldeten sich 166 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 161 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im August 62 neue Stellen.


Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Beratungsjahres im Oktober 2013 nahmen 2.558 (+23) Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit Lübeck in Anspruch. 720 (+75) Jugendliche suchten Ende August noch eine Stelle.

Von den Betrieben wurden 3.173 (+205) Ausbildungsstellen angeboten. Davon waren Ende August 2014 noch 792 (+28) offen. Rechnerisch kamen damit 1,0 (Vorjahr 1,1) noch offene Stelle auf einen unversorgten Bewerber.

„Trotz des rechnerischen Ausgleichs, passen nicht immer die Anforderungen der Stellen und die Wünsche der Bewerber zusammen. Kompromissbereitschaft auf Seiten der Unternehmen, aber auch die Bereitschaft der jungen Menschen, offen zu sein für Alternativen, ist hier erforderlich. Dann kann auch nach dem offiziellen Ausbildungsbeginn im September noch in eine Ausbildung gestartet werden“, ergänzt Werner.



Wolfgang Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Lübeck


Gute Chancen gibt es zum Beispiel noch in Berufsfeldern der Fertigung wie Energietechnik, Feinwerk- und Werkzeugtechnik oder Verpackungstechnik, in Ernährungsberufen wie Fleischer/in oder Koch/Köchin, im Hotel- und Gastgewerbe wie Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau oder Fachkraft im Gastgewerbe, in Dienstleistungsberufen wie Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Groß- und Außenhandel oder Versicherungen oder Friseur/in, in Bauberufen wie Maurer/in oder Maler- und Lackierer/in sowie in Gesundheitsberufen wie Altenpfleger/in oder Gesundheits- und Krankenpfleger/in.

Darüber hinaus gibt es in Lübeck und Ostholstein natürlich noch viele andere interessante Berufe, an die oft gar nicht gedacht wird wie zum Beispiel Glasveredler/in, Oberflächenbeschichter/in, Packmitteltechnologe/in oder Steinmetz/in. Ein Termin bei der Berufsberatung lohnt sich, um alle Möglichkeiten kennen zu lernen.


Quelle:
Agentur für Arbeit Lübeck
www.arbeitsagentur.de

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