Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

IHK MV - Konjunkturumfrage: stabil, aber Abkühlung zu erwarten

17. Februar 2009 (Schwerin/HL-Red.). IHK MV -Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2009: Wirtschaftslage in Mecklenburg-Vorpommern stabil, aber kräftige Stimmungsabkühlung erwartet: Die Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern schätzen zum Jahresbeginn 2009 ihre Geschäftslage überwiegend befriedigend bis gut ein. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der drei Industrie- und Handelskammern des Landes hervor.

Auch gibt es keine beunruhigenden Meldungen für den Arbeitsmarkt: Rund drei Viertel der Unternehmen geben an, das
Beschäftigungsniveau halten oder sogar ausbauen zu wollen. In die aktuelle
Konjunkturumfrage wurden über 2500 Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern
einbezogen. Die IHK-Umfrage fand vorwiegend im Januar 2009 statt.

´Fast ein Drittel der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern bewerten ihre
derzeitige Geschäftslage gut. Weitere 48 Prozent sind zufrieden´, so der
Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin, Klaus-Michael Rothe. Damit hat
sich die Einschätzung der Wirtschaftslage im Vergleich zum Herbst 2008
kaum geändert. Stabilisierend wirken sich nach wie vor Auftragslage und
Nachfrage aus der Industrie und aus dem Dienstleistungssektor aus.
Deutlich negativ ist dagegen der Trend bei den Verkehrsunternehmen – durch
die nochmals gestiegene Maut, die im Jahresdurchschnitt hohen
Kraftstoffpreise und ein aktuell deutlicher Auftragsrückgang.

Als schwierig ist die Situation in der Schifffahrt und im Schiffbau zu
bezeichnen. Durch den weltweiten Rückgang der Frachtraten besteht derzeit
eine Überkapazität an Schiffsraum die zu nichtauskömmlichen Frachtraten
führt, die wiederum Auswirkungen auf Schiffsneubauaufträge ab 2010 haben
wird. Die derzeitigen Produktionen der Werften und deren Finanzierung
scheinen gesichert zu sein.

Branchenübergreifend beurteilen die Unternehmen die Zukunftsaussichten
eher als ungünstig. Die Geschäftserwartungen für die kommenden 12 Monate
sind in allen Wirtschaftsbereichen gefallen. 43 Prozent aller befragten
Unternehmen erwarten, vom konjunkturellen Abschwung erfasst zu werden.
Dabei gehen sie vor allem von der Zurückhaltung beim Kaufverhalten der
Kunden aus, kalkulieren teilweise auch Forderungsausfälle ein. Besonders
die Verkehrs-, Handels- und Bauunternehmen berichten über eine weitere
Verschlechterung des Geschäftsklimas.

Dagegen sind die Exporterwartungen gegenüber dem Herbst 2008 unverändert.
Vom weltweiten Einbruchs im Außenhandel sind die exportierenden
Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern vergleichsweise geringer betroffen.
70 Prozent der exportierenden Unternehmen gehen nach wie vor von
gleichbleibenden oder steigenden Auslandsabsätzen aus. Im Auslandsgeschäft
etablierte Unternehmen verfügen oft über feste Lieferverträge und
betrachten ihr Exportgeschäft in den nächsten 12 Monaten als weitgehend
gesichert. Andere Unternehmen haben sich einen ausländischen Markt gerade
erst neu erschlossen und verbreitern damit auch in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten die Basis ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten.

Die Investitionspläne sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dies ist
jedoch vor allem darauf zurückzuführen, dass bereits in den konjunkturell
guten Jahren 2007 und 2008 größere Investitionsprojekte durchgeführt
wurden. Kapazitätserweiterung und Produktinnovation sind aber nach Ersatz-
und Rationalisierungsinvestitionen weiterhin ein wichtiger Bestandteil der
Investitionspläne.

Trotz der wirtschaftlich schlechten Lage bleiben die
Beschäftigungsplanungen der Unternehmen bleiben weitestgehend robust. Fast
drei Viertel aller Unternehmen geben an, ihre Beschäftigung halten oder
sogar steigern zu wollen. Besonders positiv fällt das Ergebnis für das
Dienstleistungsgewerbe aus: In dieser Branche gehen 84% der Unternehmen
für die kommenden 12 Monate von einer gleichbleibenden, wenn nicht sogar
wachsenden Mitarbeiterzahl aus.

Der IHK-Konjunkturbericht Mecklenburg-Vorpommern Jahresbeginn 2009 ist ab
17.02.2009 unter
http://www.ihkzuschwerin.de/
http://www.rostock.ihk24.de/
http://www.neubrandenburg.ihk.de/ online abrufbar.






Impressum