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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Juli 2012

02. August 2012 (HL-Red-RB) • Aktuelle Daten: 100.700 Arbeitslose; Minus 2.200 im Vergleich zum Juli 2011 . • Jedoch jahreszeitlich üblicher Anstieg gegenüber dem Vormonat Juni um 4.200 oder 4,3 Prozent • „Der Anstieg geht vor allem darauf zurück, dass sich viele Jugendliche nach Abschluss der Schul- oder Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos mel-den.“(Margit Haupt-Koopmann) • Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,9 Prozent; Vorjahr: 7,2 Prozent • Weiterhin stabile Arbeitskräftenachfrage: Seit Jahresbeginn wurden 38.100 so-zialversicherungspflichtige Stellenangebote gemeldet; ein Plus von 600 oder 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum • Auch deutlicher Anstieg bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: 18.600 zusätzliche Jobs im Vorjahresvergleich • Ausbildungsmarkt: 4.350 unversorgte Bewerber kommen auf 4.600 unbesetzte Ausbildungsplätze; gute Einstiegschancen im Einzelhandel In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli - im Vergleich zum Vormonat Juni - um 4.200 oder 4,3 Prozent gestiegen. Sie liegt aktuell bei 100.700.

„Das ist für den Monat Juli eine übliche Entwicklung, die wir jedes Jahr registrieren“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (31. Juli 2012) in Kiel. „Die Zahl der Arbeitslosen steigt im Juli nicht nur durch quartalsbedingte Kündigungen, sondern hauptsächlich durch viele Jugendliche, die sich nach Abschluss der Schul- oder Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos melden. Deshalb möchte ich an die Arbeitgeber appellieren: Jetzt ist der beste Zeitpunkt, sich die frisch ausgelernten Fachkräfte zu sichern, die von ihren Ausbildungsbetrieben nicht übernommen wurden.“
“Auch wenn der Anstieg mit 4.200 gegenüber dem Juni deutlicher ausfiel als im letzten Jahr (+ 3.200), ist die Arbeitsmarktentwicklung insgesamt weiterhin positiv. Wir können die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Juli seit 17 Jahren melden. Gegenüber dem Juli des Vorjahres ist sie um 2.200 gesunken. Auch die Arbeitslosenquote spiegelt diese Entwicklung. Sie liegt nun bei 6,9 Prozent. Das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als im Juni des Vorjahres.“
Zwei weitere Indikatoren - die Arbeitskräftenachfrage und die Beschäftigungsentwicklung - zeigten, dass die Finanz- und Eurokrise erfreulicherweise bisher noch kaum Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein habe. „Die Zahl der
sich auch weiterhin auf einem hohen Niveau. Seit Jahresbeginn wurden den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter 38.100 sozialversicherungs-pflichtige Arbeitsangebote gemeldet. Das ist ein Plus von 1,6 Prozent oder 600 Stellen. Speziell im verarbeitenden Gewerbe, in der Gesundheitswirtschaft und im Handel bieten sich zahlreiche Einstellungschancen“, so Haupt-Koopmann.
Auch die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung - es liegen die Mai-Daten vor - verlaufe mit einem Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat posi-tiv. „18.600 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sind im Vergleich zum Vorjahreswert entstanden. Ihre Gesamtzahl liegt nun bei 859.800. Insbesondere im Handel (+ 3.900), bei den unternehmensnahen Dienstleistungsunternehmen (+3.200) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+2.600) wurden zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Nur in der Finanz- und versicherungswirtschaft gingen Arbeitsplätz verloren: - 100.“
Zum Abschluss ging Haupt-Koopmann auf den Ausbildungsmarkt ein. „Bei uns sind aktuell noch 4.600 unbesetzte Ausbildungsplätze gemeldet. Ihnen stehen 4.350 unversorgte Ju-gendliche gegenüber. Besonders der Einzelhandel bietet viele Einstiegschancen. Denen, die noch ganz kurzfristig einen Ausbildungsplatz suchen, empfehle ich, die Jobbörse der Ar-beitsagentur im Internet zu nutzen. Unter wwww.arbeitsagentur.de findet ihr alle Angebote. Noch nie waren eure Chancen auf einen Ausbildungsplatz größer.“
Kurz-Info I: Arbeitslosigkeit in Kreisen und Städten
Arbeitslosigkeit in den Kreisen
• Niedrigste Quote: Stormarn mit 4,2 Prozent
• Höchste Quote: Dithmarschen mit 8,1 Prozent
Arbeitslosigkeit in den Städten
• Niedrigste Quote: Kiel mit 10,4 Prozent
• Höchste Quote: Flensburg mit 11,5 Prozent
Kurz-Info II: Ausbildungsmarkt - Juli 2012
• Bestand an unversorgten Bewerbern: 4.350
• Bestand an unbesetzten Ausbildungsplätzen: 4.600
TOP FIVE der unbesetzten Ausbildungsplätze
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 467
• Verkäufer/-in: 276
• Fachverkäuferin - Bäckerei: 255
• Koch/Köchin: 251
• Hotelfachmann/-frau: 202.


Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
www.arbeitsagentur.de

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