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Wirtschaftswachstum im Norden hielt 2008 noch an

06.Februar 2009(HH/HL-Red.). In Hamburg ist das Bruttoinlandsprodukt – also die Summe aller im Land erzeugten Güter und Dienstleistungen – im Jahr 2008 um 3,7 Prozent ge-genüber 2007 gestiegen, so das Statistikamt Nord. Nach Bereinigung der Preisveränderungen errechnete sich ein – im Vergleich aller Bundesländer überdurchschnittliches – reales Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent (Bund: 1,3 Prozent). Im ersten Halbjahr 2008 hatte das nominale Wachstum noch bei 4,7 Prozent und der reale Zuwachs bei 2,6 Prozent gelegen. Die allgemeine konjunkturelle Eintrübung ab der zweiten Jahreshälfte 2008 infolge der Finanzkrise zeigte damit auch in Hamburg schon deutliche Auswirkungen.

Das Verarbeitende Gewerbe hatte in Hamburg besonders unter der kon-junkturellen Abkühlung zu leiden. Dabei zeigten der Maschinenbau und die Metallbranchen ein noch weitgehend stabiles Wachstum, während die Ent-wicklung in fast allen anderen Bereichen des Verarbeitenden Gewerbes rückläufig war. Das Hamburger Baugewerbe konnte dagegen nach Rück-gängen in den vorangegangenen Jahren im Jahr 2008 erstmals wieder ei-nen deutlichen Wachstumsbeitrag leisten. Ausgeprägte Wachstumsimpulse kamen auch aus den Dienstleistungsbranchen. Hier waren es die Bereiche Großhandel sowie Verkehr und Nachrichtenübermittlung, die maßgeblich zum Gesamtwachstum beitrugen. Auch der Einzelhandel konnte sich in Hamburg gut behaupten.

In Schleswig-Holstein wuchs das Bruttoinlandsprodukt 2008 nach ersten Berechnungen im Jahresvergleich trotz der ab der zweiten Jahreshälfte ein-getretenen konjunkturellen Eintrübung in jeweiligen Preisen (nominal) um 2,2 Prozent und preisbereinigt (real) um 0,8 Prozent. Im ersten Halbjahr 2008 hatten das nominale Wachstum noch bei 3,2 Prozent und der reale Zuwachs bei 1,6 Prozent gelegen. Auch am Arbeitsmarkt zeigten sich für das gesamte Jahr 2008 noch positive Auswirkungen.
Vom Verarbeitenden Gewerbe gingen – über das gesamte Jahr gesehen – noch leicht positive Impulse aus, da es in einigen landesspezifisch gewichti-gen Branchen wie dem Ernährungsgewerbe, dem Maschinenbau, der Her-stellung von chemischen Erzeugnissen und Geräten der Elektrizitätserzeugung sowie dem Schiffbau noch zu zum Teil deutlichen Zuwächsen gekommen war. Stärkere Wachstumsbeiträge lieferten zudem auch der Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung, der Großhandel sowie die unternehmensnahen Dienstleistungen.

Das trotz der positiven Entwicklung in den genannten Bereichen unter dem Bundesdurchschnitt von plus 1,3 Prozent liegende Wachstum der Wirtschaft in Schleswig-Holstein ist vor allem auf die Sonderentwicklung der Energie-wirtschaft zurückzuführen. Die ungefähr seit Mitte des Jahres 2007 anhal-tende Abschaltung der beiden Kernkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel führte zu deutlichen Produktionsrückgängen im Bereich Elektrizitätserzeu-gung. Ohne diesen Effekt würde sich das Schleswig-Holsteiner Wirt-schaftswachstum in etwa auf dem bundesdurchschnittlichen Niveau bewe-gen.
Informationen zum Wirtschaftswachstum in den Bundesländern können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Die Ergebnisse beruhen auf ersten vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (AK VGRdL). Weitere Ergebnisse zur Wirt-schaftsleistung in den Bundesländern sowie Erläuterungen zur Methode und Veröffentlichungstiefe bei dieser 1. Fortschreibung des Bruttoinlands-produkts 2008 stehen im Internetangebot des „AK VGR der Länder“ unter www.vgrdl.de zur Verfügung.

Quelle: Statistikamt Nord

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