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Agentur für Arbeit Lübeck

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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein Monat Dezember 2011

03. Januar 2013 (HL-Red-RB) Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Dezember 2012 • Saisonal bedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat November um 4.200 oder 4,4 Prozent • Mit 98.400 jedoch die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Dezember seit 1992 • Positive Bilanz zum Jahresabschluss: Deutlicher Rückgang im Vergleich der Jahresdurchschnittswerte 2011 zu 2012. 3.700 Arbeitslose weniger • Nach wie vor Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: 11.100 zusätzliche Arbeitsplätze • Trotz der insgesamt positiven Entwicklung macht sich zum Jahresende 2012 die nachlassende wirtschaftliche Dynamik am Arbeitsmarkt bemerkbar • „Für 2013 erwarte ich eine insgesamt stabile Lage am rbeitsmarkt.“ (Margit Haupt-Koopmann).

„Die Zahl der Arbeitslosen ist im Dezember - im Vergleich zum Vormonat November - um
4.200 oder 4,4 Prozent auf 98.400 gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 6,8 Prozent. Ein solcher Anstieg ist für den Wintermonat Dezember saisonal typisch und daher nicht beunruhigend“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord, heute (03. Januar 2013). Speziell im langfristigen Vergleich zeige sich, wie robust der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein aktuell sei. „Wir können die niedrigste Arbeitslosenzahl in
einem Dezember seit 20 Jahren melden“
Sie betonte jedoch auch: „Trotz dieser insgesamt positiven Bilanz müssen wir zum Jahresende 2012 feststellen, dass sich die nachlassende wirtschaftliche Dynamik am Arbeitsmarkt bemerkbar macht. So ist der Abbau der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich schwächer geworden. Dies liegt jedoch nicht an einer wachsenden Zahl von Arbeitslosmeldungen - diese sind im Vorjahresvergleich sogar um 3,7 Prozent zurückgegangen - sondern an der zurückhaltenden Einstellungspraxis der Betriebe.“
Angesichts der schwächeren Konjunkturerwartungen seien die Betriebe bei Neuanstellungen vorsichtiger geworden. „Das hat zur Folge, dass deutlich weniger Arbeitslose einen
neuen Job finden konnten. Allein im Dezember war die Zahl der arbeitslosen Frauen und
Männer, die sich bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern in Erwerbstätigkeit abmelden
konnten, um 1.200 oder 18,9 Prozent niedriger als im gleichen Monat des Vorjahres.“
Auch die Anzahl der gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen zeige die Zurückhaltung der Personalverantwortlichen. „Sie hat sich im Vergleich mit dem Jahr 2011 - um 300
oder 0,5 Prozent - verringert.“
Erfreulich sei weiterhin die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in
Schleswig-Holstein - es liegen die Oktober-Daten vor. „Mit 872.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind 11.100 zusätzliche Arbeitsplätze im Vergleich zum Vorjahr ent-
standen. Das ist ein Plus von 1,3 Prozent“, bilanzierte Haupt-Koopmann. Beschäftigungszuwächse konnten der Handel (+ 3.000), das verarbeitende Gewerbe (+ 2.400) und der Bereich Dienstleistungen für Unternehmen (+ 1.000) verzeichnen. Weniger Beschäftigte gab es im Vorjahresvergleich nur in der Arbeitnehmerüberlassung (- 1.100) und im Bereich
Logistik (- 100).
Haupt-Koopmann unterstrich abschließend: „Ich sehe - bei allen Unabwägbarkeiten der Euro-Krise - aktuell keinen Anlass zur Beunruhigung. Vielmehr sollte der prognostizierte
leichte Anstieg der Arbeitslosenzahlen alle Arbeitsmarktpartner motivieren, ihre gemeinsamen Anstrengungen noch zu intensivieren. Wenn es 2013 gelingt - um nur ein Beispiel zu
nennen - die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, könnte das Jahr anders verlaufen als vorhergesagt. Ermutigend finde ich neuere Wirtschaftsprognosen, die bereits in den zweiten Hälfte der Jahres 2013 eine konjunkturelle Belebung erwarten.“ Info 1:
Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Die niedrigste Quote unter den Kreisen findet man in Stormarn mit 3,9 Prozent, die höchste
im Kreis Dithmarschen mit 7,7 Prozent. Unter den Städten haben Kiel und Lübeck mit jeweils 9,6 Prozent die niedrigste Quote, Neumünster mit 10,9 Prozent die höchste.
Info 2:
Arbeitslosigkeit: Jahresdurchschnittswerte und Quoten seit Einführung von Hartz IV
2005: 161.500; 13,0 Prozent
2006: 140.800; 11,3 Prozent
2007: 119.000; 9,5 Prozent
2008: 107.300; 8,6 Prozent
2009: 110.300; 8,8 Prozent
2010: 107.100; 8,5 Prozent
2011: 103.700; 7,2 Prozent
2012: 100.000; 6,9 Prozent.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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