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IHK zu Lübeck fordert mehr Solidarität der Nordländer

15. Februar 2009 (HL-Red.).„Ist der Norden noch in der Lage, mit einer Stimme zu sprechen?“ Diese Frage stellt Bernd Jorkisch, Präses der IHK zu Lübeck, angesichts des Neins des Nachbarlandes Mecklenburg-Vorpommern in der Bundesrats-Abstimmung über den Gesetzentwurf zum Bau der festen Fehmarnbelt-Querung. Die Hansestadt Hamburg hatte sich der Stimme enthalten. „Regionale Egoismen dürfen bei Großprojekten mit europäischer Dimension die langfristige positive Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Norddeutschland nicht behindern. Die Bundesländer im Süden sind uns da erkennbar voraus“, so Jorkisch.



Foto(RB): Nach der SH/HL-"Pflege" der Kammern Hamburgs und Mecklenburg-Vorpommerns dürfte IHK-Präses Bernd Jorkisch sich mehr als wundern über das Stimm-Verhalten dieser "Nachbarn".

Die neue Denkweise im Norden torpediere die weit fortgeschrittenen Bemühungen der Wirtschaft, Wachstumsimpulse durch norddeutsche Kooperation zu ermöglichen und entspreche in keiner Weise dem norddeutschen Solidaritätsbekenntnis auf der letzten Konferenz der Küsten-Wirtschaftsminister (KüWiMinKo), beklagte der Präses. Die Metropolregion Hamburg, aber auch die Häfen in Mecklenburg-Vorpommern würden durch die feste Fehmarnbelt-Querung erheblich gestärkt.

„Das Brückenprojekt wird uns von den Dänen mit einer rot-weißen Schleife auf dem Silbertablett serviert“, so Jorkisch. Die Wirtschaft hat die zentrale Bedeutung des Vorhabens für Nordeuropa erkannt und arbeitet bereits mit Hochdruck an der Bildung einer neuen Wachstumsregion. „Unser Anliegen ist es, mit vereinten Kräften ein Zusammenwachsen der Metropolregionen Hamburg und Öresund voranzutreiben. Dafür ist es notwendig, dass die norddeutschen Länder sich in Gänze aktuell wie auch zukünftig gemeinsam positionieren.“

Die politische Entwicklung fällt zeitlich zusammen mit einem hochkarätigen Treffen in der IHK zu Lübeck. Dort erarbeiten Experten vieler Institutionen im Zuge des so genannten MORO-Prozesses (ein von der Bundesregierung gefördertes Modellprojekt zur großräumigen Zusammenarbeit unter Mitwirkung von Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern) auf planerischer Ebene und durch Zusammenarbeit der Bundesländer weitsichtige und praktische Lösungen für die Zeit nach der Fertigstellung der festen Fehmarnbelt-Querung. Ziel des Prozesses ist es, das Wirtschaftswachstum nachhaltig in allen Teilen des Nordens zu sichern.

Das MORO-Nord-Projekt bietet entlang der Achse Hamburg-Lübeck-Puttgaden einen geeigneten Handlungsrahmen, aus dem heraus die Partner bereits zahlreiche Initiativen gestartet haben. Sie haben wichtige Themen der Regionalentwicklung vorangebracht, zum Beispiel ein integriertes Verkehrskonzept für die Hinterlandanbindung der Beltquerung sowie ein Entwicklungskonzept für die Region von Puttgarden im Norden bis Hamburg im Süden – beides mit Unterstützung der Landesregierung Schleswig-Holstein. Die Beteiligten werben bei der Politik dafür, die feste Fehmarnbelt-Querung mit höchster Priorität zu befördern und begleitende Aktivitäten für den Bau mentaler Brücken über den Fehmarnbelt zu unterstützen.

Quelle: IHK zu Lübeck

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