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Hiller-Ohm: Für mehr Nachhaltigkeit und gute Arbeit im Tourismus

27. September 2013 (HL-Red-RB) Anlässlich des heutigen 34. Welttourismustages erklärt die Lübecker Bundestagsabgeordnete und stellvertretende tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Gabriele Hiller-Ohm: „Die Deutschen haben im Jahr 2012 fast 70 Millionen Urlaubsreisen unternommen, die mindestens fünf Tage lang waren. 7 von 10 Reisen gingen ins Ausland. 35 Prozent aller Urlaubsreisen der Deutschen führten in die Mittelmeerregion, mehr als 7 Prozent waren Fernreisen.

Ziel des Welttourismustags ist es, die Bedeutung des Tourismus hervorzuheben und auf dessen soziale, wirtschaftliche, politische und kulturelle Werte hinzuweisen. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Tourismus und Wasser – unsere gemeinsame Zukunft sichern“.

Der Tourismus spielt weltweit für viele Länder eine wichtige Rolle für Wirtschaft und Arbeitsplätze – kann aber gleichzeitig auch Umweltschäden verursachen. Durch den Tourismus entstehen nicht nur mehr Treibhausgase, auch Ressourcen – wie zum Beispiel Wasser – werden in Tourismusregionen knapp. In Europa sind besonders die Mittelmeeranrainer seit vielen Jahren von Wasserknappheit betroffen, die sich durch einen nicht nachhaltigen Tourismus weiter verschärft.

Seit einigen Jahren ist ein Bewusstseinswandel bei Reisenden eingetreten. Inzwischen ist rund ein Drittel der Reisenden bereit, für nachhaltigen Tourismus auch höhere Preise in Kauf zu nehmen. Auch bei den Investitionen der Unternehmen zeigt sich ein Umdenken. Diese Entwicklung muss politisch begleitet und befördert werden – in Deutschland, aber auch auf europäischer Ebene.

Nachhaltigkeit heißt auch soziale Verantwortung wahrzunehmen. Dabei gilt es soziale Standards für die Menschen, die in der Tourismusbranche arbeiten, verbindlich zu machen, um weltweit für menschenwürdige Arbeit zu sorgen. Deutschland steht hier als langjähriger Reiseweltmeister besonders in der Verantwortung – und muss Vorreiter sein. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich für gute Arbeits- und Ausbildungsbedingungen in der heimischen Tourismusbranche ein. Besonders im Gastgewerbe, wo sich jeder Zweite mit einem Minijob oder kurzfristiger Saisonarbeit über Wasser halten muss und mehr als 150.000 Beschäftigte zusätzlich auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind, ist ein seit langem von der SPD geforderter flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro dringend notwendig.“

Quelle:
Gabriele Hiller-Ohm, MdB | SPD-Bundestagsfraktion
www.hiller-ohm.de

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