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MdB Gabriele Hiller-Ohm: Kampfansage an steigende Stromkosten

27.10.2008. Im Rahmen der sogenannten sozialen effizienzinitiative des Bundesumweltministeriums (BMU), die Minister Sigmar Gabriel kürzlich vorstellte, sollen besonderes Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld II, Wohngeld und Kinderzulage von Energiekosten entlastet werden.

Gabriele Hiller-Ohm (SPD), Lübecker Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales hebt die soziale wie ökologische Bedeutung des Vorhabens hervor: „Bedürftige Haushalte sollen bei der Anschaffung von besonders energieeffizienten Haushaltsgroßgeräten der Effizienzklasse A++ einen finanziellen Zuschuss erhalten, der an eine individuelle aufsuchende Beratung durch einen Energieberater gekoppelt ist. So wird sichergestellt, dass den Betreffenden auch wirklich mehr im Geldbeutel bleibt“.

Für die restlichen zwei Monate des laufenden Jahres sollen dafür vom Bund bis zu 5 Millionen Euro bereitstehen, im kommenden Jahr könnten diese Mittel aus den Auktionierungserlösen im Emissionshandel auf bis zu 15 Millionen aufgestockt werden.

„Gerade Bedürftige sind in der Vergangenheit stark durch Stromkosten belastet worden. Sie sind von den steigenden Kosten besonders hart betroffen, da hier die Konsumquote bei weit über 95 Prozent liegt. Damit ist klar, dass für sie wenig Spielraum für Strompreissteigerungen besteht und an anderer Stelle schmerzlich gespart werden muss. Für einen Drei-Personen-Haushalt ist allein die monatliche Stromrechnung von durchschnittlich etwa 40 Euro im Jahr 2000 auf heute gut 60 Euro gestiegen. Das bedeutet im Jahr zusätzliche Kosten in Höhe von 240 Euro“, erklärt Hiller-Ohm.

Bisher sind Bedürftige weitgehend schutzlos den steigenden Energiepreisen ausgeliefert. Sie müssen einen drastisch steigenden Anteil ihres Einkommens für Energie aufwenden. Gezielte Hilfe und Beratung ist deshalb dringend erforderlich. Hier setzt die soziale Effizienzinitiative an.

Nach Angaben des Zentralverbands der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) ist z. B. von den etwa 60 Millionen Kühl- und Gefriergeräten in deutschen Haushalten knapp die Hälfte mindestens 10 Jahre alt. Würden sie durch hoch effiziente Geräte ersetzt, könnten pro Jahr rund 8 Terawattstunden Strom eingespart werden. Das entspricht 5 Millionen Tonnen CO2. Bei Ausnutzung dieses Einsparpotenzials würden alle privaten Haushalte jährlich um über 1,4 Milliarden Euro entlastet.


Quelle: Gabriele Hiller-Ohm, MdB
Foto Lübeck-TeaTime

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