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Hamburg Port Authority (HPA) investierte Millionen in Hafensiche

16. Februar 2009 (HH/HL-Red.). Rund drei Millionen Euro investierte die Hamburg Port Authority (HPA) im vergangenen Jahr in die Sicherheit des Schiffsverkehrs im Hamburger Hafen. Zwei Millionen Euro davon entfielen auf die Einrichtung einer nautischen Notzentrale, die bei Störfällen in der Nautischen Zentrale innerhalb einer halben Stunde die Steuerung und Überwachung des gesamten Schiffsverkehrs übernehmen kann.

Was die 23 Nautiker der Nautischen Zentrale an 365 Tagen rund um die Uhr leisten, konnten die Gäste heute bei der Eröffnung der Notzentrale an den technischen Systemen hautnah miterleben. Das beeindruckende Auslaufmanöver des Großcontainerschiffes Marit Maersk lief an den Überwachungssystemen für die meisten aus einem völlig neuen Blickwinkel ab. Senator Axel Gedaschko betonte in seinem Grußwort, dass gerade die konjunkturelle Krise den Einsatz von großen Schiffen wie der Marit Maersk verstärken wird. Dies sei heute schon zu erkennen. Auf den Hauptlinien zwischen Asien, Europa und Amerika zeichnet sich als primäre Reaktion auf geringere Ladungsvolumina die Stilllegung der „kleineren“ Schiffe ab. Die Ladung wird, soweit es geht, auf die großen und modernsten Schiffe verlegt. „Deswegen muss die geplante Anpassung der Fahrrinne jetzt erst recht schnell umgesetzt werden. Es geht um eine nationale Aufgabe, es geht um die Zukunftsfähigkeit des größten Seehafens Deutschlands. Dafür müssen wir alles tun“, so Gedaschko.



Die Globalisierung hat in den vergangenen Jahren für starkes Wachstum des Seeverkehrs gesorgt. Für Hamburg bedeutet das rund 40 000 Schiffsbewegungen pro Jahr, die exakt gesteuert und koordiniert werden müssen. Auch in Zukunft sei mit Zahlen dieser Größenordnung zu rechnen, ist sich Senator Axel Gedaschko sicher, wobei sich der Einsatz größerer Schiffe verstärken werde. „Die Rezessionen ändern nichts am Fortschreiten der industrialisierten Warenproduktion und der wachsenden Automation industrieller Produktionsprozesse, sie ändern auch nichts an der Globalisierung. Die außerordentlich starke und aussichtsreiche Marktstellung des Hafens als Scharnier zwischen Asien und Europa steht nicht in Frage“, erklärte der Senator für Wirtschaft und Arbeit. Und daher bestehe auch kein Zweifel an der mittel- und langfristigen Erreichbarkeit der vorhergesagten Wachstumswerte für den Hamburger Hafen. Die Rezession könnte lediglich den Zeitpunkt des Erreichens um einige Jahre verschieben.

Die ständige Weiterentwicklung und Verfügbarkeit eines leistungsfähigen Verkehrssicherungssystems ist für die Funktionsfähigkeit des Hafens entscheidend. „Mit Inbetriebnahme der Nautischen Notzentrale wird die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs im Hamburger Hafen weiter erhöht. Es ist ein zukunftweisender weiterer wichtiger Baustein, um den kommenden Anforderungen im Hafen zu entsprechen“, erklärte Jens Meier, Geschäftsführer der Hamburg Port Authority. Die Einrichtung der Notzentrale erfolgte voll im Termin- und Kostenplan. Mit der Notzentrale verfügt der Hamburger Hafen über eine vollwertige Spiegelung der Nautischen Zentrale, die zwar durch Notsysteme gesichert, aber bei Feuer, Blitzschlag oder höherer Gewalt vor Ausfällen nicht gefeit ist. Im normalen Betrieb wird die Notzentrale unter anderem für Schulungen genutzt.

Zusätzlich wurde im vergangenen Jahr rund eine Million Euro in die Verbesserung des Radar- und Funksystems des Hamburger Hafens investiert. Die Abteilung Hafentechnik der Hamburg Port Authority ist gegenüber der Bundesnetzagentur der verantwortliche Betreiber aller genehmigungspflichtigen Radar- und Funkanlagen der HPA, darunter die gesamte Radar- und Funktechnik zum Betrieb der Nautischen Zentrale Seemannshöft, der Nautischen Notzentrale sowie die Funknetze für den Küstenfunk, den Sturmflutwarndienst (WADI) , den Hafenstab (HASTA), den Hafennotfunk, die Betriebsfunkanlagen, den Hafenbahnfunk und die Schiffsradaranlagen. Die Bundesnetzagentur überprüfte vor kurzem die Systeme auf die Einhaltung der technischen Vorschriften. Das Ergebnis: Keine technischen Beanstandungen. „Auch hier zeigt sich die Leistungsfähigkeit der HPA. Dieses hervorragende Prüfungsergebnis ist nur durch die regelmäßige Wartung und gewissenhafte Instandsetzung dieser sensiblen und unverzichtbaren Anlagen zu erreichen“, machte Jens Meier deutlich.

Bei anspruchsvollen nautischen Manövern – wie bei den Anläufen der Großcontainerschiffe – zahlt sich dieses reibungslose Zusammenspiel aus leistungsfähiger Technik und Kompetenz der Mitarbeiter aus. „Wir sind in der Lage, alle Schiffsgrößen im Hamburger Hafen abzufertigen“, betonte Hafenkapitän Jörg Pollmann. Der Tiefgang allerdings setze Grenzen.

Quelle: HS-Kulturkorrespondenz/Horst Schinzel

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