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SH-WiFörderung leistet Rekordunterstützung für Unternehmen

17. Februar 2009 (HL-Red.). Die Wirtschaftsförderung des Landes hat 2008 wiederum ein herausragendes Ergebnis erzielt. An die mittelständische Wirtschaft des Landes wurde ein Finanzierungsvolumen von insgesamt 315 Millionen Euro vergeben. Damit wurde das außerordentlich hohe Fördervolumen des Vorjahres nochmals um 25 Prozent übertroffen.

Im vergangenen Jahr sind 934 Betriebe und damit
mehr Unternehmen als jemals zuvor gefördert worden. Wirtschaftsminister Dr. Werner
Marnette zeigte sich bei der Förderpressekonferenz des Landes und seiner Institute mit
diesen Ergebnissen heute (16. Februar) in Kiel sehr zufrieden: "Der Fördererfolg schlägt
sich eindrucksvoll in den wichtigen Zielgrößen nieder. Insgesamt wurden mit öffentlicher
Finanzierungsunterstützung 25.732 Arbeitsplätze gesichert und geschaffen. Das entspricht
einer Zunahme von elf Prozent." Besonders erfreulich sei, dass 2.279 neue Arbeitsplätze
geschaffen wurden. Mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung habe man
ein Investitionsvolumen von 948 Millionen Euro ausgelöst. Das sind 14 Prozent mehr
Investitionen als im Rekordjahr 2007, wodurch die hohe Investitionsbereitschaft der
schleswig-holsteinischen Unternehmen bestätigt werde.
Marnette: "Die Erfolge unserer Finanzierungsinstrumente zeigen: Wir haben in Schleswig-
Holstein ein funktionierendes Netz, das in der Vergangenheit manchen Unternehmer
aufgefangen hat. Wir werden dieses Netzwerk mit unseren Partnern - den Kammern,
Verbänden und Instituten - weiter verstärken, sodass es auch dann nicht reißt, wenn die
Zeiten stürmischer werden sollten." Marnette appellierte an die Unternehmen, für 2009
geplante Investitionen zügig anzugehen und die eigenen Zukunftschancen durch sinnvolle
Investitionen zu sichern. "Ziel der Wirtschaft muss sein, jetzt zu investieren, um gestärkt
aus der Krise hervorzugehen", so der Minister.
Die Finanzierung von Wachstums- und Investitionsvorhaben mittelständischer Betriebe
ist in Schleswig-Holstein aktuell nicht gefährdet. Da der Mittelstand in Schleswig-Holstein
vor allem von einlagenstarken Genossenschaftsbanken und Sparkassen finanziert wird,
wirken sich Refinanzierungsprobleme, die manch andere Kreditinstitute haben, in
Schleswig-Holstein deutlich weniger aus. "Ziel der Landesregierung und seiner Förderinstitute
ist dort finanzielle Hilfestellungen zu leisten, wo tragfähige Perspektiven bestehen
Ministerium für Wissenschaft,
Wirtschaft und Verkehr
des Landes Schleswig-Holstein
und Chancen genutzt werden können", unterstrich Marnette. Er begrüßte die im Rahmen
der Konjunkturpakete vom Bund geschaffenen Finanzierungsangebote: "Sie sind notwendig,
um ausreichende Finanzierungsunterstützung für die Wirtschaft anbieten zu
können."
Der Wirtschaftsminister ist optimistisch, dass Schleswig-Holstein hinsichtlich konjunktureller
Einbrüche besser über die Runden kommen wird als Deutschland insgesamt. "Unsere
Wirtschaft ist mittelständisch strukturiert. Sie hat sich in den letzten Jahren solide
entwickelt und ist auch in der Lage, konjunkturell schlechtere Zeiten zu überstehen", so
Marnette.
Die Förderinstitute bekräftigten die Einschätzung des Wirtschaftsministers:
Lutz Koopmann, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank (IB) erklärte: "Die Finanzmarktkrise
und die abschwächende Konjunktur stellen Unternehmen und Kreditinstitute
vor enorme Herausforderungen. In diesen Zeiten ist die Unterstützung durch die Förderinstitute
von besonderer Bedeutung. Dies führte zu einer gravierenden Steigerung des
Neugeschäfts in der Wirtschaftsförderung." So habe sich die Nachfrage nach Risikoteilung
bei den Banken deutlich gesteigert und dem Kreditneugeschäft gegenüber dem
Vorjahr eine Steigerung von 23 Prozent auf insgesamt 198 Millionen Euro gebracht.
Aus Mitteln des Regionalprogramms 2000 erhielten 13 Projekte Zuschüsse in Höhe von
