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Chancen gemeinsam nutzen: Absichtserklärung unterzeichnet

15. Juli 2014 (HL-Red-RB) Länderübergreifenden Kooperationsrat Fehmarnbelt-Achse in Lübeck gegründet: Die feste Fehmarnbelt-Querung hilft, das Nordeuropa zusammenwächst. Die Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen rücken zusammen. Um die Zusammenarbeit an der Fehmarnbelt-Achse zu intensivieren und Chancen gemeinsam zu nutzen, haben der Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Reinhard Meyer, der Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch, der Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, Lars Schöning, der Landrat des Kreises Ostholstein, Reinhard Sager, die Landrätin des Landkreises Nordwestmecklenburg, Kerstin Weiss, die Landrätin des Kreises Segeberg, Jutta Hartwieg, der Landrat des Kreises Stormarn, Klaus Plöger, der Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg, Gerd Krämer sowie der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Bernd Saxe, heute im Lübecker Rathaus einen sogenannten Letter of Intent unterzeichnet.
In dieser Absichtserklärung vereinbaren die Partner, sich zukünftig über ihre jeweiligen Aktivitäten regelmäßig zu unterrichten und mögliche gemeinsame Maßnahmen, wie zum Beispiel bei der Gewerbeflächenentwicklung, dem weiteren Abbau von Barrieren auf dem Arbeitsmarkt, dem kulturellen Austausch oder im Tourismus abzustimmen. Dazu wird ein bundesländerübergreifender „Kooperationsrat Fehmarnbelt-Achse“ eingerichtet, der die grundlegende Ausrichtung der Zusammenarbeit und gemeinsame Maßnahmen beraten und entscheiden soll. Dem Kooperationsrat werden Landräte der schleswig-holsteinischen Kreise, des Landkreises Nordwestmecklenburg, der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, der Staatsrat der Hamburger Wirtschaftsbehörde, der Staatssekretär des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministeriums und der Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck angehören.
„Die mit der festen Fehmarnbelt-Querung verbundenen Potenziale und Chancen lassen sich nur gemeinsam nutzen. Eine gute Zusammenarbeit an der Fehmarnbelt- Achse ist dafür eine Voraussetzung. Heute haben wir den Grundstein gelegt. Ich freue mich auf die Fortsetzung und Ausdehnung der Zusammenarbeit“, so Landrat Reinhard Sager.
Senator Frank Horch: „Zum ersten Mal bewegen sich die Metropolregion Hamburg und die Metropolregion Kopenhagen/Malmö aufeinander zu. Der Tunnel wird große Chancen für die Entwicklung zwischen Hamburg und Kopenhagen bieten. So können wir gemeinsam mit Dänemark Perspektiven entwickeln, die eine weitere Internationalisierung unserer Region bedeuten. Das wird uns wirtschaftlich und kulturell ungemein voranbringen.“
Wirtschaftsminister Meyer betonte, dass nach Fertigstellung des Tunnels und dem Ausbau der Schienen- und Straßenverbindung beiderseits des Belts, die Vogelfluglinie als kürzeste Verbindung zwischen Skandinavien und dem Festland zu einer der leistungsstärksten Transportachsen von und nach Skandinavien werde:„Eine gute Infrastruktur ist Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand der gesamten Region. Durch die feste Fehmarnbelt-Querung ergeben sich neue Möglichkeiten, zum Beispiel bei der grenzüberschreitenden Beschäftigung, bei Forschung und Entwicklung etwa im Bereich Life Sciences oder auch im Tourismus.“
„Die Kooperation an der A1-Achse ist sinnvoll und notwendig. Sie hat bereits entscheidende Impulse für die Landesentwicklungsachse gegeben. Sehr deutlich belegen die engen wirtschaftlichen Verflechtungen, dass wir über die A1-Achse nicht ohne eine Beteiligung Hamburgs und Nordwestmecklenburgs nachdenken können. Die heute erweiterte Kooperation von Wirtschaft, Politik und Verwaltung ist ein weiterer Schritt zur Entwicklung dieses gemeinsamen Wirtschaftsraumes“, betonte Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck.
Seit der Erweiterung der Metropolregion Hamburg zum 1. Mai 2012 können nunmehr erstmalig alle deutschen Gebietskörperschaften auf der Fehmarnbelt-Achse in einem einzigen Forum in Erwartung der Fertigstellung des Tunnels 2021 Vorbereitungen treffen und die erforderlichen Maßnahmen einleiten, um das weitere Zusammenwachsen von Deutschland und Dänemark zu unterstützen.

Quelle:
Hansestadt Lübeck / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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