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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Januar 2013

31. Januar 2013 (HL-Red-RB) • Saisonal bedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat De-zember um 10.600 oder 10,7 Prozent
• Aktuell: 109.000 Arbeitslose; Arbeitslosenquote liegt bei 7,5 Prozent
• Niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 1993
• Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt weiter an: 10.500 zusätzli-che Jobs im Vorjahresvergleich
• Trotz der insgesamt positiven Entwicklung macht sich zum Jahresanfang 2013 die nachlassende wirtschaftliche Dynamik bemerkbar
• Betriebe sind bei Neueinstellungen vorsichtiger; Zahl der gemeldeten offenen Stellen geht um 18,9 Prozent zurück
• „Ich gehe davon aus, dass wir im Laufe des Jahres - bei allen Unabwägbar-keiten der Euro-Krise - keinen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vorjahresver-gleich melden müssen. Wenn alle Arbeitsmarktpartner in Schleswig-Holstein ihre Anstrengungen weiter intensivieren, dann werden wir gemeinsam den prognostizierten, leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen verhindern - davon bin ich überzeugt.“ (Margit Haupt-Koopmann)
„Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar - im Vergleich zum Vormonat Dezember - um 10.600 oder 10,7 Prozent gestiegen. Sie liegt nun bei 109.000“, sagte Margit Haupt- Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord, heute in Kiel (31. Januar 2013).
„Dieser Anstieg ist jahreszeitlich üblich. Wie in allen Wintermonaten sind Auftragsrückgänge im Tourismusgeschäft sowie im Wohnungs-, Straßen- und Gartenbau für die steigenden Arbeitslosenzahlen verantwortlich.“ Das erkläre auch die überdurchschnittlichen Steigerungsraten in Ostholstein (+15,6 Prozent), Dithmarschen (+14,9 Prozent) und Nordfriesland (+14,5 Prozent).
Speziell im Vergleich mit dem Vorjahr zeige sich, wie stabil der Arbeitsmarkt in Schleswig- Holstein sei. „Mit aktuell 109.000 Arbeitslosen können wir einen Rückgang um 900 oder 0,8 Prozent gegenüber dem Januar des vergangenen Jahres melden. Das ist die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 1993.“ Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,5 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 7,7 Prozent.
Haupt-Koopmann betonte mit Blick auf 2013: „Ich gehe davon aus, dass wir im Laufe des Jahres - bei allen Unabwägbarkeiten der Euro-Krise - in Schleswig-Holstein keinen Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr melden müssen. Wenn alle Arbeitsmarktpartner ihre Anstrengungen weiter intensivieren, dann werden wir gemeinsam den prognostiziert leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen verhindern, davon bin ich überzeugt.“
Bestärkt werde sie in dieser Annahme durch neuere Wirtschaftsprognosen, die bereits in der
zweiten Hälfte der Jahres 2013 eine konjunkturelle Belebung erwarteten.
Sie betonte jedoch auch: „Die nachlassende wirtschaftliche Dynamik am Arbeitsmarkt ist auch im Januar bemerkbar.“ Allerdings liege das nicht an einer wachsenden Zahl von Arbeitslosmeldungen - diese sind im Vorjahresvergleich sogar um 9,2 Prozent zurückgegangen - sondern an der zurückhaltenden Einstellungspraxis der Betriebe.
„Angesichts der schwächeren Konjunkturerwartungen können wir auch im Januar beobachten, dass die Betriebe bei Neueinstellungen - wie schon in den vergangenen Monaten - weiterhin vorsichtig sind. Deutlich weniger Arbeitslose“ - so Haupt-Koopmann - „konnten daher einen neuen Job finden. Im Januar lag die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer,
die sich bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern in Erwerbstätigkeit abmelden konnten, um
1.000 oder 14,1 Prozent niedriger als im gleichen Monat des Vorjahres.“ Diese Zurückhaltung werde auch bei den gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen deutlich. „Ihre Zahl ist im Vergleich mit dem Januar des Vorjahres um 870 oder 18,9 Prozent zurückgegangen.“
Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung - es liegen die November-Daten vor - ist im Vorjahresvergleich leicht gestiegen.
„Es sind 10.500 zusätzliche Arbeitsplätze im Vergleich zum Vorjahr entstanden“, bilanzierte Haupt-Koopmann. Beschäftigungszuwächse konnten u.a. der Handel (+3.500), das verarbeitende Gewerbe (+1.900) und die wirtschaftlichen Dienstleistungen (+1.000) verzeichnen. Weniger Beschäftigte gab es im Vorjahresvergleich in der Arbeitnehmerüberlassung (-1.000) und in der öffentlichen Verwaltung (-100).
Info: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten Die niedrigste Quote unter den Kreisen findet man in Stormarn mit 4,4 Prozent, die höchste im Kreis Dithmarschen mit 8,9 Prozent. Unter den Städten hat Kiel mit 10,3 Prozent die niedrigste Quote, Flensburg und Neumünster mit jeweils 11,8 Prozent die höchste Quote.
*Für 2013 prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein, im Jahresdurchschnitt um 2,4 Prozent auf 102.600. Ein Plus des Bruttoinlandprodukts um 0,8 Prozent liegt dieser Prognose zugrunde.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de






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