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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Juni 2013

27. Juni 2013 (HL-Red-RB) Aktuelle Daten: 97.600 Arbeitslose - 1.800 weniger als im Vormonat Mai • Jedoch Anstieg der Arbeitslosenzahl gegenüber dem Juni des Vorjahres um 1.100 oder 1,1 Prozent • Nach der verspäteten Frühjahrsbelebung: „Auf dem Arbeitsmarkt sind die Nachholeffekte geringer ausgefallen, als wir es erwartet haben.“(Margit Haupt-Koopmann).
• Plus bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Vorjahresvergleich: 12.000 zusätzliche Jobs
• Einstellungsbereitschaft der Betriebe weiter unter Vorjahresniveau:
- 12,3 Prozent bei den Stellenzugängen gegenüber dem Vorjahreszeitraum
• Endspurt am Ausbildungsmarkt: Noch 6.300 unbesetzte Ausbildungsplätze
In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Arbeitslosen im Juni - im Vergleich zum Vormonat Mai - um 1.800 oder 1,8 Prozent zurückgegangen. Sie liegt nun bei 97.600. Die Quote
beträgt 6,6 Prozent. Im Vormonat lag sie bei 6,7 Prozent. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres ist die Arbeitslosigkeit um 1.100 oder 1,1 Prozent angestiegen. „Auf dem Arbeitsmarkt sind die Nachholeffekte geringer ausgefallen, als wir es erwartet haben. Auf Grund der verspäteten Frühjahrsbelebung hatten wir uns für den Monat Juni mehr erhofft“, betonte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, am Donnerstag (27.06.2013) in Kiel. Darüber hinaus fehle es auch weiterhin an zusätzlichen konjunkturellen Impulsen, die sich positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken. „Wie schon im vergangenen Monat sorgt primär die saisonale Entwicklung -
besonders in den touristisch geprägten Kreisen - für sinkende Arbeitslosenzahlen.“ Dass die konjunkturellen Erwartungen der Betriebe noch verhalten seien, dokumentiere auch
die Zahl der gemeldeten Stellen. „Es ist zwar erfreulich, dass uns im Juni 600 sozialver-
sicherungspflichtige Stellen mehr gemeldet worden sind als im Vormonat Mai, doch im Vergleich zum Vorjahr haben wir noch ‚Nachholbedarf‘. Denn unseren Arbeitgeberservice-
teams wurden seit Jahresbeginn insgesamt 28.800 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das sind 12,3 Prozent oder 4.000 weniger als im Vorjahreszeitraum.“
„Nach wie vor sind in Schleswig-Holstein zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.“ Die vorliegenden
April-Daten zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zeigen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 1,4 Prozent oder 12.000 auf 866.800.
Besonders im Handel (+3.800), im Bereich der wirtschaftlichen Dienstleistungen (+2.700), im
verarbeitenden Gewerbe (+1.500) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+1.300) gab es
gegenüber dem April des Vorjahres Beschäftigungszuwächse. In der Zeitarbeit (-900) und im
Bereich Information und Kommunikation (-700) fielen Arbeitsplätze weg.
Zum Abschluss ging Haupt-Koopmann auf die Entwicklung am Ausbildungsmarkt ein. Seit
Oktober 2012 wurden den regionalen Arbeitsagenturen in Schleswig-Holstein insgesamt 15.800 Ausbildungsplätze gemeldet. Aktuell sind noch 6.300 Ausbildungsplätze unbesetzt. Ihnen stehen 6.700 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber gegenüber.
„Der Endspurt am Ausbildungsmarkt hat begonnen“, so Haupt-Koopmann. „Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres.“ Die Zahlen belegten, dass
für die noch nicht versorgten Bewerberinnen und Bewerber gute Chancen bestünden, auch
jetzt noch einen Ausbildungsvertrag zu erhalten. „Besonders im Einzelhandel sowie im Hotel-
und Gaststättengewerbe sind noch Stellen frei.“ „Denen, die bisher vergeblich einen Ausbildungsplatz gesucht haben, kann ich empfehlen: Meldet euch bei der Berufsberatung. Jeder erhält kurzfristig einen Beratungstermin. Nutzt
darüber hinaus die Jobbörse der Arbeitsagentur im Internet unter www.arbeitsagentur.de .
Wer noch Tipps rund um das Thema Bewerbung benötigt, ist auf der Seite www.planetberufe.de genau richtig.“
An die Betriebe appellierte sie: „Lassen Sie keine Ausbildungsstelle unbesetzt. Nutzen Sie die verbleibenden Wochen, um auch schwächeren Bewerbern eine Einstiegschance zu geben. Wir unterstützen Sie mit verschiedenen Angeboten, etwa der sogenannten
Einstiegsqualifizierung oder unseren ausbildungsbegleitenden Hilfen. Wenden Sie sich an die gemeinsamen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter. Dort werden Sie kompetent beraten.“
Info 1: Kreise und Städte
Die niedrigste Arbeitslosenquote unter den Kreisen findet man in Stormarn mit 4,0 Prozent, in Schleswig-Flensburg mit 7,5 Prozent die höchste. Unter den kreisfreien Städten hat Kiel mit 9,7 Prozent die geringste Quote, Flensburg mit 11,0 die höchste.
Info 2: Ausbildungsmarkt
TOP FIVE der aktuell unbesetzten Ausbildungsplätze
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 621
• Verkäufer/-in: 386
• Fachverkäufer/-in ‚Bäckerei‘: 327
• Koch/Köchin: 314
• Hotelfachmann/-frau: 228.


Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de



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