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IHK Neujahrsempfang in der MuK - hier ein großer Bilderbogen

17. Januar 2013 (HL-Red-RB) Eine engere Zusammenarbeit mit der Wissenschaft, verstärkte Kooperationen der Länder und Konzepte für nachhaltige Entwicklungen in Unternehmen waren die Schwerpunkte beim traditionellen Neujahrsempfang der IHK zu Lübeck am Mittwoch in der Musik- und Kongresshalle Lübeck. Die Veranstaltung stand dieses Jahr ganz im Zeichen des Themas Nachhaltigkeit: „Wie gestalten wir die Zukunftsfähigkeit unseres Landes?“ lautete die zentrale Frage beim traditionellen Labskausessen.

„Die Grenzen des ungebremsten und weitgehend sorglosen quantitativen
Wachstums sind erreicht. Wachstum braucht heute eine andere Qualität und
unternehmerischer Erfolg damit eine andere Definition und Zielsetzung“,
sagte Festredner Dr. Michael Otto, Unternehmer und
Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group, in seinem Vortrag über „Wachstum
ohne Grenzen oder Grenzen des Wachstums? Verantwortliches Handeln in der
Welt von morgen“.

Otto plädierte für ein nachhaltiges, qualitatives, „organisches“ Wachstum.
Der Staat müsse Rahmenbedingungen schaffen, die geeignet sind, das
Zusammenspiel von ökonomischem und ökologischem Handeln zu fördern, anstatt
das eine gegen das andere auszuspielen. Wie Nachhaltigkeit funktionieren
kann, beschrieb der Festredner an Beispielen aus dem Unternehmensgeschäft
der Otto Group.

Christoph Andreas Leicht, Präses der IHK zu Lübeck, skizzierte in seiner
Rede das Konzept der Wirtschaft für weitsichtiges Handeln. „Mit
Schleswig-Holstein 2030 und den daraus abgeleiteten Projekten für unseren
HanseBelt haben wir für das Land und die Region erstmals eine langfristige
Wirtschaftsstrategie erarbeitet. Jetzt heißt es umsetzen. Wir wollen
‚Handeln mit Weitsicht‘ auf der Grundlage unseres, von gemeinsamer
Wirtschaftsgeschichte, gemeinsamer Kultur und Religion getragenen
Wertegebäudes. Besondere Bedeutung kommt dabei zum einen der Verknüpfung
von Wissenschaft und Wirtschaft für unsere Zukunftsbranchen und der
Kooperation mit unseren Nachbarn – von Hamburg über Mecklenburg-Vorpommern
bis Dänemark – zu.“

Hierzu schlug der Präses jeweils konkrete Projekte und Handlungsschritte
vor: „Die neue Hanse handelt mit Wissen, weil es die einzige nachhaltige
Währung für zukünftigen Wohlstand ist. Lassen Sie uns jedes Jahr 3.000
Studienabsolventen mehr im Land halten und den Brain-Drain stoppen. Unser
Ziel: vom 14. Platz bei der Akademisierung in Deutschland unter die Top
Ten! Lassen Sie uns alle Hochschul- und Fachhochschul-Curricula auf die
Bedarfe der Zukunftsbranchen der schleswig-holsteinischen Wirtschaft in
jeweils wenigstens zwei bis drei Studiengängen ausrichten. Und lassen Sie
uns alle Aktivitäten der Wirtschafts- und Technologieförderung des Landes
von WTSH bis Investitionsbank bündeln, erstmals an den Zukunftsbranchen und
erstmals an klaren Kennzahlen ausrichten.“

Präses Leicht forderte unter anderem auch, einen zukunftsweisenden
Bildungsstaatsvertrag mit Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern abzuschließen,
die Cluster für erneuerbare Energien zusammenzuführen und eine gemeinsame
Ostsee- und Wissenschaftsstrategie mit Mecklenburg-Vorpommern zu
entwickeln.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig beschrieb auf dem
Neujahrsempfang der IHK zu Lübeck die Leitlinien für zukunftsgerichtetes
Handeln in der Politik: „Sie können in Schleswig-Holstein keine größere
Nachhaltigkeit erzielen als durch Bildung. Ein Land, in dem Vernunft und
Wertschätzung für die Umwelt selbstverständlich sein sollten, braucht kluge
Köpfe.“ Albig sagte, dass Lübeck und die HanseBelt Region ein starker
Standort und die Wissenschafts- und Wirtschaftslandschaft einzigartig
seien.
Matthias Schulz-Kleinfeldt, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck,
appellierte, die Wertschöpfungskräfte an den Hochschulen zu nutzen und
exzellentes Wissen in High-Tech-Produkte und Arbeitsplätze umzuwandeln.

Schulz-Kleinfeldt rief alle 1.700 Gäste des Neujahrsempfangs auf, einen
eigenen Beitrag für Nachhaltigkeit zu leisten. Zusammen mit der
Schülerinitiative „Plant-for-the-Planet“ rief der Hauptgeschäftsführer auf,
Baumsetzlinge zu spenden. Das ehrgeizige Ziel ist, im April 30.000 Bäume
auf einer zugewiesenen Fläche in der Nähe des Erlebniswaldes Trappenkamp in
Daldorf zu pflanzen.

Auch Lübeck-TeaTime hat dem Empfang besucht und stellt nachfolgenden Bilderbogen vor:








































































































Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck

Quelle:
Industrie- und Handelskammer zu Lübeck
www.ihk-schleswig-holstein.de









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