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Agentur für Arbeit Lübeck

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Handwerkskammer HL zur "Anerkennung ausl. Berufsabschlüsse"

15. April 2012 (HL-Red-RB) Durch das am 1. April 2012 in Kraft tretende „Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen (kurz: Anerkennungsgesetz) erhalten alle Personen mit ausländischem Berufsabschluss einen Anspruch darauf, dass die Gleichwertigkeit ihrer Qualifikation mit einem deutschen Berufsabschluss geprüft wird. Dazu Andreas Katschke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck: „Das Anerkennungsgesetz ist ein wichtiges politisches Signal. Es eröffnet Migrantinnen und Migranten neue Möglichkeiten“. Darüber hinaus könne durch das Anerkennungsgesetz ein Beitrag geleistet werden, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Handwerkskammern gut vorbereitet
Die Handwerkskammern in Deutschland sind auf das neue Gesetz bestens vorbereitet, so auch die Handwerkskammer Lübeck. „Das gesamte bei uns vorhandene Expertenwissen wird für das Prüfungsverfahren genutzt. Denn eines ist für uns wichtig: Jedes Verfahren ist individuell und hinter jedem Antrag steht ein Mensch“, so Katschke. Die Handwerkskammer Lübeck führt die Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren für alle handwerklichen Berufe in ihrem Kammerbezirk durch. Dieses Verfahren schafft Transparenz über ausländische Berufsqualifikationen, erleichtert die Integration von Migrantinnen und Migranten in den deutschen Arbeitsmarkt und bietet eine Grundlage für zielgerichtete Qualifizierungsmaßnahmen soweit wesentliche Unterschiede festgestellt werden. Inhaber einer vollen Gleichwertigkeitsbescheinigung sind dann in Zukunft gegenüber Personen mit einem deutschen Prüfungszeugnis gleichberechtigt. „Das Gesetz ist ein Ausdruck dafür, dass Zuwanderer in Deutschland willkommen sind und wichtige Beiträge zur Lösung unserer gesellschaftlichen Probleme leisten können“, betonte Katschke weiter. Er dämpfte in diesem Zusammenhang allerdings Erwartungen, dass das Gesetz ein Patentrezept für Lösungen des Fachkräftemangels im Handwerk sein könne. „Da die Meisterabschlüsse in den meisten Ländern unbekannt sind, dürfte es in diesem Bereich voraussichtlich nur zu wenigen Anerkennungen kommen“, so der Lübecker Hauptgeschäftsführer.

In der Handwerkskammer Lübeck berät die Abteilung Berufsbildung (Ansprechpartner Kai Kittendorf, Tel. 0451/1506-212 oder Nikoline Lafrenz, Tel. 0451/1506-196, E-Mail: anerkennungsgesetz@hwk-luebeck.de) über die Möglichkeit, die Gleichwertigkeit im Ausland erworbener Berufsqualifikationen mit den deutschen Abschlüssen prüfen zu lassen.

Quelle:
Handwerkskammer Lübeck

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