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MdB Hiller-Ohm: Signal für zügige "Ertüchtigung" des Kanals

07.Februar 2009(Berlin/HL-Redaktion). Schifffahrt auf dem Elbe-Lübeck-Kanal kommt in Schwung:
Immer mehr Waren werden über den Elbe-Lübeck-Kanal transportiert. 2008 haben 2.432 Frachter die Lauenburger Schleuse passiert – fast 100 Schiffe mehr als im Vorjahr. „Dies ist ein wichtiges Signal, für eine zügige Ertüchtigung des Kanals“, so die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm, , Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales sowie Mitglied im Ausschuss für Tourismus.

„Indem die Hafen- und Schifffahrtswirtschaft schon heute zeigt, dass der Kanal ein wichtiger Transportweg ist, unterstreicht sie ihre Forderung nach einer raschen Modernisierung des Kanals. Ich freue mich daher sehr, dass die Schifffahrt im vergangen Jahr so deutlich in Schwung gekommen ist.“

Obwohl die bisherigen Prognosen – im Zuge des Anstiegs des Güterumschlags im Lübecker Haffen – von einer Verdoppelung der Waren ausgeht, die über den Elbe-Lübeck-Kanal transportiert werden, war die Nutzung des Kanals in der Vergangenheit relativ gering. Auch die parlamentarische Staatssekretärin Karin Roth (SPD) hatte hier die Wirtschaft in der Pflicht gesehen: Die Wirtschaft solle ihre Prognosen auch durch Realitäten belegen. Neue Zahlen, wie hoch das potenzielle Frachtaufkommen auf dem Elbe-Lübeck-Kanal in Zukunft sein wird, wird die IHK zu Lübeck im kommenden Monat in Berlin vorstellen.

Derzeit arbeiten Bund, Land und Kommune an einer beschleunigten Ertüchtigung des Kanals. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie Brücken und Schleusen an die Anforderungen für die moderne Binnenschifffahrt angepasst werden können.

Auch in diese Fragen ist Bewegung gekommen. So hat das Bundesverkehrsministerium in den vergangen Monaten Gespräche mit dem Land Schleswig-Holstein und der Deutschen Bahn AG über eine Anhebung bzw. die Erneuerung der Brücken am Kanal geführt. Aktueller Stand der Gespräche ist: Die Brücken Büchen und Anker-Kühsen werden ersetzt bzw. angehoben. Die Kosten trägt das Land Schleswig-Holstein. Bereits in der Gesprächsrunde im September 2008 hatte das Landesverkehrsministerium zudem zugesagt, auch die Planung und die Durchführung der Baumaßnahmen zu übernehmen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg arbeitet derzeit die entsprechende Kreuzungsvereinbarung aus. Zudem verhandelt das Bundesverkehrsministerium derzeit mit der Deutschen Bahn AG über einen zeitnahen Ersatz der Eisenbahnbrücke bei Dalldorf.

„Der Ersatz bzw. die Anhebung der genannten Brücken ist ein sehr wichtiger Schritt für die Ertüchtigung des Kanals“, zeigt sich die SPD-Politikerin erfreut. „Dadurch wird die durchgehende Brückendurchfahrt am Elbe-Lübeck-Kanal entscheidend verbessert und auch eine Nutzung des Kanals mit modernen, mehrlagig beladenen Schiffe ermöglicht.“

Und auch einem zeitnahen und günstigen Ausbau der Schleusen am Kanal ist man näher gekommen. Während einer Gesprächsrunde in Lübeck zum Elbe-Lübeck-Kanal – zu der die Bundestagsabgeordnete im vergangen Jahr Bund, Land und Kommunen sowie die Wirtschaft an einen Tisch geholt hatte – hatte der Verein zur Förderung des Elbstromgebiets ein interessantes Konzept für eine vorgezogene Verlängerung der Schleusen vorgelegt.

Derzeit wird das Konzept von der Wasser- und Schifffahrtsgesellschaft geprüft. Ein wichtiges Teilergebnis liegt bereits vor: Die Verlängerung der Schleusen ist technisch machbar. Weiterhin geprüft wird derzeit aber noch, ob das Konzept des Vereins zur Förderung des Elbstromgebiets auch wirtschaftlich ist. Hier ist die Wirtschaft gefordert, dies deutlich zu machen. Eine entsprechende Studie soll noch im Frühjahr vorgelegt werden.

„Es ist wichtig, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Ertüchtigung des Elbe-Lübeck-Kanals zu beschleunigen. Die vergangen Monate haben gezeigt, dass eine beschleunigte Modernisierung des Kanals möglich ist, wenn Bund, Land, Kommunen und Wirtschaft gemeinsam auf dieses Ziel hinarbeiten“, so Hiller-Ohm.

Quelle: MdB Gabriele Hiller-Ohm

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