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Agentur für Arbeit Lübeck

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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: November 2012

29. November 2012 (HL-Red-RB) • Aktuelle Daten: 94.300 Arbeitslose; saisonal typischer Anstieg im Vergleich zum Vormonat Oktober um 1.500 oder 1,6 Prozent • Im Vorjahresvergleich Abnahme um 900 oder 1,0 Prozent • Niedrigste Arbeitslosenzahl in einem November seit 20 Jahren • Die Arbeitskräftenachfrage ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiterhin stabil: Seit Jahresbeginn wurden 57.700 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote
gemeldet • Weiterer Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: 11.500 zusätzliche Jobs im Vorjahresvergleich
• Zentrales Thema ‚Fachkräftesicherung‘: „Speziell die Gruppe der ‚ungelernten‘ 25-35-jährigen möchte ich hervorheben - ob arbeitslos oder in Beschäftigung. In Schleswig-Holstein umfasst diese Gruppe insgesamt 22.000 Frauen und
Männer. Hier gibt es ein großes, noch zu wenig beachtetes Potential, das wir durch Qualifizierung und Weiterbildung entwickeln können.“
(Margit Haupt-Koopmann)
„Die aktuellen November-Daten zeigen, dass die Arbeitsmarktentwicklung in Schleswig-
Holstein weiterhin saisonal typisch verläuft. Die leichte Zunahme im Vergleich zum Vormonat
Oktober ist nicht überraschend. In den Tourismusregionen Ostholstein und Nordfriesland
sind - wie in jedem Jahr - die Arbeitslosenzahlen überproportional angestiegen“, sagte
Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit,
heute (29.11.2012).

Trotz insgesamt gedämpfter Konjunkturerwartungen bleibt für Schleswig-Holstein festzuhalten,
dass sich der insgesamt positive Trend - wenn auch im Vorjahresvergleich abgeschwächt
- im November fortsetzt. „Wir können die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem
November seit 20 Jahren melden.“

Die Zahl der Arbeitslosen ist - im Vergleich zum November des Vorjahres - um 900 oder
um 1,0 Prozent gesunken. Sie liegt aktuell bei 94.300. Gegenüber dem Vormonat Oktober
ist ihre Zahl um 1.500 oder 1,6 Prozent angestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei
6,5 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 6,6 Prozent.

Mit Blick auf das zentrale Thema ‚Fachkräftesicherung‘ betonte Haupt-Koopmann: „Speziell
die Gruppe der ‚ungelernten 25-35-jährigen‘ möchte ich hervorheben - ob arbeitslos oder in
Beschäftigung. In Schleswig-Holstein umfasst diese Gruppe insgesamt 22.000 Frauen und

Männer (11.100 Arbeitslose und 10.900 in Beschäftigung). Hier gibt es ein großes, noch zu
wenig beachtetes Potential, das wir durch Weiterbildung entwickeln können.“

„Dabei geht es nicht nur im die Qualifizierung von Arbeitslosen. Ich möchte auch an die Potentiale
der un- und angelernten Beschäftigten in den Betrieben erinnern. Diese Gruppe sollte
noch stärker die Chance erhalten, sich über Personalentwicklungsangebote für höherwertige
Tätigkeiten zu qualifizieren. Wichtig ist hierbei: Wir haben für diesen Zweck spezielle
Fördermöglichkeiten, über die die gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen
und Jobcenter gerne informieren.“*

Erfreut sei sie, dass die Arbeitskräftenachfrage bisher nicht eingebrochen ist. Die Zahl der
Stellenmeldungen bewege sich auch weiterhin auf dem hohen Niveau des Vorjahres.
„57.700 sozialversicherungspflichtige Arbeitsangebote - das sind nur 120 weniger als im
Vergleichszeitraum - wurden den Arbeitgeberservice-Teams seit Jahresbeginn gemeldet.“

Positiv verläuft auch weiterhin die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.
Ihre Zahl - es liegen die September-Werte vor - ist um 11.500 oder 1,3 Prozent gegenüber
dem Vorjahresmonat gestiegen. Die Gesamtzahl liegt nun bei 873.100. Insbesondere
im Handel ( + 2.800), im verarbeitenden Gewerbe ( + 2.000) und bei den unternehmensnahen
Dienstleistungen ( + 1.200) wurden zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Nur in
der Zeitarbeit ging die Zahl der Beschäftigten im Vorjahresvergleich um 700 zurück.

Haupt-Koopmann betonte abschließend: „Für Schleswig-Holstein geben die aktuellen Daten
zur Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsentwicklung keinen Anlass zur Beunruhigung. Sollte
die Euro-Krise nicht für überraschende und daher nicht prognostizierbare Entwicklungen
sorgen, erwarte ich für den Dezember den saisonal üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit -
wie in jedem Jahr.“

Kurz-Info: Arbeitslosigkeit in Kreisen und Städten

Arbeitslosigkeit in den Kreisen

• Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,9 Prozent
• Höchste Quote: Schleswig-Flensburg mit 7,4 Prozent


Arbeitslosigkeit in den Städten

• Niedrigste Quote: Lübeck mit 9,4 Prozent
• Höchste Quote: Flensburg und Neumünster mit 10,8 Prozent


Kurz-Info: Arbeitgeberhotline*

• 01801 / 66 44 66 (Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min).


Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord



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