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Agentur für Arbeit Lübeck

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Chancen nutzen: Noch zahlreiche freie Ausbildungsplätze

06. November 2012 (HL-Red-RB) 872 unbesetzte Ausbildungsplätze in Schleswig-Holstein - Besonders im Einzelhandel sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe werden noch Auszubildende gesucht - Appell an die Jugendlichen, die sich bisher erfolglos beworben haben: „Bewerbt Euch weiter! Konzen­triert Euch nicht auf einen Wunschberuf! Es gibt interessante Alternativen.“ (Margit Haupt-Koopmann) - Auch Arbeitgeber gefordert: Statt Ausbildungsplätze unbesetzt zu lassen, Jugendlichen mit nicht so guten Noten eine Chance geben: In Schleswig-Holstein haben sich im Berichtszeitraum Oktober 2011 bis September 2012 17.882 Jugendliche in den regionalen Arbeitsagenturen gemeldet, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Von ihnen waren Ende September noch 1.022 ohne Ausbildungsvertrag. Im gleichen Zeitraum wurden 18.114 Ausbildungsplätze gemeldet. 872 konnten bis Ende September nicht besetzt werden.

„Die aktuell laufenden Nachvermittlungsaktionen von Arbeitsagenturen und Kammern zeigen, dass noch gute Aussichten bestehen, bis zum Jahresende einen Ausbildungsplatz zu finden“, betonte Margit-Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Ar­beit, heute (05.11.2012). „Ich kann nur an alle Jugendlichen appellieren, die noch suchen: Ver­schenkt keine Chancen! Bewerbt Euch weiter! Konzentriert Euch nicht auf einen Wunschberuf! Bei entsprechender regionaler Mobilität gibt es unter den fast 900 unbesetzten Ausbildungs­plätzen interessante Alternativen.“

Einstiegschancen gebe es vor allem im Einzelhandel sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe. Haupt-Koopmann forderte alle noch unversorgten Jugendlichen auf, gemeinsam mit ihrer regio­nalen Berufsberatung über neue Perspektiven nachzudenken. „Bei rund 350 Ausbildungs­be­rufen gibt es mit Sicherheit attraktive Alternativen, die den eigenen Fähigkeiten und Interessen entsprechen.“

An die Arbeitgeber in Schleswig-Holstein, die freie Ausbildungsplätze bisher nicht besetzt haben, appellierte Haupt-Koopmann: „Wir wissen, dass die Nachwuchssicherung ein zentraler Standortfaktor ist. Angesichts der sich abzeichnenden Fachkräfteengpässe ist es im Eigeninteresse der Betriebe, möglichst alle angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen.“ Nicht nur von den Jugendlichen müsse man Flexibilität erwarten, hier seien auch die Betriebe gefor­dert. Dazu gehöre es auch, Bewer­bungs­unterlagen nicht vorschnell zur Seite zu legen. „Schauen Sie sich auch Jugendliche mit nicht so guten No­ten an. Häufig - und dies kann ich nicht oft genug wiederholen - wird mancher Bewerber auf den zweiten Blick zur ersten Wahl. Über mögliche Unterstützungsleistungen - etwa ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) - infor­miert Sie der regionale Arbeitsgeberservice.“

Abschließend forderte Haupt-Koopmann alle Schülerinnen und Schüler auf, die im Jahr 2013 ihre Schulzeit beenden, sich frühzeitig über die sie interessierenden Ausbildungsberufe zu in­formieren. „Ich möchte hier nicht nur unsere Internetangebote unter www.planet-berufe.de. und www.abi.de sowie die Berufsinformationszentren der regionalen Arbeitsagenturen erwähnen. Noch wichtiger ist es, bereits jetzt einen Gesprächstermin mit der örtlichen Berufs­be­ratung zu vereinbaren. Je früher dies passiert, desto größer sind die Chancen, den gewün­schten Ausbildungsplatz zu be­kommen.“


Info I: Daten Ausbildungsmarkt S-H (Ende September 2012)

Unversorgte Bewerber/-innen: 1.022 / Vorjahr: 726
Unbesetzte Ausbildungsplätze: 872 / Vorjahr: 678


Info II: Top 10 der unbesetzten Ausbildungsplätze

Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel: 113
Verkäufer/Verkäuferin: 81
Koch/Köchin: 59
Hotelfachmann/Hotelfachfrau: 50
Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau: 41
Fachverkäufer/Fachverkäuferin: Schwerpunkt Bäckerei: 36
Friseur/Friseurin: 26
Industriekaufmann/-frau: 22
Fachverkäufer/Fachverkäuferin: Schwerpunkt Fleischerei: 21
Anlagenmechaniker/in: Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: 21


Info III: Ansprechpartner/-innen

Einen Beratungstermin bei der Berufsberatung können Jugendliche unter der Service-Rufnummer 01801-555 111* vereinbaren.
Für die Meldung zusätzlicher Ausbildungsplätze oder bei Fragen zu den so genannten ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) können Personalverantwortliche die Arbeitgeberservice-Rufnummer 01801 66 44 66 nutzen
(Festnetzpreis 3,9 Cent pro Minute, Mobilfunkpreise höchstens 42 Cent pro Minute).

Quelle:
BA Nord


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