6,5 Millionen Euro. Aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft wurden 234 Projekte mit
73,2 Millionen Euro Zuschüssen gefördert.
Außerdem unterstützt die IB Banken und Sparkassen bei der Kreditvergabe an Unternehmen
durch Weiterleitung von Programmkrediten der KfW und der Landwirtschaftlichen
Rentenbank sowie durch Bereitstellung von Refinanzierungsmitteln für Global- und
Einzelfinanzierungen der Hausbanken. In diesem Förderprogrammsegment wurden
2008 insgesamt 579 Millionen Euro bereitgestellt. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber
dem Vorjahr von 84 Prozent.
"Die Zahlen zeigen, dass wir in der Finanzmarktkrise gut aufgestellt sind und 2008 erfolgreich
gegensteuern konnten. Wir werden auch in 2009 alles tun, um eine Kreditklemme
in Schleswig-Holstein zu vermeiden", so Koopmann.
Für die Bürgschaftsbank (BB) erklärte Geschäftsführer Hans-Peter Petersen: "Mit 673
geförderten Unternehmen haben wir zu unserem 60. Geburtstag eine neue Höchstmarke
erreicht. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von 15 Prozent und
zeigt, welche Bedeutung wir in diesen nicht einfachen Zeiten auf dem Finanzsektor bei
der Unterstützung von Unternehmen haben." Insbesondere wäre die Bürgschaftsbank im
kleinen Kreditgeschäft gefordert worden, wodurch unterstrichen wird, dass das Förderinstitut
insbesondere für kleinere Unternehmen und vor allem für das Handwerk von besonderer
Bedeutung ist.
Den stärksten Anstieg verzeichnete die Bürgschaftsbank im Hotel- und Gaststättengewerbe.
Die Anzahl der begleiteten Betriebe stieg um 59 Prozent, das ausgereichte Bürgschaftsvolumen
sogar um 69 Prozent auf fast 7 Millionen Euro. "Gerade für ein Tourismusland
wie Schleswig-Holstein ist es wichtig, dass in dieser Branche investiert und modernisiert
wird, um durch interessante Angebote die Marktposition im Wettbewerb mit
anderen Regionen zu sichern und auszubauen", betonte Petersen. Auch aus Sicht der
Bürgschaftsbank ist keine Kreditklemme zu befürchten, da Förderinstitute und Land über
ausreichende Potentiale verfügen, um die bevorstehenden Anforderungen bewältigen zu
können.
Dr. Gerd-Rüdiger Steffen, Geschäftsführer der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft
(MBG) erklärte: "In 2008 hat die MBG mit ihrem Beteiligungsangebot für schleswig-
holsteinische Unternehmen erneut hervorragende Förderergebnisse erzielt. Diese
erfreuliche Entwicklung wurde maßgeblich durch den neu aufgelegten EFRE Risikokapitalfonds
II und den Mitte des Jahres gemeinsam mit der Kreditwirtschaft aufgelegten Mittelstandsfonds
getragen." Maßgeblich sei aber auch die hohe Investitionsbereitschaft der
Wirtschaft gewesen, so Steffen weiter. Erstmals in ihrer Geschichte hätte die MBG 2008
mit 102 neu bewilligten Beteiligungen (+ 5 Prozent) die Schallmauer 100 durchbrochen.
Von dem Neugeschäft in Höhe von 19,5 Millionen Euro wären 10,5 Millionen Euro auf
Basis des neuen EFRE Risikokapitalfonds finanziert worden. Damit hätte sich dieser
Fonds bereits im ersten Jahr hervorragend am Markt etabliert. "In 2008 hat sich der Anteil
der Wachstumsfinanzierungen am MBG-Geschäft weiter auf nunmehr 70 Prozent
erhöht. Diese fast immer durch Investitionen in Maschinen und Arbeitsplätze gekennzeichneten
Finanzierungen sind Ausdruck für die anhaltende hohe Investitionsbereitschaft
des schleswig-holsteinischen Mittelstandes", unterstrich der MBGGeschäftsführer.
Auch Steffen sieht keinen Grund für einen allumfassenden Pessimismus
und verweist in diesem Zusammenhang auf die positive Rolle der Förderinstitute.
"Die MBG wird ihren Kunden auch in schwieriger werdenden Zeiten ein verlässlicher Finanzierungspartner
sein. Mit dem neuen "Kapital für Handwerk" werden wir künftig auch
verstärkt Handwerksbetriebe mit unseren eigenkapitalnahen Produkten stabilisieren können",
so Steffen.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr

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