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Agentur für Arbeit Lübeck

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Standortentwicklungsprojekt “KaiLine HL“: Chance nicht genutzt

01. September (HL-Red-RB) Bernd Jorkisch, Vorsitzender des Landesfachausschusses Wirtschaft der CDU Schleswig-Holstein, übermittelte folgenden Beitrag: Die Metropolregion Hamburg mit der HanseBelt-Region als Ostseezugang ist eine der bedeutendsten und wirtschaftsstärksten Regionen in Deutschland. Aktuell leben rund 5 Millionen Menschen in der Metropolregion Hamburg. Mit ihrer Lage im Schnittpunkt der wichtigsten europäischen Verkehrsachsen zwischen Skandinavien, West-, Ost-, und Südeuropa gehört sie zu den wettbewerbsfähigsten Regionen Europas. Dem Ostseeraum sind als erster strategischer EU-Makroregion hervorragende wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungschancen prognostiziert worden. Durch die vor der absehbaren Realisierung stehende „Feste Fehmarnbelt-Querung“ entsteht eine neue attraktive Magistrale zwischen den europäischen Kraftzentren Hamburg und Malmö/ Kopenhagen. Die Hansestadt Lübeck, attraktives Oberzentrum der HanseBelt-Region und neues Mitglied der Metropolregion Hamburg, stellt mit dem größten deutschen Ostseehafen, der Funktion als Logistikdrehscheibe im Norden, ergänzt durch ihren maritimen Charakter und ihren außergewöhnlichen Reichtum an kulturellen Zeugnissen einen wichtigen Kristallisationspunkt auf der Entwicklungsachse Hamburg/Öresund dar. Lübeck trägt parallel ganz nennenswert zur Attraktivität Schleswig-Holsteins bei.

Die Hansestadt Lübeck besitzt Lagegunst, das ist das Fazit des zuvor Beschriebenen. Lübeck wird weiter das Interesse inländischer und ausländischer Investoren wecken und könnte sich über Zuzüge Fremder freuen, wenn verlässliche Rahmenbedingungen erkennbar werden. Das KaiLine-Projekt fand bundesweite Beachtung, weil eine solche exponierte „Zentrums-Wasser-Lage“ kaum zu finden ist in der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Es gab 2011 in Lübeck eine Bürgerschaftsentscheidung zum Bebauungsplan, zur Erschließungsplanung und zur Investorensuche. Eine europaweite Ausschreibung schloss sich an und lieferte einen Gewinner unter den möglichen Investoren. Dieser Investor wiederum führte einen Architektenwettbewerb durch, der mittels einer Lübecker Jury entschieden wurde. Nun, wo es um die Umsetzung ging, hat die Lübecker Bürgerschaft eine Kehrtwende gemacht und alles, was im Vorfeld intensiv geprüft und entschieden wurde, ad acta gelegt. Nach dieser belastenden Entscheidung - das neue rot-grün-blaue „Regierungsbündnis“ votierte gegensätzlich - gilt es einen Imageschaden für die Hansestadt Lübeck abzuwenden, denn für Investoren haben sich die Umsetzungsbedingungen entscheidend verschlechtert. Die allgemeine Verlässlichkeit der Politik scheint in der Hansestadt nicht mehr gewährleistet zu sein. Die „KaiLine-Idee“ war ein Standortentwicklungsprojekt mit Strahlkraft weit über die Grenzen der Hansestadt Lübeck hinaus. Das Oberzentrum Lübeck hätte durch eine zielführende Bebauung der nördlichen Wallhalbinsel zweifelsfrei gestärkt werden können. Lübeck könnte mit dem Wohn- und Erlebnisort KaiLine weiter an Attraktivität gewinnen und parallel wichtige Impulse für Tourismus, Zuwanderung und Co. auslösen. Ein Investitionsvolumen von 150 bis 200 Millionen Euro und dessen positive wirtschaftliche Auswirkungen für die gesamte Region - denken wir allein an die entsprechenden Aufträge an die verschiedenen Handwerksbetriebe - werden nun leider nicht mehr generiert werden können. Das KaiLine-Projekt war zweifelsfrei eine Chance für Lübeck – nun ist diese Standortoptimierungsmöglichkeit vorerst vertan und kann somit nicht mehr zu einer zeitnahen intelligenten Stadtentwicklung beitragen. Neue Impulse für den Wirtschaftsstandtort Lübeck sind nun gefragt, um Vertrauen zurückzugewinnen und den Blick für die Zukunft, die es aktiv zu gestalten gilt, nicht zu verlieren."

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