Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

IHK: Option für Ausbau Travemünder Enge muss erhalten bleiben

27.10.2008. Der Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck fordert den Bund sowie das Land und die Kommunen auf, für bedarfsgerechte Hinterlandanbindungen der Häfen zu sorgen.

Der Vorsitzende, Gerd-Walter Ahlers, European Cargo Logistics GmbH (ECL), Lübeck: „In den kommenden Jahren müssen wir mit einer Verdoppelung des Güterumschlages in den Seehäfen rechnen. Dieses Volumen kann nur mit einer leistungsfähigen Hinterlandanbindung der Häfen bewältigt werden. Leider reichen die dafür vorgesehenen Investitionsmittel insbesondere des Bundes – trotz Mauterhöhung – nicht aus.“

Gemeinsam mit Dr. Jan Dirks vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung diskutierte das Gremium die Inhalte des ersten Nationalen Hafenkonzeptes, das zurzeit im Entwurf vorliegt. Dr. Dirks hob hervor, dass mit diesem Konzept die Bedeutung der See- und Binnenhäfen zum ersten Mal auf die politische Agenda in Berlin gerückt werden wird.

Trotz dieses positiven politischen Ansatzes kritisierten die Mitglieder des Ausschusses insbesondere die unzureichenden Verkehrswege, die bereits heute immer wieder zu Verzögerungen in der Logistik-Kette führen. Der Bau der Verkehrswege müsse beschleunigt werden, um den Anforderungen zeitnah gerecht zu werden.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Möglichkeit, die Travemünder Enge für die Zweischiffigkeit auszubauen, diskutiert. Schon jetzt führt dieser Engpass zu Wartezeiten für die Schifffahrt und damit zu zusätzlichen Kosten bei den Reedereien. Die Mitglieder des Ausschusses waren sich darum einig: „Die Stadt Lübeck darf nicht durch neue Bauprojekte Tatsachen schaffen, die den Ausbau der Hafeneinfahrt als Lebensader des Lübecker Hafens auf Jahrzehnte verhindern.“

Im Rahmen der Ausschuss-Sitzung stellte sich auch der neue Geschäftsführer der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH, Heinrich Beckmann, den Fragen der Mitglieder. Nachdem seine „Schonfrist der ersten 100 Tage“ abgelaufen ist, legte er ein deutliches Bekenntnis zum Hafenstandort Lübeck ab: „Ich bin gekommen, um zu bleiben“. Weiteres Thema des Ausschusses war die Aufstellung des Landesweiten Nahverkehrsplanes Schleswig-Holstein, der die Grundzüge des Schienenpersonennahverkehrs im Lande für die Jahre bis 2010 festlegt.

Impressum