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MdB Gabriele Hiller-Ohm (SPD) zum morgigen "Frauentag"

07. März 2014 (HL-Red-RB) Am 8. März 2014 ist der 103. Weltfrauentag. Der Internationale Frauentag/Weltfrauentag steht diesmal in Deutschland unter dem Eindruck von zwei Themen: „Gewalt gegen Frauen“ und „Frauen in der Arbeitswelt“. Dazu erklärt die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD):
„Laut einer europaweiten Studie ist jede dritte Frau in der EU schon einmal körperlicher und / oder sexueller Gewalt ausgesetzt gewesen. Das sind 62 Millionen betroffene Frauen. Deutschland liegt mit 35 Prozent Frauen, die schon einmal Opfer waren, im Mittelfeld, knapp über dem europäischen Durchschnitt von 33 Prozent. Das ist für Deutschland ein alarmierendes Ergebnis, zumal auch eine hohe Dunkelziffer angenommen werden muss – also Frauen, die Gewalt erfahren haben, diese aber nicht anzeigen. Das kann aus falscher Scham sein oder weil sie unter Druck gesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund müssen Hilfsangebote für Frauen weiter verbessert werden. Der Zugang zu Bildungsangeboten, Frauenhäusern und Einrichtungen, die sich für die Interessen und den Schutz von Frauen einsetzen, sollte für alle Frauen gewährleistet sein. Einsparungen aus finanziellen Gründen dürfen nicht gelten. Deutschland sollte die Istanbul-Konvention, ein Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, ratifizieren – bislang haben dies nur Österreich, Italien und Portugal getan.

Aber das Thema „Frauen in der Arbeitswelt“ bleibt zentral: Der Anteil an erwerbstätigen Frauen steigt in Deutschland. Von 63 Prozent in 2000 auf 72 Prozent 2012. Damit belegt Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Staaten den achten Platz. Das ist auf den ersten Blick eine begrüßenswerte Entwicklung. Jedoch bleiben einige Wermutstropfen. In den Bereichen „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, „Vollzeitbeschäftigung“ und „Frauen in Führungspositionen“ ist die Gleichstellung in Deutschland noch weit entfernt. Der Anteil der weiblichen Vorstände der DAX-30 Konzerne ist im letzten Jahr sogar zurück gegangen. Hier müssen wir die im Koalitionsvertrag vereinbarte Geschlechterquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte umsetzen. Ebenso die dort vereinbarten Maßnahmen und Verpflichtungen, um Entgeltgleichheit endlich herzustellen.

Für beide Themen ist auch die Europapolitik wichtig. Wir brauchen europaweite Standards für eine geschlechtergerechte Arbeitswelt und für den Schutz von Frauen vor Gewalt. Deswegen ist die Europawahl am 25. Mai 2014 auch eine wichtige Wahl für die Frauen- und Gleichstellungspolitik. Der Internationale Frauentag soll daher auch ein Aufruf sein für die Gleichstellung – jetzt europa- und weltweit.“


www.hiller-ohm.de

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