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Konjunktur-Förderung: Närrischer Prunk für die Strandpromenade?

25. Februar 2009 (HL-red.). Auch der Lübecker BUNT zeigt sich wenig amüsiert über das Vorhaben von Bürgermeister Saxe 7 Millionen in den Spazierweg zwischen Maritim und Mövenstein zu investieren und bemerkt dazu: "Die unabhängige Bürgervereinigung Lübecker BUNT zeigt sich empört über die Absicht von Bürgermeister Saxe, mit Geld aus dem Konjunkturprogramm II noch in diesem Jahr 7 Millionen Euro in die Verschönerung der Strandpromenade in Travemünde zu stecken. „Wir haben das Gefühl, dass unserer Stadtspitze zunehmend abhebt und mit immer lächerlicheren Aktivitäten auf Biegen und Brechen bundesweit in die Negativschlagzeilen kommen möchte“, sagt Bürgerschaftsmitglied Dr. Hildegund Stamm. Einen Bedarf für derartige Investitionen aus Steuergeldern könne der BUNT nicht erkennen. Wegen eines schöneren Plattenbelages komme kein einziger zusätzlicher Besucher in Lübecks Ostseebad.

„Schließung von Schwimmbädern, Jugendzentren, Museen und wichtigen Kultureinrichtungen stehen uns bevor - jedenfalls wenn es nach dem Willen von Bürgermeister Saxe geht“, sagt die BUNT-Vorsitzende. Der selbe Mann schlage jetzt jedoch ernsthaft vor, die 1,7 Kilometer lange Seepromenade in Travemünde mit neuen schicken Platten pflastern zu lassen und für über 7 Millionen Euro zu verschönern!

Begründung: Man müsse dem Grömitzer Prunkmarmor und dem Timmendorfer Chic nun endlich etwas entgegensetzen. Das ist kein verspäteter Faschingswitz, wie man meinen könnte, sondern ein ernsthafter Antrag, den Saxe jetzt nach Kiel schicken will, um eine Förderung im Rahmen des Konjunkturprogramms II zu bekommen. Wir wären ja auch schön blöd, wenn wir darauf verzichten würden, dieses Geld - Saxe rechnet mit über 5 Millionen Euro Zuschuss - zu kassieren.

Damit das Ganze nicht zu absurd klingt und sofort als neuer Schildbürgerstreich von durchgeknallten Lübecker Politikern enttarnt wird, werden noch schnell Nebelkerzen produziert und über die Skandalszenerie geworfen: Die Strandpromenade sei „abgängig“, so wird behauptet, sie drohe wegen Unterspülung einzustürzen, diene dem Hochwasserschutz - und außerdem müssten die Treppen zum Strand endlich behindertengerecht gestaltet werden.

„Ein kompletter Stuss das Ganze, der uns Bürger nur wütend macht!“, sagt Stamm. „Denn wo kommt das Geld letztlich her? Aus den Taschen der Steuerzahler.“ Und an einen solchen Unsinn sollte in Zeiten der Finanzkrise ein Bürgermeister nicht einmal denken. Tue er aber doch, was wiederum ein vortreffliches Beispiel dafür ist, wie unsere Hansestadt geführt wird. [textende]

Weitere Informationen über den Lübecker BUNT: E-Mail info@luebeckerbunt.de "

Quelle: Lübecker BUNT
Unabhängige und überparteiliche
Bürgervereinigung Lübeck

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