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Agentur für Arbeit Lübeck

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Arbeitslosigkeit geht weiter zurück

28. Mai 2014 (HL-Red-RB) Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, waren im Mai 2014 weniger Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vormonat und Vorjahr. „Die Saisonbelebung hat sich fortgesetzt und wir konnten die niedrigste Arbeitslosigkeit in einem Maimonat der letzten 20 Jahre verzeichnen. Ich gehe davon aus, dass es auch im Juni einen leichten Rückgang geben wird, bevor die gewohnte Sommerpause auf dem Arbeitsmarkt eintritt. Leider profitieren davon nicht alle Personengruppen. Bei den über 50-Jährigen sind mehr Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vorjahr. Nahezu jeder Dritte Arbeitslose ist in unserem Agenturbezirk älter als 50. Sie haben es nach wie vor schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Ich kann Unternehmen nur empfehlen, von den klassischen Tugenden wie Loyalität und Zuverlässigkeit ebenso zu profitieren wie von der Lebens- und Berufserfahrung dieser Altersgruppe“, erklärt Markus Dusch, Geschäftsführer für den operativen Bereich in der Arbeitsagentur Lübeck.





Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 16.605 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 750 (4,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 105 (0,6 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen ging um 0,4 Prozentpunkte zum Vormonat und 0,1 Prozentpunkt zum Vorjahr auf 7,9 Prozent zurück. Im Mai 2014 wurden 941 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 136 oder 12,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei 2.711 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 178 oder 6,2 Prozent weniger als im Mai 2013. Eine rückläufige Arbeitskräftenachfrage gab es insbesondere im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung.

Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) fiel die Arbeitslosigkeit erstmals dieses Jahr unter die 4.000-Grenze. 3.956 Frauen und Männer waren arbeitslos gemeldet, 420 (9,6 Prozent) weniger als im Vormonat und 242 (5,8 Prozent) weniger als im Vorjahr. Die anteilige SGB III‑Arbeitslosenquote lag bei 1,9 Prozent (Vorjahr 2,0 Prozent).

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 12.649 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 330 (2,5 Prozent) gegenüber April 2014. Im Vergleich zum Mai 2013 stieg die Arbeitslosigkeit um 137 (1,1 Prozent) an. Die anteilige SGB II‑Arbeitslosenquote betrug wie im Vorjahr 6,0 Prozent.

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden in der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 22.344 Personen befanden sich im Mai 2014 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 744 Personen oder 3,2 Prozent gesunken.


Arbeitsmarkt Regional

Im Vergleich zum Vormonat ging die Arbeitslosigkeit in allen Regionen des Agenturbezirkes zurück. Im Vorjahresvergleich gab es nur in der Dienststelle Timmendorfer Strand einen leichten Anstieg.

In der Hansestadt Lübeck fiel die Arbeitslosigkeit erstmals dieses Jahr unter die 11.000-Grenze. Ende Mai 2014 waren 10.884 Arbeitslose gemeldet, 235 (2,1 Prozent) weniger als vor einem Monat und 76 (0,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Prozentpunkte zum Vormonat und 0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 10,0 Prozent zurück. Damit hat Lübeck den zweiten Monat in Folge die niedrigste Arbeitslosenquote der kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein.

2.230 Arbeitslose und damit 127 (5,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 112 (4,8 Prozent) weniger als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende Mai 2014 8.654 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 108 (1,2 Prozent) weniger als im April 2014 und 36 (0,4 Prozent) mehr als im Mai 2013.

Auch im Kreis Ostholstein waren dieses Jahr erstmals weniger als 6.000 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Ende Mai 2014 waren 5.721 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 515 oder 8,3 Prozent weniger als im Vormonat und 29 oder 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,5 Prozentpunkte zum Vormonat auf 5,7 Prozent zurück und blieb zum Vorjahr unverändert.

1.726 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 293 (14,5 Prozent) weniger als im April 2014 und 130 (7,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 3.995 Arbeitslose gemeldet, das waren 222 (5,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 101 (2,6 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Eutin waren im Mai 2014 1.788 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 79 (4,2 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 10 (0,6 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 7,5 Prozent (Vorjahr 7,7 Prozent). Es meldeten sich 261 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 337 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 116 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Neustadt ist die Arbeitslosigkeit von April 2014 auf Mai 2014 um 133 (14,1 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 42 (4,9 Prozent) auf 810 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 5,0 Prozent (Vorjahr 5,4 Prozent). Dabei meldeten sich 191 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 319 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Mai 92 neue Stellen.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Oldenburg waren im Mai 2014 1.380 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 214 oder 13,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 55 oder 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 5,6 Prozent (Vorjahr 5,8 Prozent). Dabei meldeten sich 290 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 504 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 97 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.


Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von April 2014 auf Mai 2014 um 79 (9,7 Prozent) auf 738 Personen gefallen. Das waren 7 (1,0 Prozent) Frauen und Männer mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Vorjahr 4,9 Prozent. Dabei meldeten sich 155 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 233 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Mai 67 neue Stellen.

Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Beratungsjahres im Oktober 2013 nahmen 2.100 (+35) Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit Lübeck in Anspruch. 1.107 (-1) Jugendliche suchten Ende Mai noch eine Stelle.

Von den Betrieben wurden 2.903 (+193) Ausbildungsstellen angeboten. Davon waren Ende Mai 2014 noch 1.757 (+221) offen. Rechnerisch kamen damit 1,6 noch offene Stellen auf einen unversorgten Bewerber. Im Vorjahr waren es 1,4 Stellen pro Bewerber.

Gute Chancen gibt es zum Beispiel noch in Fertigungsberufen wie Elektroniker/in oder Mechatroniker/in, in Ernährungsberufen wie Bäcker/in, Fleischer/in oder Koch/Köchin, im Hotel- und Gastgewerbe wie Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau, Fachmann/-frau für Systemgastronomie oder Fachkraft im Gastgewerbe, in Dienstleistungsberufen wie Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Groß- und Außenhandel, Spedition – und Logistikdienstleistungen oder Versicherungen, Fachkraft Lagerlogistik oder Gebäudereiniger/in, in Bauberufen wie Maurer/in, Tiefbaufacharbeiter/in, Straßenbauer/in oder Maler- und Lackierer/in und in Gesundheitsberufen wie Altenpfleger/in oder Gesundheits- und Krankenpfleger/in.

„Darüber hinaus gibt es in unserem Bezirk natürlich noch viele andere interessante Berufe, an die oft gar nicht gedacht wird wie zum Beispiel Glasveredler/in, Steinmetz/in, Orthopädieschuhmacher/in oder Sattler/in, um nur einige zu nennen. In vielen Fällen kann durch den Abschluss einer Ausbildung auch bereits ein höherer Schulabschluss erreicht werden. Lassen Sie sich zu den Möglichkeiten auf unserem Ausbildungsmarkt beraten und warten Sie nicht zu lange. Der Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt hat bereits begonnen. Nehmen Sie gleich Kontakt zur Berufsberatung auf“, rät Dusch.

Quelle:
Agentur für Arbeit Lübeck
www.arbeitsagentur.de

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