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Konjunkturumfrage Tourismus: Optimistischer Saison- Start

22. Juli 2014 (HL-Red-RB) Das schleswig-holsteinische Gastgewerbe geht mit positiver Stimmung in die Saison – trotz drohender Staus durch einen engen Ferienkorridor und Baustellen auf den norddeutschen Autobahnen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Konjunkturumfrage Tourismus der IHK Schleswig-Holstein, in deren Rahmen zweimal jährlich mehr als 2.000 Unternehmen zu ihrer geschäftlichen Lage und ihren Zukunftsaussichten befragt werden.

Der touristische Konjunkturklimaindex liegt derzeit – auf einer Skala von 0-200 – bei 117,5 Punkten und hat im Vergleich zum Vorjahr um 19,9 Punkte zugelegt. Besonders gut fielen die Ergebnisse für die Städte aus. Hier liegt der Index bei 130,5 Punkten (Vorjahr: 101,4). Diese Entwicklung folgt dem bundesweiten Trend zum Städtetourismus, der für Schleswig-Holstein saisonverlängernd wirkt und auch die Segmente Kultur- und Shoppingtourismus mit attraktiven Angeboten bedient. Auf Platz zwei des Index-Rankings liegt die Ostseeregion mit 119,8 Punkten, gefolgt von der Nordsee (113,3 Punkte) und dem Binnenland (111,2 Punkte).

Die aktuelle Geschäftslage schätzt ein Großteil der befragten Unternehmen positiv ein. So sprechen 36 Prozent von einer guten, 50 Prozent von einer befriedigenden und nur 14 Prozent von einer schlechten Lage. Auch die Zukunftserwartungen sind optimistischer als 2013 (Vorjahreswerte in Klammern): 24 Prozent erwarten eine Verbesserung des Geschäftsverlaufs (22 Prozent), 64 Prozent erwarten keine Veränderungen (55 Prozent) und nur zwölf Prozent eine Verschlechterung (23 Prozent). Für 33 Prozent der befragten Unternehmen hat sich auch die Umsatzentwicklung verbessert. Nur 23 Prozent sprechen von rückläufigen Umsätzen. In Anbetracht der Tatsache, dass dieser Wert im Vorjahr noch bei 43 Prozent lag, ist dies als ausgesprochen positiv zu bewerten.


Schwerpunkt Gesundheitstourismus:
Unternehmen haben Bedeutung noch nicht erkannt

Einen wichtigen Schwerpunkt in der neuen Tourismusstrategie des Landes Schleswig-Holstein bildet der Gesundheitstourismus. Mit einer Verknüpfung des ersten und zweiten Gesundheitsmarktes lassen sich in Schleswig-Holstein in vielfältiger Weise touristische Angebote entwickeln, die hervorragend zu den Zielgruppen der neuen Tourismusstrategie des Landes passen. Gesundheitstourismus ist ein Querschnittsthema, das mit entsprechender Intensität bearbeitet werden sollte. Für die Betriebe des Gastgewerbes spielt es anscheinend bislang aber nur eine untergeordnete Rolle.
Für lediglich zwölf Prozent der Unternehmen ist dieses touristische Segment sehr interessant. 48 Prozent halten es für weniger bedeutend, für 40 Prozent ist es derzeit noch uninteressant. Nur zehn Prozent der befragten Unternehmen haben im Betrachtungszeitraum von November 2013 bis April 2014 in gesundheitstouristische Angebote investiert. Eine Trendwende in dieser Grundhaltung ist vorerst offenbar nicht zu erwarten: Zwar gehen 47 Prozent der Befragten davon aus, dass gesundheitstouristische Angebote im Allgemeinen künftig an Bedeutung gewinnen werden, aber nur 12 Prozent wollen in Zukunft in diesem Segment investieren.

Im Rahmen der Umsetzung der neuen Tourismusstrategie „Schleswig-Holstein 2025“ wird der Kooperation zwischen der Gesundheits- und der Tourismuswirtschaft jedoch besondere Beachtung geschenkt werden müssen. Es gilt, für die wachsende Zielgruppe der Gesundheitsurlauber buchbare Angebote zu entwickeln und zugleich Wachstumschancen zu nutzen.


Quelle:
IHK Schleswig-Holstein
Die IHK Schleswig-Holstein ist die Arbeitsgemeinschaft der IHKs Flensburg, Kiel und Lübeck. Die IHK Schleswig-Holstein ist seit 1. Januar 2006 der zentrale Ansprechpartner für alle Fragestellungen zum Thema Wirtschaft, die mehr als nur regionale Bedeutung haben. Zu diesen Themen bündelt sie die Meinung der drei IHKs in Schleswig-Holstein, so dass diese gegenüber Politik und Verwaltung mit einer Stimme für die Wirtschaft im Lande sprechen. Die IHK Schleswig-Holstein nimmt die Interessen von 175.000 Unternehmen mit rund 750.000 Arbeitnehmern wahr.

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