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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Juli 2013

31. Juli 2013 (HL-Red-RB) • Aktuelle Daten: 101.400 Arbeitslose - leichtes Plus im Vergleich zum Juli 2012 • Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt bei 6,8 Prozent • Deutlicher Anstieg gegenüber dem Vormonat Juni: + 3.800 oder 3,9 Prozent • „Der Anstieg ist jahreszeitlich üblich. Die Zahl der Arbeitslosen steigt im Juli nicht nur durch quartalsbedingte Kündigungen, darüber hinaus werden in der Sommerpause in vielen Branchen Einstellungen bis nach den Ferien aufgeschoben.
Entscheidend ist jedoch, dass sich viele Jugendliche nach Abschluss der Schul- oder Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos melden.“
(Margit Haupt-Koopmann) • Weiterhin verhaltene Arbeitskräftenachfrage: - 11,3 Prozent im Vorjahresvergleich
• Anstieg bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung um 1,5 Prozent:
12.800 zusätzliche Jobs
• Ausbildungsmarkt: Noch 5.000 Ausbildungsplätze unbesetzt
In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli - im Vergleich zum Vormonat Juni - um 3.800 oder 3,9 Prozent gestiegen. Sie liegt aktuell bei 101.400. „Das ist für den Monat Juli eine übliche Entwicklung, die wir jedes Jahr registrieren“, sagte
Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (31. Juli 2013). „Die Zahl der Arbeitslosen steigt im Juli nicht nur durch quartalsbedingte Kündigungen, darüber hinaus werden in vielen Branchen Einstellungen bis
nach den Ferien aufgeschoben. Entscheidend ist jedoch, dass sich viele Jugendliche nach Abschluss der Schul- oder Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos melden.“
Deshalb sei der überproportionale Anstieg der Arbeitslosenzahl bei den unter 25-Jährigen
kein Grund zur Besorgnis. „Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vormonat Juni - in diesem Jahr um 2.400 - ist typisch. Ich möchte an die Arbeitgeber appellieren: Jetzt ist der beste Zeitpunkt, sich die frisch ausgelernten Fachkräfte zu sichern, die von ihren Ausbildungsbetrieben nicht übernommen wurden.“
Die Zahl der Stellenmeldungen bewegt sich auch weiterhin unter dem Niveau des Vorjahres.
„Seit Jahresbeginn wurden den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter 33.800 sozialversicherungspflichtige Arbeitsangebote gemeldet. Das ist
ein Minus von 11,3 Prozent oder 4.300 Stellen im Vorjahresvergleich. Hier hoffe ich auf eine größere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte. Speziell im Handel, im Gesundheitswesen,
dem Baugewerbe und dem Gastgewerbe bieten sich allerdings schon aktuell zahlreiche
Einstellungschancen“, so Haupt-Koopmann.
Auch die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung - es liegen die Mai-
Daten vor - verlaufe mit einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat positiv.
„12.800 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sind im Vergleich zum
Vorjahreswert entstanden. Ihre Gesamtzahl liegt nun bei 871.000. Insbesondere im Handel
(+ 4.100), bei den wirtschaftlichen Dienstleistungen (+3.000), im verarbeitenden Gewerbe
(+1.700) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+1.500) wurden zusätzliche Mitarbeiter
eingestellt. In der Energiewirtschaft (-1.000) und bei der Zeitarbeit (-800) gingen Arbeitsplätze verloren.“
Zum Abschluss ging Haupt-Koopmann auf den Ausbildungsmarkt ein. „Bei uns sind aktuell
noch 5.000 unbesetzte Ausbildungsplätze gemeldet. Ihnen stehen 5.500 unversorgte Jugendliche gegenüber. Besonders der Einzelhandel bietet noch zahlreiche freie Ausbildungsplätze.
Denen, die noch kurzfristig einen Ausbildungsplatz suchen, empfehle ich: Meldet euch bei der Berufsberatung für einen kurzfristigen Beratungstermin. Nutzt die Jobbörse der Arbeitsagentur im Internet. Unter wwww.arbeitsagentur.de findet ihr alle Angebote. Tipps rund um das Thema Bewerbung bietet die Seite www.planet-beruf.de.“ Kurz-Info I: Arbeitslosigkeit in Kreisen und Städten
Arbeitslosigkeit in den Kreisen
• Niedrigste Quote: Stormarn mit 4,2 Prozent
• Höchste Quote: Schleswig-Flensburg: mit 7,6 Prozent Arbeitslosigkeit in den Städten
• Niedrigste Quote: Lübeck mit 10,4 Prozent • Höchste Quote: Flensburg und Neumünster mit 11,1 Prozent Kurz-Info II: Ausbildungsmarkt - Juli 2013
• Bestand an unversorgten Bewerbern: 5.500
• Bestand an unbesetzten Ausbildungsplätzen: 5.000
TOP FIVE der unbesetzten Ausbildungsplätze
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 526
• Verkäufer/-in: 325
• Fachverkäuferin - Bäckerei: 284
• Koch/Köchin: 272
• Hotelfachmann/-frau: 189.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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