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Agentur für Arbeit Lübeck

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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein insgesamt im März 2012

29. März 2012 (HL-Red-RB) Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: März 2012 • Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt: „Saison und gute Konjunktur sorgen -gemeinsam für mehr Beschäftigung“(Margit Haupt-Koopmann) • Stellenangebote nehmen im Vorjahresvergleich deutlich zu: + 10,4 Prozent • Aktuell: 106.500 Arbeitslose; 6.000 Arbeitslose weniger als im März 2011 • Rückgang um 4.100 gegenüber Vormonat Februar • Niedrigste Arbeitslosenzahl in einem März seit 1995 • Arbeitslosenquote liegt bei 7,4 Prozent, Vorjahr: 7,9 Prozent • Insbesondere in der Altersgruppe zwischen 30 und 40 sinkt die Arbeitslosigkeit, bei über 55-jährigen leichter Anstieg gegen den Trend.

Deutliches Plus bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im
Vorjahresvergleich: 20.100 zusätzliche Jobs
„Die Frühjahrsbelebung ist auf dem Arbeitsmarkt Schleswig-Holsteins deutlich zu spüren“,
sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für
Arbeit, heute in Kiel (29. März 2012). „Es ist für uns erfreulich, dass - im Vergleich zum
Vorjahr - die saisonale Entwicklung und die gute konjunkturelle Lage für eine deutlich
stärkere Arbeitskräftenachfrage sorgen. So wurden den gemeinsamen Arbeitgeberservice-
Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter seit Jahresbeginn 16.200 sozialversicherungspflichtige
Stellen gemeldet. Das sind 1.500 oder 10,4 Prozent mehr als im
Vorjahreszeitraum. Besonders im Bereich Soziales und Gesundheit sowie im Handel, im
Baugewerbe und im Tourismus werden Mitarbeiter gesucht.“
Die positive Entwicklung zeige sich jedoch nicht allein an der deutlich gewachsenen Zahl
offener Stellen. „Die gestiegene Arbeitskräftenachfrage ist nur ein Indikator, der mich
zuversichtlich stimmt. Auch die aktuellen Arbeitslosenzahlen für den Monat März
bestätigen“ - so Haupt-Koopmann - „den positiven Trend. So ist in Schleswig-Holstein
die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich um 6.000 oder 5,3 Prozent
zurückgegangen. Sie befindet sich mit 106.500 auf dem niedrigsten Stand in einem März
seit 1995.“ Die Arbeitslosenquote liege mit einem Wert von 7,4 Prozent um 0,5
Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.
Besonders die Gruppe der 30 bis unter 40-jährigen profitierten von der positiven
Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Ihre Arbeitslosenzahl ging überdurchschnittlich zurück.
Sie sank im Vergleich zum Vorjahr um 2.000 oder 8,1 Prozent auf 23.000.
Auch die Zahl der arbeitslos gemeldeten Männer sank überproportional. „Hier können wir
im Vorjahresvergleich ein Minus von 3.700 oder 5,8 Prozent - auf 59.100 - melden. Der
Rückgang ist deutlich stärker als bei den Frauen (-2.300/-4,6 Prozent). Im Frühjahr werden
besonders im Baugewerbe und in den grünen Berufen Kräfte eingestellt. Hier bieten sich
für arbeitslose Männer traditionell zahlreiche Einstiegschancen“, so Haupt-Koopmann.
Nur für eine Gruppe könne im Vorjahresvergleich kein Rückgang der Arbeitslosigkeit
gemeldet werden. „Es sind die Älteren. Die Zahl der Arbeitslosen über 55 ist leider leicht
gestiegen: um 240 oder 1,3 Prozent auf 18.200.“ Sie appellierte an die Unternehmen: „Wir
wissen, dass das berufliche Erfahrungswissen der Älteren schon aus demographischen
Gründen für unsere Volkswirtschaft unverzichtbar ist. Gebe Sie auch Bewerbern über 50
eine Chance.“
Bemerkenswert sei der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in
Schleswig-Holstein - es liegen die Januar-Daten vor - im Vergleich zum Vorjahr. „Waren
im Vergleichsmonat des letzten Jahres noch 820.600 Menschen in Schleswig-Holstein
sozialversicherungspflichtig beschäftigt, so sind es aktuell 840.700: ein Anstieg um 2,4
Prozent oder + 20.100.“
Besonders im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen (+ 4.200), im Handel
(+ 3.400) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+ 2.800) entstanden zusätzliche
Arbeitsplätze. Nur im Bereich der öffentlichen Verwaltung (- 300) wurde Beschäftigung
abgebaut.
Haupt-Koopmann nutzte die Gelegenheit, um auf die Situation am Ausbildungsmarkt einzugehen:
“Aktuell sind bei uns 9.100 unbesetzte Ausbildungsplätze gemeldet. Ihnen stehen
7.800 unversorgte Jugendliche gegenüber. Ich möchte alle Personalverantwortlichen
ermuntern, auch Bewerbern eine Chance zu geben, die nicht auf den ersten Blick den gewünschten
Anforderungen entsprechen. Den Jugendlichen möchte ich sagen: Meldet
Euch bei der Berufsberatung. Noch nie waren Eure Chancen so gut wie heute.“
Kurz-Info I: Arbeitslosigkeit in Kreisen und Städten
Arbeitslosigkeit in den Kreisen
• Niedrigste Quote: Stormarn mit 4,2 Prozent
• Höchste Quote: Dithmarschen mit 9,0 Prozent
Arbeitslosigkeit in den Städten
• Niedrigste Quote: Kiel mit 10,5 Prozent
• Höchste Quote: Flensburg mit 12,0 Prozent
3
Kurz-Info II: Ausbildungsmarkt - März 2012
• Bestand an unversorgten Bewerbern: 7.800
• Bestand an unbesetzten Ausbildungsplätzen: 9.100
TOP FIVE der unbesetzten Ausbildungsplätze
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 891
• Verkäufer/in: 424
• Bäckerei-Fachverkäufer/in: 392
• Koch/Köchin: 377
• Hotelfachmann/-frau:305


Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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