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Agentur für Arbeit Lübeck

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VNW-HL-Tagung: "Bündnis bezahlbarer Wohnraum" Thema Nr. 1

25. September 2012 (HL-Red-RB) Auf seiner Arbeitstagung in Lübeck stellte der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e. V. (VNW) "12.30 Uhr mittags" in einem Pressegespräch, an dem auch Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner teilnahm, gestern in der Lübecker Musik- und Kongresshalle Ziele und erste Ergebnisse vor. Lübeck-TeaTime hat diese Gelegenheit zugleich wahrgenommen, in einem Rundgang eine Vielzahl begleitender Informationsstände zu besuchen und im Anhang in einem Bilderbogen vorzustellen: "Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V unterbreitet der neuen Kieler Landesregierung ein Bündnisangebot, um gemeinsam mit den Kommunen und weiteren Akteuren im Lande die aktuellen Herausforderungen wie steigende Wohn- und Betriebskosten, Energiewende und Demografie zu bewältigen.
In Schleswig-Holstein steigen die Mieten in den Großstädten sowie im Hamburger Speckgürtel. Energetische Vorgaben sowie steigende Baukosten erschweren zunehmend den Bau bezahlbarer Wohnungen. Doch breite Bevölkerungsschichten wie junge Familien, Studierende, Berufseinsteiger und besonders Senioren sind auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen.
Viele Menschen im Lande haben die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit erreicht. Steigende Energiekosten und Regelungen wie die Trinkwasserverordnung und die EnEV 2012 treiben die Wohnkosten nach oben und bringen das Fass zum Überlaufen.



VNW-Verbandsausschussvorsitzender Raimund Dankowski, Innenminister Andreas Breitner, VNW-Verbandsdirektor Dr. Joachim Wege und VNW-Pressesprecher und Gesprächsmoderator Dr. Peter Hitpaß

VNW-Verbandsdirektor Dr. Joachim Wege:
„Wir unterbreiten der Landesregierung und den Kommunen ein Angebot für ein Bündnis. Partnerschaftlich wollen wir den Wohnungsbau vorantreiben und gemeinsam Hemmnisse abbauen. Unsere Mitgliedsunternehmen wollen den Neubau von Wohnungen gerade in den Großstädten und im Hamburger Umland wieder verstärken. Das Bündnis soll bezahlbares und sicheres Wohnen für Jung und Alt fördern, den demografischen und energetischen Herausforderungen entsprechen und eine integrative Regional-, Stadt- und Quartiersentwicklung unterstützen! Die Wohnungsunternehmen sind dabei die geborenen Partner für das Land wie für Kreise und Kommunen.“

VNW-Verbandsausschussvorsitzender Raimund Dankowski:
„Mit unserem Angebot verbinden wir ein Leistungsangebot von uns mit Erwartungen an die Politik. Der Gesetzgeber sollte die Belange der Wohnungswirtschaft stärker berücksichtigen. Wohnungspolitik muss künftig einen höheren politischen Stellenwert bekommen. Dazu gehört der Verzicht auf kostentreibendes Ordnungsrecht sowie ein angemessener Umgang mit dem Denkmalschutz. Betreutes Wohnen darf nicht mit den Anforderungen des Heimrechts belastet werden. Die Sozialleistungen (SGB II, Wohngeld) müssen sich angesichts steigender Energiekosten an den tatsächlichen Kosten von Vermietern und Mietern orientieren. Bei der staatlichen Grundstücksvergabe und Bauleitplanung muss zukünftig das Ziel „bezahlbares Bauen“ im Vordergrund stehen“.

Für Mecklenburg-Vorpommern fordert der VNW-Verbandsdirektor die Fortsetzung des Programms „Stadtumbau Ost“, damit die positive Entwicklung der Wohn- und Stadtquartiere weiter gehen kann. Die Verbandsunternehmen wollen in den nächsten fünf bis sechs Jahren noch einmal ca. 5.500 Wohnungen vom Markt nehmen. Wir fordern die Aufstockung der Bundesmittel für die Städtebauförderung von 455 Millionen Euro auf 700 Millionen Euro. Das Programm Stadtumbau Ost muss über 2016 hinaus bis mindestens bis 2019 verlängert werden. Zukünftig muss die Aufwertung der Innenstädte stärker im Fokus der Förderung stehen. Mindestens die Hälfte der Stadtumbaumittel muss für Aufwertungsmaßnahmen verwendet werden. Zukünftig müssen sich vor allem private Eigentümer und institutionelle Wohnungsversorger am Stadtumbauprozess beteiligen. Unsere Mitgliedsunternehmen haben ihren Beitrag mit über 16.000 zurückgebauten Wohnungen in den vergangenen 10 Jahren geleistet. Für die im Jahr 2013 auslaufende Altschuldenhilfe fordern wir eine Anschlussregelung für alle mit Altschulden belasteten Wohnungsunternehmen und -eigentümer.

Für Hamburg verwies Dr. Wege auf das im September 2011 mit dem Hamburger Senat geschlossene „Bündnis für das Wohnen“. Dieses sorgt seit einem Jahr für Aufbruchsstimmung. Die Verbandsunternehmen wollen mit 1.900 neuen Wohnungen jährlich zum Erfolg der Wohnungsbauoffensive und auch zum Klimaschutz, zur Baukultur und zur Integration beitragen.

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt 312 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften (Hamburg: 88, Mecklenburg-Vorpommern: 153 und Schleswig-Holstein: 71). In ihren 712.000 Wohnungen (Hamburg: 278.000, Mecklenburg-Vorpommern: 280.000 und Schleswig-Holstein: 154.000) leben rund 1,4 Millionen Menschen."


Zum Lübeck-TeaTime - Bilderbogen:














































Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck




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