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Niedersachsen-Umfrage:CDU stärkste Kraft - Mehrheit für Rot-Grün

22. September 2012 (HL-Red-RB) FDP unter fünf Prozent - nur drei Parteien im Landtag: Genau vier Monate vor der Landtagswahl am 20. Januar 2013 ist die CDU wieder stärkste Kraft vor der SPD. Im Vergleich zur letzten NDR Umfrage im Mai dieses Jahres hat die Union in der Wählergunst Boden gut gemacht (37%, plus fünf Punkte) und liegt deutlich vor der SPD (33 Prozent), die drei Punkte abgeben musste. Die FDP verliert einen Punkt und verharrt mit drei Prozent weiter unter der Mandatsschwelle. Die Grünen legen zwei Punkte zu und kommen auf 15 Prozent. Trotz eines Zugewinns von einem Punkt würde die Linke mit vier Prozent den erneuten Einzug in den Niedersächsischen Landtag verfehlen. Die Piraten leiden merklich unter dem negativen Bundestrend und fallen nach einem Verlust von vier Punkten im Vergleich zur Umfrage Mitte Mai mit aktuell vier Prozent wieder unter die Fünf-Prozent-Marke.

Bei einem solchen Ergebnis wären - wie zuletzt bis 2003 - nur drei Parteien im Landtag vertreten. Die CDU wäre zwar stärkste Partei, aber ihr würde ein Koalitionspartner zur Mehrheitsbildung fehlen. Die von SPD und Grünen angestrebte rot-grüne Koalition würde - wie bereits in den letzten Umfragen - über eine Mehrheit der Mandate verfügen und könnte Schwarz-Gelb nach zehn Jahren ablösen.

Positive Bewertung der Landesregierung
Die Mehrheit der Niedersachsen, 52 Prozent, (minus 3 Punkte im Vergleich zu Mai) wertet die Leistungen der Landesregierung positiv, 44 Prozent kommen zu einem kritischen Urteil. Die Landesregierung erhielt im bisherigen Verlauf der Legislaturperiode jeweils mehrheitlich gute Noten, sie liegt im Vergleich der Bundesländer im Mittelfeld und genießt ein deutlich höheres Ansehen als die ebenfalls schwarz-gelbe Bundesregierung.

Regierungschef: Amtsinhaber McAllister baut seinen Vorsprung aus
Im Unterschied zur Parteipräferenz, die eine Mehrheit für Rot-Grün ergibt, liegt bei der Personenpräferenz der CDU-Amtsinhaber nach wie vor deutlich vor seinem SPD-Herausforderer. Könnten die Niedersachsen ihren Ministerpräsidenten in einer Direktwahl bestimmen, würden sich 46 Prozent (plus ein Punkt) für David McAllister aussprechen. Der Regierungschef kann damit seinem Vorsprung vor Stephan Weil, der nach Verlusten von drei Punkten auf 27 Prozent kommt, wieder etwas ausbauen.

Wunsch nach politischem Wechsel für die Niedersachsen weniger drängend
Wohl auch aufgrund des hohen Ansehens des Ministerpräsidenten hält sich der Wunsch nach einem politischen Wechsel in Grenzen: 44 Prozent der Niedersachsen wünschen sich für die nächste Legislaturperiode eine SPD-geführte Landesregierung. 41 Prozent plädieren für eine weitere Legislaturperiode unter Führung der CDU.

Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap vom 17. bis 19. September 2012 1.003 zufällig ausgewählte wahlberechtigte Niedersachsen per Telefon. Die Fehlertoleranz beträgt 3,1 Prozentpunkte (bei einem Anteilswert von 50 %), 1,4 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 5 %.

Die vollständige Umfrage ist u. a. veröffentlicht unter www.ndr.de/niedersachsen.

Quelle:
NDR Landesfunkhaus Niedersachsen

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