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Schließung des Flughafens ist vom Tisch

22. November 2012 (HL-Red-RB) Am Dienstag um 0 Uhr endete die Angebotsfrist für den Kauf des Lübecker Flughafen, am Mittag informierte Bürgermeister Bernd Saxe die Fraktionsvorsitzenden in der Bürgerschaft über die vier Angebote. Schnell war klar: Der Flughafen Lübeck wird nicht geschlossen.
Ganz umsonst bekommt Lübeck den Flughafen nicht los. Auf die Rückzahlung der bestehenden Schulden bei der Stadt, nach Angaben der Lübecker Grünen rund 45 Millionen Euro, wird verzichtet. Dazu bekommt der Käufer den zu erwartenden Verlust von knapp zwei Jahren ersetzt - etwa fünf Millionen Euro. Bürgermeister Bernd Saxe spricht von einem "negativem Kaufpreis".

Die Flughafen Lübeck GmbH wird vermutlich nicht verkauft, sondern nur das Gelände, die Einrichtung und das gesamte Material. Das habe steuerliche Vorteile und verhindere, dass Beihilfen zurück gezahlt werden müssen. Das Land hatte den Ausbau mit der Auflage gefördert, dass die neuen Anlagen mindestens 15 Jahre genutzt werden. Die betroffenen Anlagen bleiben bei der Stadt und werden vom Käufer gemietet oder gepachtet. Im Jahr 2027 können diese Teile dann zum Verkehrswert gekauft werden.

Alle Mitarbeiter sollen von der neuen Flughafen-Gesellschaft übernommen werden. Sie müssen einen Überleitungsvertrag unterzeichnen, der ihnen den Arbeitsplatz für ein Jahr sichert. Das Verfahren wurde den Mitarbeitern am Donnerstag auf einer Betriebsversammlung bereits vorgestellt.

Aus den vier Angeboten wird Bürgermeister Bernd Saxe bis Montag einen Vorschlag ermitteln, der in der Bürgerschaft abgestimmt wird. "Die Schließung ist vom Tisch", zeigt sich SPD-Fraktionschef Peter Reinhardt erleichtert. Mit dem Angebot ist er zufrieden. Reinhardt hatte schon im Wahlkampf zum Bürgerentscheid erklärt, dass er gerne vier Millionen Euro drauf legen würde, wenn die Stadt den Flughafen los wäre. Ein kurzes Interview mit Peter Reinhardt hören Sie im O-Ton (Player unterhalb des Bildes).

Quelle/Autor: VG

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