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Kooperation will mehr Arbeitsmärkte im Ostseeraum schaffen

15. Februar 2009 (HL-Red.). Inmitten der Wirtschaftskrise arbeiten Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Kooperation mit Politikern und Regierungseinrichtungen zusammen, um innerhalb des Ostseeraums nachhaltigere Arbeitsmärkte zu schaffen. Dazu HS-Kulturkorrespondenz weiter: Das „Baltic Sea Labour Network“ (BSLN) ist ein neues Projekt mit einem Volumen von 2,7 Millionen Euro und einer Laufzeit von 3 Jahren. Es bindet 27 Partner aus 10 verschiedenen Ländern ein. Es wird durch das INTERREG IVB Baltic Sea Region Programme 2007-2013 finanziert, welches anstrebt, diese Region zu einem attraktiven Ort für Investitionen, Arbeit und Leben zu machen.

Für Projektleiterin Katariina Röbbelen-Voigt ist das BSLN etwas Außergewöhnliches: „Nie zuvor haben Beschäftigte, Arbeitgeber, Politiker und Regierungen ihre Kräfte in solch einer länderübergreifenden Initiative in der Ostseeregion zusammenfließen lassen. Wir sind zu der Feststellung gelangt, dass trotz vieler Beteiligter auf den Arbeitsmärkten der Region keine allgemeinen Übereinkommen bestehen. Daher ist eine Initiative auf Basis einer länderübergreifenden Koordination zwischen Gewerkschaftseinrichtungen, Arbeitgeberorganisationen, Politikern und Regierungen äußerst wichtig.“

Es existieren deutliche Unterschiede in den Ländern der Region in den Bereichen Löhne, Arbeitsmarktpolitik, soziale Grundbedingungen und Arbeitsbedingungen sowie gewerbliche Zusammenhänge und Traditionen. „Diese Unterschiede müssen verstanden und in die Überlegungen mit einbezogen werden, wenn wir den Ostseeraum für den Rest Europas zu einem Modell im Hinblick auf nachhaltigere Arbeitsmarktentwicklungen machen wollen“, sagt Mika Häkkinen vom „Baltic Sea Trade Union Network“ (BASTUN).

Laut Eduards Filippovs von der „Latvian Employer Organization“ (LDDK), „zeigen die Unruhen in Riga und Vilnius, dass Politik nicht ohne ein Eingehen auf die Bedürfnisse der Zivilbevölkerung betrieben werden kann. Die Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit müssen verstehen, was in der Region vorgeht. Daher werden exakte und detaillierte Arbeitsmarktinformationen von den Sozialpartnern und den Wissenschaftlern benötigt“.

Um diese Ziele zu erreichen, schafft BSLN ein Netzwerk zum Aufzeigen von Verbesserungen oder realisierbaren Alternativen zu bestehenden Strategien, zum Vorantreiben von Untersuchungen von Problemen innerhalb des Arbeitsmarktes der Region, und zur Unterstützung der Wechselbeziehungen unter den nichtstaatlichen Organisationen, Politikern, Beamten und Fachleuten. „Das Ergebnis sollte eine offene und öffentliche Diskussion und ein Prozess sein, der das Finden von praktischen Lösungen der Probleme fördert“, folgert Frau Röbbelen-Voigt.

Die länderübergreifende Projektarbeit begann am 25. November 2008 in Kopenhagen mit einem Forum zum Thema Mobilität der Arbeit. Das Forum, an dem alle Sozialpartner beteiligt waren, beschäftigte sich mit der Wanderung der Arbeitskräfte in den Ländern der Region. Während im Frühjahr 2009 die komplette Struktur des Projekts aufgebaut wird, traf sich das BSLN Facilitator Team, ein operatives steuerndes Team und „der Generator“ für länderübergreifende Aktivitäten, am 19. Januar zum ersten Mal. Ebenso wurde ein Führungskomitee (Steering Committee) auf höchster Ebene gegründet. In jedem Land sind BSLN Koordinatoren für die Umsetzung der nationalen Aktivitäten zum Erreichen der gemeinsamen Projektziele verantwortlich.

Autor: Horst Schinzel/HS-Kulturkorrespondenz

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