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Zuversicht prägt Ausbildungsmarkt 2009 - Betriebe halten Kurs

18. März 2009 (Kiel/HL-red.) 72 Prozent der Unternehmen wollen ihr Ausbildungsengagement im Jahr 2009 konstant halten oder ausbauen. Demgegenüber planen knapp 28 Prozent eine Verringerung ihres Ausbildungsangebots. So lautet das Ergebnis einer Online-Umfrage der IHKs in Schleswig-Holstein, an der sich knapp 700 Ausbildungsunternehmen beteiligt haben. »Wir sind zuversichtlich, dass wir das Ausbildungsangebot im laufenden Jahr trotz der Krise weitgehend stabil halten können«, so Margarete Böge, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein

Im letzten Jahr wurden landesweit
insgesamt 21.934 Ausbildungsverträge abgeschlossen, der größte Teil
davon (11.454 oder 52 Prozent) im Bereich Industrie, Handel und Dienstleistung.
Die Befragung zeige deutlich, dass Unternehmen die demografiebedingten Fachkräfteengpässe
für ihre Ausbildungsentscheidung stärker gewichten als die momentane
wirtschaftliche Lage. So hätten in der Umfrage 67 Prozent der Unternehmen
angegeben, dass die Sicherung des Fachkräftebedarfs entscheidenden
oder merklichen Einfluss auf ihre Ausbildungsentscheidung habe. Die Geschäftserwartungen
hätten hingegen nur bei gut 55 Prozent der Unternehmen entscheidenden
oder merklichen Einfluss auf das Ausbildungsplatzangebot.
Die IHK Schleswig-Holstein verweist in diesem Zusammenhang die Entwicklung
der Schulabgängerzahlen. Hier sei nach dem Rückgang im letzten Jahr für 2009
eine weitere Reduzierung um ca. 1.000 Schüler (3,2 Prozent) zu erwarten. Dadurch
dürften sich die Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz in
diesem Jahr stabilisieren.
Den zunehmenden Fachkräfteengpass belege die Tatsache, dass im zurückliegenden
Jahr fast 20 Prozent der antwortenden Unternehmen nicht alle angebotenen
Ausbildungsplätze besetzen konnten. 2007 waren es noch 15 Prozent. Hauptursache
sei, dass entweder keine oder keine geeigneten Bewerbungen vorlagen.
Zunehmende Probleme bei der Bewerbergewinnung belegen Aussagen der Betriebe
über wesentliche Ausbildungshemmnisse. Als Hemmnis Nummer ein nennen
67 Prozent der Unternehmen hier mangelnde Ausbildungsreife der Schulabgänger; 2008 waren es noch 60 Prozent. Die größten Mängel sehen Unternehmen
im mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen (58 Prozent), bei elementaren
Rechenfertigkeiten (52 Prozent), bei der Leistungsbereitschaft und Motivation
(50 Prozent), je 46 Prozent beklagen mangelnde Belastbarkeit und Disziplin.
Daneben spielt mit 29 Prozent auch die »unsichere wirtschaftliche Perspektive«
als Hemmnis eine deutlich größere Rolle als mit 13 Prozent im Vorjahr.
18.03.2009/Bs

Quelle: IHK SH

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