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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: April 2013

30. April 2013 (HL-Red-RB) „Frühjahrsbelebung weiterhin verhalten.“ (Margit Haupt-Koopmann) • Jedoch Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat März um 4.000 oder 3,7 Prozent auf 103.000 • Geringfügiger Anstieg der Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich um 1,0 Prozent: + 1.000 • Saisonbeginn: Arbeitslosenzahlen in den Tourismusregionen sinken deutlich • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst um 1,5 Prozent: 12.900 zusätzliche Arbeitsplätze im Vorjahresvergleich • Weiterhin geringere Stellenzugänge: - 13,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum Im April ging die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein um 4.000 zurück. Sie liegt aktuell bei 103.000. Das entspricht einem Rückgang um 3,7 Prozent gegenüber dem Vormonat März. Im Vergleich zum April des Vorjahres stieg ihre Zahl leicht an: um 1.000 oder 1,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote sank von 7,4 Prozent im Vormonat März auf nunmehr 7,1 Prozent. Im April 2012 lag sie ebenfalls bei 7,1 Prozent. „Die Frühjahrsbelebung ist weiterhin verhalten. Allerdings bin ich erfreut, dass wir einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vormonat März - wenn auch unter Vorjahresniveau - melden können“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (30.04.2013) in Kiel.

„Besonders positiv ist, dass alle Altersgruppen im Vergleich zum Vormonat von der sinkenden Arbeitslosigkeit profitieren. Ob
unter 25 oder 50 und älter - im Vergleich zum März ging bei allen die Arbeitslosigkeit zurück.“
Die Gruppe der Männer konnte - wie schon im März - auch im Monat April überdurchschnittlich häufig die Arbeitslosigkeit beenden. „Das Minus von 2.500 oder 4,2 Prozent ist saisontypisch, da speziell in den Baubetrieben und in den grünen Berufen neue Mitarbeiter eingestellt werden. Das Gleiche gilt, wenn auch nicht auf die Gruppe der Männer beschränkt, für die Tourismusbranche. Auch hier sorgt der Frühling für zahlreiche, jahreszeitlich übliche Beschäftigungschancen. So sind in den touristisch geprägten Kreisen Ostholstein
(-16,3 Prozent) und Nordfriesland (-14,8 Prozent) die Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat März deutlich zurückgegangen.“
Allerdings habe sich auch im April nichts an der vorsichtigeren Einstellungspolitik der Betriebe geändert. „Nach wie vor sind die unsicheren Konjunkturerwartungen bei den
aktuellen Stellenmeldungen bemerkbar. In Schleswig-Holstein wurden uns seit Jahresbeginn
18.500 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das sind 13,9 Prozent oder 3.000 weniger als im Vorjahreszeitraum.“
Erfreulich sei die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Sie - es
liegen die Februar-Daten vor - sei weiterhin positiv. „Das Plus von 12.900 zusätzlichen Arbeitsplätzen
- + 1,5 Prozent auf insgesamt 853.500 - zeigt, dass die wirtschaftliche Dynamik des Landes ungebrochen ist.“
Beschäftigungszuwächse konnten u.a. der Handel (+4.100), der Bereich wirtschaftliche Dienstleistungen (+2.900), das Gesundheits- und Sozialwesen (+1.800), das verarbeitende Gewerbe (+1.300) sowie das Gastgewerbe (+1.000) verzeichnen. In der Arbeitnehmerüberlassung (-900), im Bereich Logistik (-500) und der Informations- und Kommunikationstechnologie
(-500) gingen hingegen Arbeitsplätze verloren.
Zum Abschluss ging Haupt-Koopmann auf die Entwicklung am Ausbildungsmarkt ein. Sie
unterstrich, dass die jetzt vorliegenden April-Zahlen zeigten, dass für motivierte und flexible Schulabsolventinnen und Schulabsolventen sehr gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz bestehen. „Aktuell kommen auf 8.200 noch ‚unversorgte Bewerber‘ 8.400 freie Ausbildungsplätze. Besonders der Einzelhandel und das Handwerk bieten interessante Einstiegschancen.“
Info: Kreise und Städte
Die niedrigste Arbeitslosenquote unter den Kreisen findet man in Stormarn mit 4,3 Prozent,
in Schleswig-Flensburg mit 8,0 Prozent die höchste. Unter den kreisfreien Städten hat Kiel
mit 10,2 Prozent die geringste Quote, Flensburg mit 11,7 die höchste.

Info: Ausbildungsmarkt
TOP TEN der aktuell unbesetzten Ausbildungsplätze
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 795
• Verkäufer/-in: 531
• Fachverkäufer/-in: Bäckerei: 383
• Koch/Köchin: 357
• Elektroniker/-in: Energie- und Gebäudetechnik: 253
• Hotelfachmann/-frau: 252
• Anlagenmechaniker/-in: Sanitär und Klimatechnik: 237
• Restaurantfachmann/-frau: 227
• Friseur/-in: 219
• Bürokaufmann/-frau: 209.

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