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Agentur für Arbeit Lübeck

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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Mai 2012

01. Juni 2012 (HL-Red-RB) Aktuelle Daten: 97.300 Arbeitslose; - 5.000 im Vergleich zum Mai 2011 - „Weniger als 100.000 Arbeitslose im Mai: Das gab es in Schleswig-Holstein das letzte Mal 1995.“ (Thomas Letixerant) - Arbeitslosenquote liegt bei 6,7 Prozent; Vorjahr: 7,1 Prozent - Im Vergleich zum Vormonat April profitieren alle Altersgruppen von der sinkenden Arbeitslosigkeit -Stärkere Arbeitskräftenachfrage als im letzten Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 27.400 sozialversicherungs­pflichtigen Stellenangebote gemeldet; ein Plus von 1.700 oder 6,5 Prozent -
Auch deutlicher Anstieg bei der - sozialversicherungspflichtige Beschäftigung: 20.700 zusätzliche Jobs - Lebens- und Berufserfahrung bleibt ungenutzt: 30,2 Prozent aller Arbeitslosen in Schleswig-Holstein sind über 50 Jahre alt:

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vorjahresvergleich um 5.000 oder 4,9 Prozent gesunken. Sie liegt aktuell bei 97.300. „Weniger als 100.000 Arbeitslose im Mai: Das gab es in Schleswig-Holstein das letzte Mal 1995“, betonte Thomas Letixerant, Geschäftsführungs­mit­glied der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute in Kiel (31.05.2012). „Die positive Arbeitsmarktentwicklung spiegelt sich auch in der deutlich gesunkenen Arbeits­losen­quote. Sie liegt nun bei 6,7 Prozent, 0,4 Prozentpunkte weniger als im Mai des Vo­r­jahres.“

Er sei besonders erfreut, dass erneut im Vergleich zum Vormonat alle Altersgruppen von der abnehmenden Arbeitslosigkeit profitieren. „Insgesamt sank die Arbeitslosigkeit um 4.700. Besonders die Zahl der Arbeitslosen unter 25 ging überdurchschnittlich zurück. Im Vergleich zum April reduzierte sich ihre Zahl um 800 oder 7,4 Prozent auf 9.800.“

Allerdings betonte Letixerant, dass die Altersstruktur der Arbeitslosen nicht unbeachtet bleiben dürfe. „Trotz des Rückgangs der Arbeitslosenzahl um 1.000 oder 3,3 Prozent bei den älteren Arbeitslosen bleibt festzuhalten: 30,2 Prozent aller Arbeitslosen in Schleswig-Holstein - immerhin 29.400 Frauen und Männer - sind über 50 Jahre alt. Sie stellen ein Potential dar, das bisher bei den Personalverantwortlichen nicht das nötige Interesse findet. Hier bleiben Lebens- und Berufserfahrung, Motivation und Leistungsvermögen ungenutzt.“

Positiv entwickle sich auch weiterhin die Zahl der Stellenmeldungen. „Im Vorjahresvergleich ist ihre Zahl deutlich gestiegen. Seit Jahresbeginn wurden den regionalen Arbeit­geber­ser­vice-Teams 27.400 sozialversicherungs­­pflichtige Arbeitsangebote gemeldet, ein Plus von 6,5 Prozent oder 1.700 Stellen. Speziell im verarbeitenden Gewerbe, im Handel, Tourismus und in der Gesundheitswirtschaft bieten sich zahlreiche Einstellungschancen.“

Dies dokumentiere auch die Entwicklung der sozial­versicherungs­pflichtigen Beschäftigung. „Im Vor­jahresvergleich - es liegen die März-Daten vor - sind 20.700 zusätzliche sozialver­siche­rungs­pflichtige Arbeitsplätze ent­standen. Insbesondere bei unternehmensnahen Dien­st­­leistungsunternehmen (+4.300), im Handel (+3.800) sowie im Gesundheits- und So­zial­­wesen (+2.800) wurden zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.“

Zum Abschluss ging Letixerant kurz auf den Ausbildungsmarkt ein. „In Schleswig-Holstein sind aktuell 7.400 unbesetzte Ausbildungsplätze gemeldet, 7.000 der bei uns gemeldeten Jugendlichen sind noch unversorgt. Diese Zahlen zeigen, dass die Betriebe insgesamt auf keinen Jugendlichen verzichten können, wenn sie ihren aktuellen und zukünftigen Fachkräftebedarf sichern wollen. Dies setzt allerdings voraus, dass sie auch Bewerbern mit nicht so guten Noten eine Chance geben.“


Kurz-Info I: Arbeitslosigkeit in Kreisen und Städten
Arbeitslosigkeit in den Kreisen

Niedrigste Quote: Stormarn mit 4,0 Prozent
Höchste Quote: Dithmarschen mit 7,8 Prozent

Arbeitslosigkeit in den Städten

Niedrigste Quote: Kiel mit 10,0 Prozent
Höchste Quote: Flensburg mit 11,0 Prozent



Kurz-Info II: Ausbildungsmarkt - Mai 2012

Bestand an unversorgten Bewerbern: 7.000
Bestand an unbesetzten Ausbildungsplätzen: 7.400


TOP FIVE der unbesetzten Ausbildungsplätze

Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 685
Verkäufer/-in: 382
Koch/Köchin: 356
Fachverkäuferin - Bäckerei: 348
Hotelfachmann/-frau: 270.


Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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