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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Februar 2013

28. Feb. 2013 (HL-Red-RB) • Aktuell 109.700 Arbeitslose; niedrigster Wert in einem Februar seit 1993 • Rückgang der Arbeitslosenzahl um 1.000 im Vorjahresvergleich • Gegenüber dem Vormonat Januar jedoch Anstieg um 700 • „Dieser leichte Anstieg ist kein Grund zur Beunruhigung. Er ist saisonal typisch.“(Margit Haupt-Koopmann) • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt im Vorjahresvergleich an: 9.100 zusätzliche Jobs • Im Februar deutlicher Zuwachs bei den gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen: Gegenüber dem Januar ein Plus von 1.400 oder 37,7 Prozent • Bundesweite Initiative „AusBILDUNG wird was – Spätstarter gesucht“ auch für Schleswig-Holstein interessant. Gegenüber dem Vormonat Januar ist die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein um
700 oder 0,6 Prozent angestiegen. „Dieser leichte Anstieg ist kein Grund zur Beunruhigung. Er ist saisonal typisch“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (28.02.2013) in Kiel. „Wichtig ist für mich, dass wir mit aktuell 109.700 Arbeitslosen den niedrigsten Februar-Wert seit 20 Jahren melden können.“
Im Vergleich zum Februar des Vorjahres ist Zahl der Arbeitslosen um 1.000 oder 0,9 Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,6 Prozent, im Vorjahr lag sie bei 7,7
Prozent.
Wie robust der Arbeitsmarkt insgesamt sei, dokumentiere die Zunahme der sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigten. „Im Vergleich zum Vorjahr ist ihre Zahl um 9.100 oder
1,1 Prozent auf 858.300 gestiegen.“* Besonders im Handel (+3.200), im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen (+1.600) und im verarbeitenden Gewerbe (+1.100) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.
In der Zeitarbeit (-1.100) und im Bereich Lager und Logistik (-400) wurde Beschäftigung abgebaut.
Haupt-Koopmann hob besonders hervor, dass die Zahl der gemeldeten sozialversiche-
rungspflichtigen Stellen im Februar deutlich zugenommen habe. „Zwar haben wir insgesamt noch nicht das Vorjahresniveau erreicht, doch ich finde es erfreulich, dass wir gegenüber
dem Vormonat Januar ein Plus von 1.400 Stellen oder 37,7 Prozent melden können. Das ist auch im Vergleich mit den Februar-Daten des vergangenen Jahres ein ungewöhnlicher hoher Zuwachs. Damals stieg die Zahl der gemeldeten Stellen im Februar gegenüber dem Vormonat Januar nur um 19,3 Prozent oder 900 an.“
Insgesamt wurden den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und
Jobcenter seit Jahresbeginn 8.900 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Haupt-
Koopmann appellierte an alle Personalverantwortlichen: „Nutzen Sie ihren regionalen Arbeitgeberservice. Melden Sie dort weitere freie Ausbildungs- und Arbeitsplätze.“**
Abschließend erinnerte sie an die bundesweite Initiative „AusBILDUNG wird was - Spätstarter
gesucht“ der Arbeitsagenturen und Jobcenter. „Hierbei sind wir auch in Schleswig-
Holstein auf die Betriebe angewiesen. Es ist in ihrem eigenen Interesse, Ungelernte zwischen 25 und 35 - ob arbeitslos oder beschäftigt - für eine Erstausbildung zu gewinnen.
Allein unter den Arbeitslosen in dieser Altersgruppe sehe ich in Schleswig-Holstein ein Potenzial von 5.000 jungen Frauen und Männern. Es wäre schön, wenn wir gemeinsam unsere
häufig an ‚Defiziten‘ orientierte Wahrnehmung verändern könnten. Diese Gruppe braucht eine
zweite Chance.“
Info: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Die niedrigste Quote unter den Kreisen findet man in Stormarn mit 4,4 Prozent, die höchste in Dithmarschen mit 9,0 Prozent. Unter den Städten hat Kiel mit 10,2 Prozent die niedrigste Quote, Neumünster mit 12,0 Prozent die höchste.
* Es liegen die Dezember-Daten 2012 vor.
** Freie Ausbildungs- und Arbeitsplätze können dem Arbeitgeberservice der regionalen Arbeitsagentur unter der bundesweiten Service-Nummer für Arbeitgeber - 01801-66 44 66 - gemeldet werden. Festnetzpreis 3,9 ct/min: Mobilfunkpreise höchstens 42
ct/min.


Herausgeber:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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