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Agentur für Arbeit Lübeck

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Agentur für Arbeit Lübeck: Arbeitsmarkt mit Licht und Schatten

01. Oktober 2013 (HL-Red-RB) Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat saisonbedingt zurück gegangen und zum Vorjahr gestiegen. „Die Herbstbelebung fiel dieses Jahr schwächer aus als in der Vergangenheit und es sind bereits erste saisonbedingte Arbeitslosmeldungen erfolgt. Im Kreis Ostholstein ist die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr allerdings noch rückläufig, während es in der Hansestadt Lübeck einen spürbaren Anstieg gab. Es macht sich eine geringere Aufnahmefähigkeit am Arbeitsmarkt bemerkbar, was sich auch in den Stellenmeldungen widerspiegelt. Viele Betriebe haben in den letzten Jahren mehr Personal eingestellt und die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in Lübeck und Ostholstein kontinuierlich auf den Stand von vor 20 Jahren gestiegen. Dieses eingearbeitete Personal wird nun gehalten und weniger neu eingestellt. Mit einem starken Rückgang der Arbeitslosigkeit ist vorerst nicht mehr zu rechnen. Auf dem Arbeitsmarkt, der sich generell in einer guten Grundverfassung befindet, treten strukturelle Probleme nun deutlicher zu Tage. Einerseits können Stellen wegen fehlender Eignung nicht nachbesetzt werden, während andererseits Personengruppen wie Ältere oder Geringqualifizierte keine Stelle finden. Die Beseitigung dieser Mismatch-Arbeitslosigkeit wird künftig noch stärker im Fokus stehen müssen“, erläutert. Wolfgang Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Lübeck



Wolfgang Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Lübeck


Insgesamt waren 16.394 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 113 (0,7 Prozent) weniger als im Vormonat und 511 (3,2 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen blieb unverändert zum Vormonat bei 7,9 Prozent (Vorjahr 7,8 Prozent). Im September wurden 1.016 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 45 oder 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei 2.714 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 197 oder 6,8 Prozent weniger als im September 2012.

Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 3.896, das sind 3 (0,1 Prozent) weniger als im Vormonat und 200 (5,4 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III‑Arbeitslosenquote lag bei 1,9 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 12.498 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 110 (0,9 Prozent) gegenüber August 2013. Im Vergleich zum September 2012 stieg die Arbeitslosigkeit um 311 (2,6 Prozent) an. Die anteilige SGB II‑Arbeitslosenquote betrug 6,0 Prozent.



Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden in der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 21.849 Personen befanden sich im September 2013 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 419 Personen oder 1,9 Prozent gesunken.





Arbeitsmarkt Regional



Der Arbeitsmarkt entwickelte sich in den Regionen des Agenturbezirkes Lübeck unterschiedlich. Im Vergleich zum Vormonat ging die Arbeitslosigkeit außer in den Bezirken Neustadt und Oldenburg zurück. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten nur die Dienststellen in Neustadt, Oldenburg und Timmendorfer Strand einen Rückgang.



In der Hansestadt Lübeck waren Ende September 10.960 Arbeitslose gemeldet, 98 (0,9 Prozent) weniger als vor einem Monat und 613 (5,9 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkt auf 10,2 Prozent zurück (Vorjahr 9,8 Prozent). Da die Entwicklung auch in anderen Regionen ähnlich verlief, behält Lübeck die niedrigste Quote der kreisfreien Städte im Land.

2.165 Arbeitslose und damit 49 (2,2 Prozent) weniger als im Vormonat und 248 (12,9 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende September 8.795 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 49 (0,6 Prozent) weniger als im August 2013 und 365 (4,3 Prozent) mehr als im September 2012.



Im Kreis Ostholstein waren Ende September 5.434 Arbeitslose gemeldet, das waren 15 (0,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 102 (1,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert zum Vormonat bei 5,4 Prozent und war 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr.

1.731 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 46 (2,7 Prozent) mehr als im August und 48 (2,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 3.703 Arbeitslose gemeldet, das waren 61 (1,6 Prozent) weniger als im Vormonat und 54 (1,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Eutin waren im September 1.741 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 34 (1,9 Prozent) gegenüber dem Vormonat zurück und stieg um 8 (0,5 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert an. Die Arbeitslosenquote betrug 7,4 Prozent (Vorjahr 7,5 Prozent). Es meldeten sich 351 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 391 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 154 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Neustadt ist die Arbeitslosigkeit von August auf September um 3 (0,4 Prozent) angestiegen und im Vergleich zum Vorjahr um 3 (0,4 Prozent) auf 767 Personen zurück gegangen. Die Arbeitslosenquote bleib unverändert zum Vormonat bei 4,8 Prozent (Vorjahr 5,0 Prozent). Dabei meldeten sich 204 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 199 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im September 56 neue Stellen.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Oldenburg waren im September 1.358 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 40 oder 3,0 Prozent gegenüber dem Vormonat an und ging um 79 oder 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 5,5 Prozent (Vorjahr 5,9 Prozent). Dabei meldeten sich 341 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 307 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 64 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von August auf September um 1 (0,2 Prozent) auf 663 Personen zurück gegangen. Das waren 15 (2,2 Prozent) Frauen und Männer weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,4 Prozent (Vorjahr 4,6 Prozent). Dabei meldeten sich 184 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 189 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im September 42 neue Stellen.



Ausbildungsmarkt



„Nach wie vor positiv sind die Aussichten auf dem Ausbildungsmarkt. Aktuelle Daten liegen uns zurzeit nicht vor, weil die Jahresbilanzen zum Ausbildungsmarkt für eine bundesweite Veröffentlichung vorbereitet werden. Dennoch gibt es zum Beispiel noch in Fertigungsberufen wie Anlagenmechaniker/in oder Elektroniker/in, in Ernährungsberufen wie Bäcker/in oder Koch/Köchin, im Hotel- und Gastgewerbe wie Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau, Fachmann/-frau für Systemgastronomie oder Fachkraft im Gastgewerbe, in Dienstleistungsberufen wie Verkäufer/in, Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk, Kaufmann/-frau im Einzelhandel oder Friseur/in, Gebäudereiniger/in sowie in weiteren interessanten Berufen gute Chancen für dieses Jahr. Es liegen auch bereits zahlreiche Stellen für das nächste Jahr vor. Schulabgänger 2014 sollten nicht zu lange warten und sich mit der Berufsberatung in Verbindung setzten“, ergänzt Werner.


Quelle inkl. Grafik:
Agentur für Arbeit Lübeck
www.arbeitsagentur.de

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