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Tourismuswirtschaft fordert verlängerte Ferienzeiträume

30.10.2008. Auf einer gemeinsamen Sitzung der Tourismusausschüsse des Landes hat die Tourismuswirtschaft Schlewig-Holsteins in Wacken in großer Einigkeit ihre Kritik an den neuen Ferienregelungen bekräftigt.

Im Beisein der Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Tourismus, Marlene Mortler (CSU), der Kieler Staatssekretärin Karin Wiedemann sowie Bundes-und Landtagsabgeordneten aus Schleswig-Holstein forderten die Ausschussmitglieder vor allem eine Verlängerung der beschlossenen Ferienzeiträume.

In dem Beschluss der Kultusministerkonferenz wurden die Erwartungen der Wirtschaft nach einem entzerrten Verfügungszeitraum von 90 Tagen nicht erfüllt. Im Gegenteil: Ab 2011 beträgt die größtmögliche Zeitspanne für die Sommerferien maximal 84 Tage, 2014 werden es sogar nur noch 70 sein. »Das ist Gift für unsere Tourismuswirtschaft. Wir sind von einer Verbesserung der bisherigen Situation ausgegangen und wir bekommen eine deutliche Verschlechterung«, sagte Peter Michael Stein, Federführer Tourismus der IHK Schleswig-Holstein. Er bemängele vor allem die Ausnahmeregelungen für Bayern und Baden-Württemberg, denen in einem ansonsten rollierenden System konstant der späteste Ferienzeitraum zugestanden wird. »Wenn jetzt auch Nordrhein-Westfalen aus diesem alternierenden System aussteigt, reduziert sich der übrig bleibende Zeitraum für die restlichen Bundesländer umso mehr«, so Peter Michael Stein weiter.

»Es kann nicht sein, dass der Tourismuswirtschaft des Landes durch eine Verengung des Ferienzeitraumes unnötig Probleme bereitet werden«, sagte Professor Dr. Bernd Rohwer, Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein. Aus seiner Sicht sind nicht nur die Anbieter von den veränderten Ferienregelungen negativ betroffen, auch die Kunden werden Nachteile verspüren. »Durch den konzentrierten Terminplan ist eine Überfüllung der Verkehrswege und Unterkünfte die logische Folge.

Was das für den Erholungswert bedeutet, dürfte jedem Urlauber klar sein. Bei einer Umsetzung des Beschlusses gäbe es jede Menge Verlierer, aber keine Gewinner«, betonte Professor Dr. Bernd Rohwer.

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